Köln Nachrichten Köln Nachrichten

ehrenfeld-veedelsmanagement_1532012

Vereinsmitglieder: Marina Dameris, Geschäftsstellen-Leiterin der Sparkasse Köln/ Bonn, Maria Biehl, Thomas Enzinger von den Abfall- und Wirtschaftsbetrieben Köln, Dieter Wolf von Kultur Köln 30, Bezirksbürgermeister Jpsef Wirges und Karin Piesch, Projektmanagerin im Verein "Veedelsmanagement Ehrenfeld"

Erzählstunden an Ehrenfelder Grundschulen: Verein sucht Sponsoren für Kinder-Projekt

Eine Schulstunde "Erzählen" soll ab September 2012 dem Stundenplan der Gemeinschaftsgrundschule in Bocklemünd hinzugefügt werden. Dazu will der Verein "Veedelsmanagement Ehrenfeld" professionelle Erzähler engagieren. Damit die Kinder Spaß am Umgang mit der deutschen Sprache erlernen können, fehlen nun noch Sponsoren-Gelder.

Erzählen gegen Sprach-Unlust

Das Erlernen der deutschen Sprache ist essentiell für die Bildung und damit auch für das Leben und Arbeiten in Deutschland, betonte heute Karin Piesch, Projektmanagerin im Verein "Veedelsmanagement Ehrenfeld". Damit auch Kinder mit ausländischen Wurzeln die Chance auf einen qualifizierten Berufseinstieg erhalten, will Piesch Kölner Grundschulkindern zu allererst wieder Spaß an dem Umgang mit Sprache vermitteln. Dazu will sie ein Berliner Projekt nach Ehrenfeld bringen. Professionelle Erzähler sollen die Schüler ab September 2012 einmal in der Woche besuchen und eine Schulstunde mit ihnen gestalten. Als Piesch ihr Projekt im Veedel vorstellte, meldeten sich gleich mehrere Grundschulen. Starten soll das Projekt nun an der Gemeinschaftsgrundschule Bocklemünd sowie an einer dortigen Kindertagesstätte. Pro Schuljahr sollen insgesamt fünf Klassen (1. Und 2. Stufe) und Kita-Gruppen teilnehmen.

Weil Piesch für das Projekt professionelle Erzähler engagieren will, benötigt der Verein nun noch Sponsoren-Gelder, denn 30.000 Euro soll das Projekt jährlich kosten. Sollten sich genug Sponsoren finden, würde Piesch das Projekt auch auf andere interessierte Grundschulen ausweiten. In Berlin, so berichtete die Projektleiterin heute, würde der Senat inzwischen ein ähnliches Projekt an 17 Grundschulen finanziell fördern.

Hilfe für das Veedel

Der Verein "Veedelsmanagement Ehrenfeld" ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für ganz unterschiedliche Projekte im Viertel einsetzt. Im vergangenen Jahr organisierte er etwa vier Projekte für Kinder und Jugendlichen, die aus Müll Neues entwickelten. So wurde aus alten Kleidern und Stoffresten neue Moden entworfen, aus Müll Skulpturen entwickelt und aus Abfall Musikinstrumente gebastelt. Die Kinder und Jugendlichen der letzten Gruppe schlossen sich sogar zu einem Rhythmus-Orchester zusammen und traten gemeinsam in Odonien auf [report-k.de berichtete]. Auch künftig will der Verein auf aktuelle Bedarfe im Veedel reagieren. "Uns allen ist gemein, dass wir Gutes für das Veedel tun wollen", betonte heute Josef Wirges, Vorsitzender des Vereins und Bezirksbürgermeister in Ehrenfeld.

Derzeit werde etwa überlegt, wie bereits bestehende Vereine, Projekte und Institutionen in Ehrenfeld besser vernetzt werden können oder ob sich der Verein selbst als Träger Freier Jugendhilfe bewerben soll. Dann könnte der Verein nämlich für Kinder- und Jugend-Projekte auch Fördermittel von Stadt, Land und Bund beantragen. Insgesamt zählt der Verein derzeit 15 Mitglieder, neben Bürgern aus dem Veedel auch einige Unternehmen und Institutionen.

Zurück zur Rubrik Köln Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Nachrichten

Grossklaerwerk_stammheim

Köln | Die Kölner Stadtentwässerungsbetriebe, der Wasserverband Eifel-Rur und der Erftverband haben am heutigen Dienstag eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Zukünftig wolle man gemeinsam an Konzepten zur Verwertung und Phosphorrückgewinnung arbeiten.

AmtsgerichtKoeln_080317

Köln | Ein heute 21-jähriger Mann hat vor der 5. Zivilkammer des Kölner Landgerichts das Land NRW erfolgreich auf Verletzung der Amtspflichten verklagt. Wie hoch die Entschädigung dafür ausfällt, steht allerdings noch nicht fest.

OberlandesgerichtKoeln_22032018

Köln | Das Oberlandesgericht Köln hat in einem Revisionsverfahren festgelegt, dass Gerichtspost Personen auch in eine Wärmestube rechtswirksam zugestellt werden kann. Der Fall eines 38-jährigen Mannes aus Aachen ist damit rechtswirksam entschieden.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS