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Homophobie im Erzbistum Köln: Pater entschuldigt sich und spricht von Missverständnissen

Köln | In etlichen Kölner Medien wurde berichtet, dass Pater Romano Christen in einem Priesterseminar Homosexualität als therapierbare psychologische Fehlentwicklung darstellte. Dazu nahm das Erzbistum Köln nun Stellung. Der in der Kritik stehende Pater entschuldigt sich und spricht von Missverständnissen. Das Erzbistum distanzierte sich. Generalvikar Dr. Markus Hofmann teilte im Namen von Erzbischof, Kardinal Woelki mit, dass die Aussagen nicht seiner Auffassung entsprächen.

Pater Romano Christen wird in der Mitteilung des Erzbistums schriftlich zitiert: „Mein Vortrag war, wie ich in den letzten Tagen in vielen Gesprächen gelernt habe, unzulänglich und mitunter vielleicht auch so formuliert, dass er Missverständnisse allzu leicht ermöglicht. Es war nicht meine Absicht, homosexuelle Menschen zu verletzen. Sofern das doch geschehen ist, bitte ich um Entschuldigung. Ich halte homosexuelle Menschen nicht für „krank", was ich übrigens im Vortrag so auch nicht gesagt habe. Größtenteils ging in der Berichterstattung auch unter, dass ich Standpunkte Dritter referiert habe. Aber wichtiger ist mir klarzustellen, dass nach meiner Überzeugung jeder Mensch Respekt verdient und niemand wegen seiner sexuellen Orientierung herabgewürdigt werden darf. Dass durch meine Äußerungen ein anderer Eindruck entstanden ist, tut mir leid."

DerKölner Erzbischofs, Kardinal Woelki, der sich derzeit auf einer Reise befindet, will mit dem Pater nach seiner Rückkehr nach Köln ein Gespräch führen. Generalvikar Dr. Markus Hofmann teilt im Namen des Kölner Hirten mit: „Für das Erzbistum Köln halte ich fest, dass wir großen Wert darauf legen, Fragen der Sexualität in der Priesterausbildung intensiv und vorurteilsfrei zu thematisieren und dabei den neuesten Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse darzustellen.“

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