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Friedlicher Protest gegen Soldatengottesdienst im Dom

Köln | Begleitet von friedlichen Protesten vor dem Dom fand am Donnerstag in der Kathedrale der traditionelle „Soldatengottesdienst“ statt. Rund 1.200 Soldaten nahmen daran teil. Anlass ist der „Internationale Weltfriedenstag“. Kardinal Rainer Maria Woelki mahnte in seiner Predigt, in der Hilfe für Flüchtlinge nicht nachzulassen.

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Mit Friedensliedern und einer Unterschriftensammlung für Abrüstung protestierten etwa 50 Friedensaktivisten und Kriegsgegner auf der Domplatte gegen die Eucharistiefeier. Mit satirischen Transparenten und Verkleidungen wandten sie sich unter anderem gegen die Aufnahme von Minderjährigen in die Bundeswehr. Sie forderten keine Soldatengottesdienste mehr im Dom, keine Erhöhung der Rüstungsausgaben, keine Bundeswehr-Einsätze im Ausland und die Unterzeichnung des UN-Atomwaffen-Verbots durch die Bundesregierung.

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Den Internationalen Soldatengottesdienst in Köln gibt es seit 1977. Der erste fand noch in der Apostelkirche statt. Weil sie zu klein war, wechselte man im Folgejahr in den Dom. Zeitweise nahmen bis zu 3.000 Soldaten daran teil. Die Gottesdienstteilnehmer in diesem Jahr kamen us den Seelsorgebezirken Aachen, Nörvenich, Köln, Bonn, Wahn, Siegburg, Düsseldorf und Brunssum (NL), auch Soldaten ausländischer Streitkräfte und Beamte der Bundespolizei waren dabei. Ebenso der Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker aus dem Verteidigungsministerium, ist unter den Teilnehmern. Im Anschluss waren Abordnungen der Soldaten zu einem Gedankenaustausch mit dem Kardinal ins Maternushaus eingeladen.

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