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Karte: Stadt Köln

Fliegerbombe in Niehl: Rund 3.500 Personen betroffen

Köln | aktualisiert | Die Vorbereitungen für die am morgigen Donnerstag, 29. September, am Kuhweg in Köln-Niehl geplante Bombenentschärfung sind angelaufen. Am zweiten Verdachtspunkt in der Nähe der Mülheimer Brücke haben die Experten keinen Bombenblindgänger gefunden. Zu einer Änderung der Evakuierungs- und Zeitplanung kommt es daher nicht.

Rund 3.500 Personen sollen von den Evakuierungen im Grenzbereich der Stadtteile Niehl und Riehl betroffen sein. Hierzu gehören auf Riehler Seite insbesondere die Bewohner der Sozial-Betriebe Köln – mit rund 1.100 Personen – das Axa-Hochhaus und die Jugendherberge. Nördlich des Niehler Gürtels liegen der Parkplatz Kuhweg, die benachbarten Sportanlagen und ein Teil des Hafengeländes an der Straße Am Mohlenkopf im Evakuierungsradius von 700 Metern. Ebenso einige in Rheinnähe gelegene Häuserreihen in Köln-Mülheim, nördlich und südlich der Mülheimer Brücke.

Anlaufstelle: Förderschule Brehmstraße 2

Die Stadt Köln wird für die Anwohner, die während der Evakuierung, nicht anderweitig unterkommen können, zwei Anlaufstellen einrichten: linksrheinisch für Anwohner aus Niehl und Riehl in der Förderschule Brehmstraße 2 in Köln-Riehl und rechtsrheinisch im Pfarrsaal der Kirchengemeinde Mülheim in der Adamstraße 19-21.

Die Gemeinschaftsgrundschule Mülheimer Freiheit sowie drei Kindertagesstätten im Linksrheinischen (in der Slabystraße und im Axa-Hochhaus) wurden vom Ordnungsamt am heutigen Mittag darüber informiert, dass in den jeweiligen Einrichtungen am Donnerstag kein Unterricht beziehungsweise keine Betreuung stattfinden kann.

Zweiter Verdachtspunkt: keine Hinweise auf Bombenblindgänger

Am zweiten Verdachtspunkt in der Nähe der Mülheimer Brücke haben die Experten am heutigen Nachmittag keinen Bombenblindgänger, sondern nur einige Metallteile gefunden. Die Evakuierungs-und Zeitplanung für die Entschärfung des am Kuhweg gefundenen Kampfmittels für den morgigen Donnerstag bleibt somit unverändert.

Stadtbahn-Linien 13 und 18

In Folge der Evakuierung und der Entschärfung soll es auch zu Beeinträchtigungen im Betrieb der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) kommen. Nach derzeitigem Kenntnisstand werden die Stadtbahnen der Linien 13 und 18 die Haltestelle „Slabystraße“ nach der morendlichen Berufsverkehrsspitze nicht mehr bedienen, sondern ohne Halt durchfahren. Ab circa 15 Uhr werde die Mülheimer Brücke gesperrt werden. Die Bahnen werden dann bis zur erfolgten Entschärfung linksrheinisch nur bis zu den Haltestellen „Reichenspergerplatz“ (Linie 18) und „Nußbaumerstraße“ (Linie 13), sowie rechtsrheinisch bis zur Haltestelle „Mülheim Wiener Platz“ (Linien 13 und 18) fahren. Eine großräumige Umfahrung des Evakuierungsbereichs ist mit den Stadtbahn-Linien 3 und 4 möglich.

Der Bus-Verkehr der KVB wird nach derzeitigen Erkenntnissen nicht betroffen, teilt die KVB mit.

Das Ordnungsamt wolle ab etwa 8 Uhr in den Stadtteilen Niehl, Riehl und Mülheim unterwegs sein, um die Anwohner nochmals persönlich über die bevorstehenden Sperrungen zu informieren. Für Bürger, die Hilfe benötigen oder sonstige Fragen im Zusammenhang mit den Evakuierungen haben, stehen das Ordnungsamt unter der Rufnummer 0221 / 221-32000 sowie das Bürgertelefon unter der bundesweit einheitlichen Behördenrufnummer 115 zur Verfügung.

Einschränkungen im Verkehr

In Absprache mit der Kölner Polizei haben die städtischen Dienststellen den Zeitplan für den morgigen Donnerstag, insbesondere hinsichtlich der verkehrlichen Einschränkungen, festgelegt.

Um 8 Uhr beginnt die Sperrung der Wohn- und Quartiersstraßen. Anwohner können dann auch mit ihren Fahrzeugen das Quartier noch verlassen, aber nicht mehr hereinfahren. Ab 12 Uhr wird die Mülheimer Brücke für Fußgänger und Radfahrer in beiden Richtungen gesperrt. Ab 12 Uhr ist an den Haltestellen Slabystraße und Boltensternstraße der Kölner Verkehrs-Betriebe kein Ein- und Ausstieg mehr möglich. Die Stadtbahnen fahren ohne Stopps an diesen Haltestellen bis etwa 20 Minuten vor der geplanten Bombenentschärfung.

Für den Autoverkehr wird die Brücke voraussichtlich ab etwa 14 Uhr gesperrt, sowohl auf der rechtsrheinischen Seite am Wiener Platz als auch linksrheinisch vom Niehler Gürtel und von der Straße An der Schanz aus. Lastkraftwagen können entweder die Zoobrücke nutzen oder müssen diesen Bereich wegen der Sperrung der Leverkusener Autobahnbrücke für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen großräumig umfahren. Diesen Fahrzeugen stehen als belastbare Rheinquerung zum Beispiel die südlichen Düsseldorfer Rheinbrücken zur Verfügung, eben so die Rodenkirchener Brücke und die Bonner Autobahn-Rheinbrücken.

Auch die anderen Hauptverkehrsstraßen werden etwa zwei Stunden vor der Bombenentschärfung gesperrt. Ab 14 Uhr soll der gesamte Evakuierungsbereich, also auch alle Straßen, Wege und Grünflächen, geräumt sein. Gegen 15 Uhr wird per Hubschrauber ein Kontrollflug über das Gelände vorgenommen. Direkt anschließend ist geplant, mit der Bombenentschärfung zu beginnen. Die Verkehrsfreigabe erfolgt unmittelbar nach der Entschärfung.

Die Stadt Köln und die Kölner Polizei bittet Autofahrer dringend, den Bereich rund um die Mülheimer Brücke, linksrheinisch und rechtsrheinisch, am morgigen Donnerstag, 29. September, zu meiden. Derzeit kann nicht eingeschätzt werden, wie sich der erste Tag der Lkw-Sperren auf der BAB1 an der Leverkusener Autobahnbrücke auswirkt. Dies könnte die Verkehrslage im Kölner Norden zusätzlich zu den vielen Krankentransportfahrten im Bereich der Sozial-Betriebe Köln noch zusätzlich belasten.

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