Köln Nachrichten Köln Nachrichten

bahnboegen_552013_step

Die Bahnbögen in Ehrenfeld in ihrem aktuellen Zustand

Ehrenfeld: Urbane Gärten vor den Bahnbögen – SPD diskutiert mit Bürgern über die Verschönerung des Stadtteils

Köln | Schön sind die Bahnbögen in ihrem jetzigen Zustand wahrlich nicht – öde und grau wirkt der eingezäunte Bereich an der Bartholomäus-Schink-Straße in Ehrenfeld. Seit 1840 gibt es dort die Bahnstrecke, die zunächst ebenerdig verlief und dann in den 20er Jahren auf ihr heutiges Niveau gehoben wurde. In den insgesamt 90 Bahnbögen darunter hatten Handwerker ihren Platz gefunden. Auch als günstige Lagerfläche wurden die Bögen genutzt.

Das änderte sich in den 90ern, als die Bahn die Strecke modernisierte und um zwei S-Bahn-Gleise erweiterte. Damals mussten alle Nutzer weichen. Die Bahnbögen wurdfen an einen Generalpächter vergeben, der daraus eine gastronomische Flaniermeile machen wollte. Allerdings sorgte wohl die Sanierung dafür, dass in die Bahnbögen Wasser eindrang und die Pläne zunichte machte. Seitdem ist dort weitgehend eine unansehnliche Brachfläche entstanden. Zu den Ausnahmen gehört der Clubbahnhof Ehrenfeld mit seinem Biergarten.

Inzwischen konnte man die Bahn zu Gesprächen bewegen und eine Bahnkonferenz ins Leben rufen. Die Bahn selbst untersucht nun die Bahnbögen und die Möglichkeit, die Schäden zu beheben. Doch inklusive Planungszeit und Realisierung werden wohl noch mindestens sechs bis sieben Jahre ins Land gehen. Wie man in der Zwischenzeit den Bereich aufwerten kann, darüber diskutierte am Samstagmittag die Ehrenfelder SPD mit Bürgern und Experten.

Eine Idee ist im Bereich vor den Bahnbögen urbane Gärten anzulegen, die optisch für eine Verschönerung sorgen und mit ihren Pflanzen das Klima verbessern. Zu den Experten beim Urban Gardening gehört Marcel Hövelmann, der von den bereits in Köln gemachten Erfahrungen berichtete. Dazu gehört der Gemeinschaftsgarten NeuLand genauso wie der Campusgarten, der Obsthain Grüner Weg oder die Pflanzstelle Kalk. „Wir sprechen nicht vom Guerilla-Gardening, sondern von legalen und intelligenten Konzepten für die Zwischennutzung von Brachflächen, die durchaus auch langfristiger sein kann“, sagt Hövelmann und stellt damit ein weltweites Phänomen vor, das immer mehr Menschen begeistert.

Wie man so ein Konzept bei den Bahnbögen anwenden kann, die mit ihrer Lage an der schattigen Nordseite nicht für alle Pflanzen geeignet sind, dafür gibt es nicht Vergleichbares. „Dort muss Pionierarbeit geleistet werden“, sagt Hövelmann. Erfahrung mit dem Begrünen des Stadtteils hat auch Sabine Voggenreuter vom Designquartier Ehrenfeld. „Eine grüne Duchwegung an den Bahnbögen mit einem Radweg scheint möglich und auch notwendig“, sagt sie. Allerdings ist unklar wie ein Radweg durchgesetzt werden kann, sei es auf dem Gebiet des Generalpächters oder auf städtischen Gebiet.

Da die Bahn zu den Bauarbeiten an den Bögen wohl auch mit schweren Gerät anrücken muss, sind sich die Teilnehmer schnell einig, dass man mit mobilen Containern arbeiten muss, um die Pflanzen, wenn nötig, in Sicherheit zu bringen. Auch die Sorge von Vandalismus etwa durch Nachtschwärmer wird vorgetragen. „Ich rate dazu, das Gelände nicht einzuzäunen, da ein Zaun die Wahrscheinlichkeit von Vandalismus eher noch erhöhrt“, sagt Hövelmann.

Letztendlich einigt man sich beim ersten Gespräch darauf, zunächst zwei bis drei Bäume im Container aufzustellen und weitere Kästen mit Beerensträuchern zu bestücken. Außerdem soll eine Arbeitsgruppe gegründet werden, die das Projekt vorantreibt. „Dazu gehören unter anderem die SPD, das Designquartier und der Clubbahnhof. Wir wollen auch Gespräche mit dem Generalpächter zum Thema aufnehmen und untersuchen, welche Pflanzen für das Gelände geeignet sind und wie wir diese finanzieren können. Insgesamt hatten wir heute ein sehr produktives Treffen“, sagt Moderator Andreas Pöttgen (SPD) von der Bezirksvertretung.

Zurück zur Rubrik Köln Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Nachrichten

drk_wohnungen_PR_20012019

Köln | Im März will das Kölner Rote Kreuz 29 Betriebswohnungen für neue Mitarbeiter zur Verfügung stellen und knüpft damit an die Tradition der Werkswohnungen an.

Köln | 250 Menschen, so die Veranstalter, nahmen an dem Erinnerungsspaziergang aus Anlass des 18. Jahrestages des Bombenanschlags in der Kölner Probsteigasse teil. Am 19. Januar 2001 explodierte ein Sprengsatz in einer von einem bisher unbekannten Täter hinterlegten „Stollendose“. Die damals 19-jährige Tochter der Familie, die das kleine Lebensmittelgeschäft betrieb, verletzte sich schwer.

dom

Köln | Das Erzbistum Köln hat seinen Haushalt für das Jahr 2019 vorgelegt. Zur Erfüllung der vielfältigen kirchlichen Aufgaben stehen rund 888 Millionen Euro zur Verfügung – fast 680 Millionen davon kommen aus der Kirchensteuer.

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

KARNEVAL NACHRICHTEN

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >

Studierende beleuchten Europawahl 2019

europawahl2019_studentengruppe01

Studierende der Kölner Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) beschäftigten sich im November 2018 mit europäischen Themen, wie Flüchtlings- oder Umweltpolitk sowie regionalen Förderprogrammen oder dem "Erasmus+"-Programm der EU. Am 26. Mai 2019 wählt Europa ein neues Parlament.

Hier gehts zum Spezial: Kölner Studierende blicken auf die Europawahl 2019 >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >