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redaktion_19032020

In eigener Sache: Wie die Redaktion von report-K in der Corona-Krise arbeitet

Liebe Leserinnen und Leser,

zunächst vielen Dank für Ihr Vertrauen und wir, die Redaktion von report-K.de, merken wie sehr Sie nach Informationen suchen an den aktuellen Zugriffszahlen. Wir wollen und wir werden Sie weiterhin mit seriösen Information rund um das Coronavirus, Köln, Deutschland und die Welt versorgen.

Seit vergangenem Freitag ist die Redaktion komplett im Home-Office und arbeitet nicht mehr an einem Ort gemeinsam, sondern tauscht sich digital und per Telefon aus. Die Redaktion und keine Reporter nehmen derzeit mehr an Terminen wie physischen Pressekonferenzen teil, deren Informationen schriftlich, Videokonferenz oder Telefonkonferenz ausgetauscht werden können. Zudem haben wir alle unsere Interviews oder Livestreams in unserem Studio ausgesetzt.

Warum tun wir das?

Es geht um den Schutz und die Gesundheit unserer Interviewgäste, der Menschen, die wir treffen und unserer Mitarbeiter und freien Reporterinnen und Reporter. Es geht um einen wichtigen weiteren Punkt: Wir können nur berichten, wenn wir gesund bleiben. Als Multiplikatoren sind gerade wir Journalistinnen und Journalisten es, die viele Kontakte haben und unsere Kontakte müssen geschützt bleiben. Natürlich beobachten wir aus sicherer Entfernung, wie sich das öffentliche Leben in Köln in der neuen Situation entwickelt. Und wir sehen mit Sorge, dass viele Kölnerinnen und Kölner, gleich ob alt oder jung, die Situation immer noch nicht ernst nehmen und fröhlich social crowden. Kölsche Lebensart kann auch per Telefon oder Skype zelebriert werden. Denken Sie bitte einmal darüber nach.

Hat das Auswirkungen auf die Berichterstattung?

Ja, vor allem auf die Bildberichterstattung, nicht auf die journalistische Berichterstattung, denn Texte können wir schreiben, wenn wir mit Menschen telefonieren, skypen oder uns per Mail austauschen. Wir sehen es aber nicht ein, wie heute an Terminen der Stadt Köln teilzunehmen, um ein Bild zu haben, wie ein Feuerwehrmitarbeiter eine Schutzmaske aufzieht oder einen Rettungswagen desinfiziert. Wir gehen davon aus, dass sich die Leserinnen und Leser von report-K vorstellen können, wie eine Schutzmaske aufgezogen wird.

Wir empfinden es von all den staatlichen Organisationen, allen voran die Stadt Köln, aber auch dem Innenministerium NRW, unverständlich zu physischen und vermeidbaren Presseterminen einzuladen und keine kontaktlosen Alternativen anzubieten. Sollte es natürlich zu Situationen kommen, in denen eine Berichterstattung vor Ort unumgänglich wäre, dann würde ein Vertreter der Redaktion diese wahrnehmen.

Zur wirtschaftlichen Situation

Report-K ist von der Corona-Krise wirtschaftlich schwer getroffen. Das journalistische Angebot ist und war im Gedanken eines freien Internets für alle Menschen frei und kostenlos zugänglich. Es war und ist schwierig, mit Werbung die Kosten überhaupt gegen zu finanzieren. Wir kennen auch den Vorwurf vieler Leserinnen und Leser, auf report-K sei zu viel Werbung. Aber diese Werbung finanziert freien und unabhängigen Journalismus. Dafür sind wir unseren treuen Anzeigenkunden sehr dankbar und es ist klar, dass wir Verständnis haben, dass sie derzeit ihre Anzeigen stornieren. Keine Veranstaltung, kein Banner. Wir spüren dies drastisch, denn es führt zu einem fast 100-prozentigen Umsatzeinbruch, bei gleichzeitig höherer redaktioneller Belastung. Und dieser Umsatz ist für immer verloren. Denn Anzeigenkunden werden für eine abgesagte Veranstaltung nicht nachträglich werben. Das Land NRW und die Bundesregierung legen Programme auf, die für kleinere Unternehmen, wie dem Verlag, der hinter report-K steht, ungeeignet sind, obwohl sie Medien als systemrelevant einstufen. Das Land NRW etwa bietet über die NRW.Bank eine Finanzierung an, die eine Beteiligung der NRW.Bank und damit des Landes NRW vorsieht. Aber wie frei ist ein Medium, wenn das Land NRW beteiligt ist? Sie sehen, die Lage ist ernst, aber wir wollen trotz schwerer Einschnitte durchhalten.

Wir wollen Social Distancing und den Kontakt zu Ihnen halten

Haben Sie Geschichten, nicht nur zu Corona, die Ihnen wichtig sind, zu erzählen? Dann schreiben Sie uns an redaktion@report-K.de Kennen Sie Menschen, die gerade Besonderes leisten in der Corona-Krise in Köln oder wollen Sie von Ihrem Alltag erzählen, dann schreiben Sie oder rufen Sie uns an. Ist Ihr Unternehmen von der Krise betroffen? Erzählen Sie uns Ihre Geschichte, gerne auch telefonisch 0175.2546218

Machen Sie mit beim Social Distancing und halten sie dennoch telefonisch oder digital Kontakt, es ist gut für uns alle.

Schützen Sie sich und Ihre Familien, bleiben Sie gesund und unsere kritischen Leserinnen und Leser. Dafür vielen Dank.

Für die gesamte Redaktion

Andi Goral

Redaktionsleitung

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