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Heliosgelände: Städtebauliche Entwürfe des Investors vorgestellt - Politik unter Zeitdruck?

Köln | Wie wird das Heliosgelände aussehen? Der Investor stellte durch das Büro ASTOC eine erste städtebauliche Planung vor, die eine Grundlage für den Verkauf des Grundstückes an die Stadt darstelle, so Alexander Jacobi vom Management von Bauwens. Ob es noch einen offenen städtebaulichen Wettbewerb mit einer Mehrfachbeauftragung geben wird, wird die politische Diskussion der nächsten Wochen ergeben. Denn, so die Argumentation von Schuldezernentin Klein und Prof. Kersten Reich die Zeit dränge, wenn man die inklusive Universitätsschule auf dem Heliosgelände realisieren wolle.

Das Konzept des Investors und von ASTOC

Peter Berner vom Büro ASTOC erläuterte die „Städtebauliche Studie Helios Gelände, Köln“. Für die Schule hat man als optimalen Platz die Vogelsanger Straße bis zum Gürtel in einer Art Winkel ausgemacht. Für die Grundschüler ist ein rund 1.100 qm großer Schulhof, leicht erhöht und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich geplant. Die Turnhalle liegt rund fünf Meter darunter. Für die Gesamtschule wird es auch einen Schulhof als Park zur Rheinlandhalle hin geben. Der soll auch nach Schulende für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Dort wo heute Matrazen gehandelt werden und die Brache neben der Einfahrt zum heutigen Parkplatz der Rheinlandhalle soll es eine Blockrandbebauung mit Wohnungen in den oberen und Gewerbe oder Handel in den unteren Geschossen geben. Zwischen den beiden Gebäuden wird einen Grünfläche zur Rheinlandhalle führen. Der Burger King bliebe an seiner jetzigen Stelle. An der Heliosstraße sollen an der Ecke Vogelsangerstraße Kulturgebäude entstehen und dort wo die heutige DQE Halle steht Wohnungen und Büros. Die Heliosstraße soll zu einem Shared Space umgewidmet werden, auf dem Gelände nur Rad- und Fußgängerverkehr gestattet sein. Die Autos sollen in Tiefgaragen parken. Heliosturm, Rheinlandhalle und Helioshaus bleiben als Denkmäler erhalten.

Der Investor sieht in dem Konzept von ASTOC eine wichtige Komponente die Grundkenndaten für das Grundstück festlegen zu können, um etwa das Schulgrundstück an die Stadt veräußern zu können. Die Kritiker an diesem Vorgehen, wünschen sich das Verfahren der Mehrfachbeauftragung um das volle kreative Potential für das Gelände ausnutzen zu können. Besonders kritisiert wird, dass der Zugang zum Gelände nicht an der Ecke Venloer Straße und Ehrenfeldgürtel realisiert, oder zumindest gedacht werde, sondern im ASTOC Entwurf den alten Status Quo beibehält. Die Ehrenfelder Grünen, Deine Freunde, aber auch die BI Heliosgelände machten sich für Mehrfachbeauftragung stark.

Die inklusive Universitätsschule (IUS) und die Zeit

Das Schuldezernat, aber auch die Universität Köln machen Druck. Druck mit der Zeit. Wenn man sich am Primusprogramm des Landes NRW beteiligen wolle, müsse man im August die Bewerbungsunterlagen abgeben und zum Schuljahr 2014/15 mit der Grundschule der IUS beginnen. Die IUS könnte man in der Overbeckstraße gründen, so Dezernentin Agnes Klein. Dann müsse aber spätestens sechs Jahre später der Umzug in die Schule auf dem Heliosgelände erfolgen. Klein will sich nur bewerben, wenn dies gesichert sei. Prof. Kersten Reiche sprach sich wegen des Zeitfensters für das ASTOC Konzept aus. Der Vorschlag der BI Heliosgelände das Schulgrundstück als festgesetzt zu betrachten, aber für die verbleibenden Flächen ein offenes Verfahren zu wählen, wurde von Alexander Jacobi, dem Vertreter des Investors und Grundstückseigners, abgelehnt. Einen einzelnen Verkauf des Schulgrundstückes gebe es nicht, da nur die Annahmen des ASTOC Konzeptes eine Gesamtbewertung des Grundstückes möglich machten. Agnes Klein machte deutlich, dass man als Alternative über den Standort Schmiedegasse für die IUS in Nippes nachdenke.

Die Politik ist am Zug

Jetzt muss die Politik beraten, ob man sich für das ASTOC Konzept als städtebauliche Grundlage, ausspricht und damit den Weg frei macht, um das Grundstück für die IUS zu erwerben, oder einen offenen städtebaulichen Wettbewerb ausschreibt. Der würde zu verwertbaren Ergebnissen im dritten Quartal 2014 führen und rund 100.000 Euro kosten. Sollte man sich für das ASTOC Konzept entscheiden wäre das Verfahren drei Monate schneller. Am Montag um 18 Uhr will die Bezirksvertretung Ehrenfeld beraten, später müssen die Ratsgremien, wie Stadtentwicklungsausschuss und am Ende der Kölner Rat entscheiden. Die Ehrenfelder Grünen wollen anscheinend an der Mehrfachbeauftragung festhalten, bei der SPD sieht man sich durch die Sachzwänge bei der IUS unter Druck und will die Schule auf alle Fälle für Ehrenfeld und das Heliosgelände sichern.

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