Köln Nachrichten Köln Nachrichten

zuelpicher_12122015

Das "Instandbesetzte" Haus in der Zülpicher Straße

„Instandbesetzung“ an der Zülpicher Straße – Eigentümer lenkt ein

Köln | Rund 20 Aktivisten machten gestern auf einen Missstand in der Zülpicher Straße aufmerksam. Sie verschafften sich Zugang zum Eckhaus Joseph-Stelzmann-Straße und Zülpicher Straße. Das Haus steht seit Jahren leer und das in Zeiten in denen Flüchtlinge in Turnhallen untergebracht werden oder Studenten dringend Wohnungen suchen. Die Aktivisten werfen der Stadt vor, mangelnden politischen Willen zu zeigen, um Eigentümer, die jahrelang Wohnraum leer stehen lassen, zu zwingen zu handeln und den Wohnraum wieder zur Verfügung zu stellen. Mittlerweile, so die Kölner Polizei, verhandeln Besetzer und Eigentümer einen Vertrag zur Zwischennutzung.

Ein Passant der vorbeikommt und das Transparent mit der Aufschrift „Wohnraum für alle“ sieht, findet die Aktion gut. Er kritisiert, dass das Haus seit Jahren leer steht. Auch die Gaststätte im Erdgeschoss ist seit Jahren ungenutzt. Auch die Menschen im Veedel wundern sich, dass die Stadt nichts tut. Bilder aus dem Haus zeigen, dass es noch Wohnungen gibt, die völlig intakt sind, sogar möbliert. Ende Mai 2015 stand das Haus schon einmal im Fokus einer Besetzung für nur wenige Tage. Es scheint, dass die Besetzer mit ihrer zweiten Aktion Erfolg haben.

Die Aktivisten stellen klar, dass Wohnraum in Köln dringend benötigt werde: Wohnraum für die Bevölkerung in Köln, die unter der Armutsgrenze lebe. Wohnraum für die Flüchtlinge, die in Notunterkünften, Zelten oder Turnhallen lebten. Es dürfe keinen Wohnraum in Köln geben, der leer stehe. Die Aktivisten fragen: „Wem gehört die Stadt“ und wenden sich gegen eine Verdrängung ärmerer Bevölkerungsschichten aus den Innenstadtlagen. Denn bekanntlich ist dies der Kitt der in europäischen Städten für soziale Balance sorgt: Die Mischung in den Vierteln aus Ärmeren, Mittelstand und Reichen. Gerade in Köln ist und war man darauf immer stolz und eine der Hymnen, die dies besingt, ist „Bei uns im Veedel“. Unter „Instandbesetzung“ verstünden die Aktivisten, so heißt es in einem Flugblatt, Häuser wieder bewohnbar zu machen, denn die Menschen bräuchten bezahlbaren Wohnraum.

Nach Auskunft der Polizei haben sich noch am gestrigen Abend, die „Instandbesetzer“ mit dem Hauseigentümer über eine Zwischennutzung ausgetauscht und geeinigt.

Zurück zur Rubrik Köln Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Nachrichten

33

Köln | Noch bis zum 7. April 2017 haben Kölner die Möglichkeit, Einzelpersonen oder Vereine, die sich bürgerschaftlich in Köln engagieren, für den Ehrenamtspreis 2017 vorzuschlagen. Dann endet die Bewerbungsfrist für „KölnEngagiert 2017“.

Mehr zu „KölnEngagiert 2017“ erfahren Sie hier >>>

Köln | Nach einem Rechtsstreit zwischen dem BAY, Biergarten am Yachthafen und der Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) hat das Oberlandesgericht Köln eine Entscheidung getroffen. Die HGK wollte den Betreiber nicht mehr ein Sommer-Open-Air-Kino am Rheinauhafen betreiben lassen. Damit ist man gescheitert. Es wird weiterhin ein Open-Air-Kino am Harry-Blum-Platz geben und zwar bis mindestens 2020.

Köln | Auf dem Gelände des Leskan-Parks in der Waltherstraße in Köln-Dellbrück sollte im Auftrag der Stadt Köln in einer Gewerbehalle eine Unterkunft für Geflüchtete entstehen. In der ursprünglich für gewerbliche Zwecke genutzten Halle war eine Unterbringung von bis zu 200 Personen in voneinander abgegrenzten Kojen und eine gemeinschaftliche Verpflegung geplant. Diese Plätze stehen nun nicht zur Verfügung, denn der Investor hat sich von dem Projekt zurückgezogen.

AfD-Bundesparteitag 2017 in Köln

KARNEVAL NACHRICHTEN

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets