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Screenshot des vor der Pressekonferenz gezeigten Bildes vom Schadensort durch den Betreiber des Chemparks Currenta.

Explosion in Bürrig: 2 Tote und 5 Vermisste im Chempark – Warnung vor Rußniederschlag

Köln | Nach wie vor suchen die Rettungskräfte nach 5 Vermissten im Versorgungszentrum des Chemparks in Leverkusen Bürrig. Offen ist nach wie vor welche Stoffe explodierten, brannten und freigesetzt wurden. Betreiber Currenta spricht von Rußniederschlägen, die nicht mit der Haut in der Berührung kommen, nicht aufgenommen und nicht ins Haus verschleppt werden sollten. Die Stadt Köln äußerte sich zur Lage in Köln.

Warnung vor Rußniederschlägen

Das Unternehmen Currenta warnt vor den Rußniederschlägen. Menschen die davon betroffen sind sollen:
• Der Ruß soll nicht mit der Haut in Kontakt kommen: Also etwa durch Abwischen.
• Den Ruß nicht inkorporieren, also essen, etwa durch Obst. Und auch anders als gestern beschrieben, Obst aus dem Garten nicht abwaschen und dann essen.
• Den Ruß nicht in die Wohnung oder das Haus verschleppen, also Schuhe ausziehen
• Die Stadt Leverkusen sperrte Kinderspielflächen

Welche Stoffe und wie giftig diese Stoffe sind, die sich in dem Ruß befinden ist auch mehr als 24 Stunden nach dem Explosionsereignis nicht bekannt. Der Leiter der Leverkusener Feuerwehr Hermann Greven beauftragte das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) mit der Untersuchung außerhalb des Werksgeländes. Dieses habe Wischproben genommen und analysiere diese jetzt.

Der Betreiber Currenta hält sich bedeckt. So sagt Currenta COO Hans Gennen mit fester Stimme, dass das Unternehmen wisse, was sich in den Tanks befunden habe, aber führt nicht aus, welche Stoffe etwa bei einer Explosion oder Bränden mit hohen Temperaturen durch chemische Reaktionen daraus entstehen können. Das Unternehmen messe nach wie vor die Luft im Umfeld des Bürriger Entsorgungszentrum. Derzeit spricht das Unternehmen und die Leverkusener Feuerwehr nur von Leverkusen, aber die Wolke wurde weit ins Bergische getragen. Ob es dort auch zu Rußniederschlägen kam, dazu ist nichts bekannt.

Tote und viele Verletzte

Es gibt derzeit zwei bestätigte Tote. Das sagte Currenta CEO Frank Hymar. Ein Mitarbeiter von Currenta und ein Mitarbeiter eines externen Unternehmens sind bei der Explosion gestorben Aktuell sind immer noch 5 Menschen vermisst. 4 Mitarbeiter von Currenta und ein Mitarbeiter eines externen Unternehmens. 31 Menschen wurden verletzt ein Mitarbeiter schwer. Außerhalb des Werksgeländes seien keine Verletzten bekannt, die etwa mit dem Rettungsdienst transportiert wurden, so Leverkusens Feuerwehrchef Greven.

Da die fünf Menschen noch vermisst werden spricht Currenta nach wie vor von einem aktiven, also laufenden Einsatz. Der Leiter der Werkfeuerwehr Stephan Hummel spricht von hochauflösenden Drohnen die derzeit über dem Schadensort im Einsatz seien. Derzeit sicherten die Einsatzkräfte den Einsatzort. Currenta-Chef Hydmar sprach davon, dass es noch zu riskant sei, den betroffenen Bereich zu betreten und es daher auch für Aussagen zur Unfallursache zu früh sei. Die Kölner Polizei setzte eine Ermittlungsgruppe ein, spricht aber auch davon, dass das Betreten der Schadensstelle für die Ermittler nur sehr bedingt möglich sei. Zum einen weil Einsturzgefahr bestehe, immer wieder kleine Feuer sich entzündeten und unklar sei, welche Chemikalien sich am Einsatzort befinden.

Auswirkungen auf die Produktionen im Chempark sollen gering gehalten werden

Da das Entsorgungszentrum in Bürrig jetzt ausfällt äußerte sich Currenta zu den laufenden Produktionen im Chempark. Currenta will die Produktionsauswirkungen so gering wie möglich halten und setzt für die zur Entsorgung anstehenden Chemikalien und Lösemittel sein Entsorgungsnetzwerk und seine NRW-Standorte ein.

Das Unternehmen spricht von einem nie dagewesenen und absolut einmaligen Störfall.

Die Auswirkungen auf das Stadtgebiet Köln

Die Feuerwehr der Stadt Köln begann mit ihren Messungen um 10:40 Uhr. Also 58 Minuten nachdem in Leverkusen die Explosion stattfand. Gemessen wurde in den Stadtteilen Merkenich, Flittard, Dünnwald, Langel und Rheinkassel. Die Kölner Feuerwehr hatte führte ihre Messungen bis kurz nach 17 Uhr durch. Von Rußniederschlägen auf Kölner Stadtgebiet spricht die Stadt Köln nicht: " Der Wind trieb die Rauchwolke fortwährend in nord- und nordöstliche Richtungen – weg vom Stadtgebiet Köln. Zu keinem Zeitpunkt gab es einen Eintrag der Rauchwolke auf Kölner Stadtgebiet." Die Stadt Köln meldet daher: "Keine Gefahr für Kölner Bevölkerung"

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