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Architekt Peter Busmann erläutert seinen Alternativ-Entwurf.

Jüdisches Museum: Kölner Initiative startet Bürgerbegehren – Kritik an geplanter Umsetzung

Köln | Das „Netzwerk Bürgerbegehren Rathausplatz“ getragen von Lothar Theodor Lemper, ehemaliger Kulturausschussvorsitzender der Stadt Köln, Martin Müser Politiker der Freien Wähler sowie Werner Peters von der Initiative "Mut zu Verzicht", starteten heute eine Unterschriftenaktion. Ziel ist es, den Bau des von der Stadt Köln geplanten Jüdischen Museums in seinem vom Rat verabschiedeten Umfang zu verhindern und den Weg zu einer alternativen Lösung freizumachen. Die Initiatoren kritisieren die hohen Kosten des Baus, der mit rund 52 Millionen Euro veranschlagt sind, sowie das bisherige Fehlen eines Museumskonzepts.

Dabei sei man nicht per se gegen den Bau eines Jüdischen Museums so die Initiatoren. Vielmehr strebe man eine kostengünstigere Lösung an. Der geplante Neubau, eine verkleinerte Version des ursprünglich geplanten Museumsbau verfüge über keinen direkten Publikumseingang am Gebäude selbst und werde aufgrund der geänderten Raumaufteilung im Inneren des verkleinerten Entwurfs seiner ursprünglichen Funktion nicht gerecht.

Einen Alternativentwurf präsentierte die Initiative bei der heutigen Vorstellung ihres Bürgerbegehrens ebenfalls. Er stammt aus der Feder des Kölner Architekten Peter Busmann. Der Plan sieht vor, auf den Museumshochbau zu verzichten, den ursprünglichen Platzcharakter wiederherzustellen und durch Einebnung des gesamten Rathausplatzes die Bodendenkmäler der Archäologischen durch große Glaskonstruktionen hindurch nach Außen sichtbar zu machen.   

Ziel des Bürgerbegehrens ist es, die knapp 24.000 benötigten Stimmen zusammenzubekommen, um vom Rat der Stadt angehört zu werden. Dort solle dann entschieden werden, ob es im Anschluss, wie etwa geschehen im Falle des Godorfer Hafens, ein Bürgerentscheid eingeleitet werde, um die Kölner Bürgerinnen und Bürger über eine eventuelle Änderung des bisherigen Museumsbaus abstimmen zu lassen, so die Initiatoren. Dem Aufruf einer vorangegangene Initiative mit dem Namen „Mut zum Verzicht“ mit dem selben Inhalt wie das heute gestartete Bürgerbegehren waren laut Macher Werner Peters insgesamt 3.000 Personen gefolgt. Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln unterstützt die Aktion des Netzwerks, will sich aber laut Angaben ihres Vorsitzenden  Bernd
Petelkau nicht aktiv daran beteiligen.

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