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Irene Franken, Mitbegründerin des Kölner Frauengeschichtsvereins

Irene Franken wird Kölns 4. Alternative Ehrenbürgerin

Köln | aktualisiert Irene Franken wird Kölns vierte Alternative Ehrenbürgerin. Dies gab das über 20-köpfige Bürgerkomitee heute bekannt. Franken veröffentlichte zahlreiche Publikationen zur Kölner Frauengeschichte und ist Mitbegründerin des Kölner Frauengeschichtsvereins e.V.. Die Auszeichnung wird Franken im Januar 2017 in einem Festakt im Kölner Gürzenich verliehen. 

„Ich habe zunächst lange überlegt, ob ich die Auszeichnung überhaupt annehme, weil es so eine große Ehre ist“, gestand Irene Franken heute und betonte: „Ich arbeite schließlich immer in Kollektiven.“ Da es ihrer Sache, der Erforschung und Bekanntmachung der Kölner Frauengeschichte, jedoch gut tun würde, freue sie sich über den Preis. „Es gibt noch so viel zu tun“, betonte Franken. Derzeit arbeite sie etwa daran, Quellen zur Kölner Frauengeschichte zu digitalisieren, um sie im Internet zugänglich zu machen. Zudem will der von ihr mitbegründete Verein Kölner Frauengeschichte die im eigenen Archiv gesammelten Materialien nutzbar machen. Ganz neu wurde zudem ein eigenes „Wiki“ über Persönlichkeiten der Kölner Frauengeschichte im Netz gegründet, in das der Verein noch viel Arbeit stecken will. Die Auszeichnung als „Alternative Ehrenbürgerin“ soll „dabei helfen, dass alles, was sie noch tun will, schnell zum Erfolg führt“, begründete heute Kabarettist und Komitee-Mitglied Jürgen Becker die Wahl.

"Wahrnehmung der gesamten Geschichte verändert"

Den Kölner Frauengeschichtsverein e.V. gründete Irene Franken zusammen mit anderen im Jahr 1986. Seitdem bietet der Verein nicht nur Rundgänge an, sondern erforscht auch deren Geschichte in Köln. „Und damit hat sie die Wahrnehmung der gesamten Geschichte verändert“, betonte heute Martin Stankowski, Publizist, Kabarettist und Mitglied im Bürgerkomitee der „Alternativen Ehrenbürger“. Denn erst der Blick auf die Frauen in der Geschichte hätte gezeigt, dass Geschichtsschreibung immer subjektiv sei. Darüber hinaus veröffentlichte Irene Franken zahlreiche Publikationen zur Kölner Frauengeschichte etwa zu der Hexenverfolgung in Köln, über die Kölnerin Anna Maria van Schurmann oder die Schriftstellerin Irmgard Keun. 1995 erschien „Frauen in Köln: Der historische Stadtführer“.

Irene Frankens Interesse für die Kölner Frauengeschichte wurde im Studium der Geschichtswissenschaften an der Universität zu Köln geweckt. Dort sei ihr aufgefallen, dass im gesamten Studium nur eine Frau behandelt worden sei. Daraufhin begann Irene Franken selbst zu forschen. Bekannt wurde die künftige alternative Ehrenbürgerin zudem durch zwei Interventionen in die Kölner Stadtgemeinschaft. 1986 setzte sie sich dafür ein, dass das „Seidenmachergässchen“ den neuen Straßennamen „Seidenmacherinnengässchen“ erhielt, nachdem sie nachweisen konnte, dass allein Frauen in diesem Beruf tätig waren. Und 1987 erreichte sie nach zähem Ringen, dass 18 Frauen aus der Kölner Stadtgeschichte einen Platz am Ratsturm erhielten – von über 124 Skulpturen, die damals neu konzipiert wurden.

Preisverleihung im Januar im Gürzenich

Die Verleihung der „Alternativen Ehrenbürgerschaft“ wird am 8. Januar 2017 im Kölner Gürzenich stattfinden. Moderiert wird die Veranstaltung durch Jürgen Becker. Die Laudatio wird Dr. Kerstin Wolff von der Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung halten. Ziel der „Alternativen Ehrenbürgerschaft“ ist es, „Menschen zu würdigen, die sich um die Stadt verdient gemacht haben“, erklärte heute Martin Stankowski, dafür  von ratsoffizieller Seite jedoch keine oder zu wenig Anerkennung erhielten. Die Auszeichnung wurde bislang dreimal vergeben. Als erster „Alternativer Ehrenbürger“ wurde 2002 Pfarrer Franz Meurer für sein soziales Engagement in Köln-Höhenberg/ Vingst ausgezeichnet. 2006 war der Künstler Gunter Demnig der Preisträger für seine Kunstaktion „Stolpersteine“. 2011 wurde Hedwig Neven DuMont, Vorsitzende des Vereins „wir helfen“ und Mitbegründerin des „Rom e.V.“ mit dem Preis gewürdigt. Das Bürgerkomitee setzt sich aus über 20 Bürgern der Stadt zusammen.

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