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Frauen gegen Gewalt kritisiert Rubrik „Lecker Mädche“ im „Express“

Köln | Der Notruf und die Beratung für vergewaltigte Frauen – Frauen gegen Gewalt e.V. hat einen offenen Brief an den „Express“ und die DuMont Mediengruppe geschrieben. Es geht unter anderem um die Rubrik „Lecker Mädche“. Man kritisiert die Darstellung von Frauen und Werbung für Bordelle. Report-K dokumentiert den offenen Brief im Wortlaut.

Der offene Brief im Wortlaut (kursiv gesetzt)

Sehr geehrte Damen und Herren,

angesichts der aktuellen Situation und Diskussion fordern wir den Express bzw. die DuMont Mediengruppe dringend auf, ernsthaft über den Fortbestand der Rubrik „Lecker Mädche“ (auf der Website unübersehbar direkt neben dem aktuellen Wetter…) und ähnlicher Veröffentlichungen nachzudenken. Solche Formen von sexualisierter Gewalt gegen Frauen und Mädchen, wie in der Neujahrsnacht massenhaft dokumentiert, sind von der Struktur her nichts Neues und sie resultieren nicht zuletzt aus dem Frauenbild, das in den Köpfen der Männer vorherrscht, die die Taten begehen. Und der Menschen, die normalerweise wegsehen und sich nicht einmischen, wenn sie solche Taten beobachten.

Solange es völlig normal ist, dass sowohl in der Online- als auch in Print-Ausgaben einer Tageszeitung eines des renommiertesten Verlages Deutschlands nackte Frauen dargestellt und zur Benutzung / zum Kauf dargeboten werden, brauchen wir uns über reelle Übergriffe weder wundern noch entrüsten. Direkt daneben sind praktischerweise die Anzeigen / Links zu den „besten Huren in Köln und NRW“ zu finden, mit einem Klick ist Mann mittendrin im „FKK-Luderland“ mit preiswerter Happy Hour…! Jungs und Männer jeder Nationalität werden auch damit (sowie durch verharmlosende Berichterstattung bei sexuellen Übergriffen, sexistische Werbung, Puffwerbung auf und in Taxis, erniedrigende Darstellung von Frauen in Musikvideos und vielem mehr) in ihrer Wahrnehmung bestätigt, dass Frauen und Mädchen immer und jederzeit verfügbar sind und das selbst auch so wollen.

Der Skandal liegt unseres Erachtens darin, dass es sich beim Express ja nicht um irgendeine schmierige Pornozeitschrift bzw. um ein Online-Pornoportal handelt, sondern um ein Produkt aus einem seriösen, renommierten Verlagshaus. Wir sind sicher, dass Sie finanziell nicht wirklich auf die Erlöse aus diesen Anzeigen angewiesen sind und die Auflage auch halten können, wenn Sie Sexismus aus der Zeitung verbannen. Wenn man von anderen – zu Recht –Konsequenzen und ein Umdenken fordert, dann sollte man mit gutem Beispiel vorangehen und respektvolles, antisexistisches Verhalten vorleben!

Wenn nicht jetzt, wann dann?!

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