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Inzidenz in Köln stagniert – ein weiterer Todesfall – Sorgen vor Covid-Infektionen in Katastrophengebieten

Köln | Die Inzidenz in Köln stagniert bei einem Wert rund um 25 und es gibt ein weiteres Todesopfer das an oder mit einer Covid-19-Erkrankung verstarb. Die aktuellen Fallzahlen des Robert Koch-Institut (RKI) für Köln und Deutschland. Sorgen macht den Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und NRW eine mögliche Corona-Ausbreitung in den Katastrophengebieten und Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery warnt vor zu schnellen Öffnungen.

Die Kölner Corona-Zahlen am 19. Juli

Die 7-Tage-Fallzahl liegt in Köln für den Zeitraum 13. bis 19. Juli bei 265 und die 7-Tage-Inzidenz bei 24,4, so das Robert Koch-Institut (RKI). 25 neue Covid-19-Fälle registrierte das Institut am 19. Juli. Ein Mensch starb am 19. Juli in Köln im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Laut DIVI-Intensivregister sind heute Morgen, Abruf 8:16 Uhr, in Köln 9,14 Prozent der Intensivbetten frei. 11 Menschen werden intensivmedizinisch mit einer Covid-19-Erkrankung behandelt und 9 davon invasiv beatmet.

RKI meldet 1183 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt auf 10,9

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Dienstagmorgen vorläufig 1.183 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 83 Prozent oder 537 Fälle mehr als am Dienstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 10,3 auf heute 10,9 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 14.000 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 4.000 mehr als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 34 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 138 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 20 Todesfällen pro Tag (Vortag: 19).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 91.397. Insgesamt wurden bislang 3,75 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Sorge um Corona-Ausbreitung in Katastrophengebieten wächst

In den Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gibt es Befürchtungen, dass durch die Hilfsaktionen und Notunterkunft-Unterbringung vieler Menschen nach der Flutkatastrophe die Zahl der Corona-Infektionen steigt. "Derzeit kommen viele Menschen auf engstem Raum zusammen, um die Krise gemeinsam zu bewältigen. Wir müssen jetzt aufpassen, dass die Bewältigung der Katastrophe nicht zu einem Superspreader-Event wird", sagte David Freichel vom Corona-Kommunikationsstab der Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Das Landesgesundheitsministerium bereite in Absprache mit den Behörden der betroffenen Landkreise eine Sonderimpfaktion in den Katastrophengebieten vor. Viele Rettungskräfte hätten bereits den vollen Impfschutz. An Orten, an denen viele Menschen auf engstem Raum zusammenkommen, sollen Helfer aber dafür sensibilisiert werden, trotz des Ausnahmezustands Corona-Maßnahmen weiter einzuhalten.

Auch in Nordrhein-Westfalen wird ein steigendes Infektionsrisiko in den Hochwassergebieten gesehen. "Eine erhöhte Gefahr der Ausbreitung von SARS-CoV-2 könnte sich vor allem durch die Unterbringung von Personen in Notunterkünften entwickeln", teilte das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mit. Die Gesundheitsämter vor Ort seien sich aber der zusätzlichen Gefahr bewusst.

"Sie kann mit Hilfe von Testungen, Masken und Lüften reduziert werden. In den Notunterkünften wurde vielfach bereits medizinische Versorgungsstruktur etabliert." Zusätzlich bereiteten den örtlichen Behörden die zusammengebrochene medizinische Infrastruktur, etwa durch zerstörte Hausarztpraxen, Sorgen.

Weltärzte-Präsident warnt vor übereilten Lockerungen

Angesichts von erneut rapide steigenden Infektionszahlen warnt Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery vor zu schnellen Öffnungen. Schon die kleineren Öffnungsschritte der vergangenen Wochen hätten die Inzidenzwerte anwachsen lassen, sagte Montgomery den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben). Momentan verdoppele sich die Zahl der Infizierten im Wochenrhythmus.

"Jetzt die Einschränkungen unserer Kontakte einfach fallen zu lassen und `alles zu öffnen` wäre brandgefährlich", erklärte der Mediziner. "Wer das tut, riskiert den Einstieg in die vierte Welle." Stattdessen plädiert Montgomery für ein schrittweises und kontrolliertes Vorgehen.

"Nicht gleich alles aufmachen - wie es in Großbritannien geplant ist - sondern nach und nach mehr Kontakte zulassen." In Innenräumen und überall, wo Mindestabstände nicht eingehalten werden können, sollten laut dem Chef des Weltärztebunds Abstandsregeln und Maskenpflicht erhalten bleiben. Gleichzeitig appellierte er an die Bürger, nicht nur darauf zu schauen, was erlaubt ist und was nicht, sondern aus eigenem Antrieb vorsichtig zu sein.

"Wer einen weiteren totalen Lockdown verhindern möchte, wer unseren Kindern und Jugendlichen einen geregelten Schulbetrieb ermöglichen möchte, der wird sich freiwillig an diese Regeln halten - aus Vernunft", sagte Montgomery. In England sind, trotz hoher und steigender Inzidenz, am Montag fast alle Corona-Einschränkungen gefallen. Joachim Stamp, Landeschef der FDP in NRW, hatte das zum 3. Oktober auch für Deutschland vorgeschlagen.

Es seien hoffnungsfrohe Botschaften, dass die Therapien sich verbessert hätten, Intensivstationen mehr Erfahrung hätten und Geimpfte weniger schwere Verläufe erleben würde, so der Weltärztepräsident. "Aber vergessen wir nicht, wie trügerisch die Infektionszahlen im letzten Sommer daherkommen und welche destruktive Kraft das Virus danach entwickelte."

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