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Afrikanische Klänge zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes. Nicht der einzige Hinweis auf die Internationalität, die sich die Organisatoren vorgenommen haben.

Köln-Ehrenfeld hat einen neuen Weihnachtsmarkt

Köln | Im Hof des Herbrands in Köln-Ehrenfeld gibt es seit dem gestrigen Mittwochabend einen neuen Weihnachtsmarkt. An 24 Ständen im weitläufigen Innenhof der beliebten Lokalität gibt es Kulinarisches aus acht Ländern, ein tägliches Bühnenprogramm sowie weitere Spezialitäten.

„Die Logistik dahinter war eine große Herausforderung“, beschreibt Metin Izman, Geschäftsführer des Herbrand's die Vorbereitungen. Gelohnt habe es sich, wie der gestrige Rundgang durch das Areal belegt. Sämtliche kulinarischen Angebote werden vom Herbrand's gemanagt, bei anderen Standbetreibern haben sich die Organisatoren vor allem Anbieter nachhaltiger Produkte ausgeguckt.

Regional und International als Roter Faden

So finden sich an einem Stand Upcycling-Produkte, also weggeworfene oder ausrangierte Gegenstände, die mit Geschick und Kreativität zu individuellen Möbelstücken oder Accessoires umgearbeitet wurden. An anderen Ständen finden sich verschiedene Essigsorten, deren Zutaten aus biologischem Anbau standen, eine Imkerei in der dritten Generation, in der man Patenschaften für Bienenvölker übernehmen kann. Hier versucht der Betreiber vor allem regionale Partner ins Boot zu holen.

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Glühwein aus einer Replica des ersten Waggons, den die ehemalige Fabrik am Standort in Ehrenfeld produzierte.

Zu den kulinarischen Angeboten gehören Langos, eine ungarische Spezialität. Die spezielle Mischung aus Kartoffeln und Hefe wird als Fladen in heißem Öl fritiert und anschließend wahlweise süß oder herzhaft belegt. Auch Spezialitäten aus Frankreich (Elsässer Flammkuchen), der Schweiz (Raqulett-Varianten), Spanien (Turrón), Belgien (Waffeln) oder Kanada (Stuffed Pork oder Stuffed Turkey) laden zum Schlemmen ein. Auch die deutsche Spezialität Reibekuchen darf hier nicht fehlen.

Glühwein gibt es an gleich zwei Ausschankstellen. Zum einen hat das Herbrand's einen eigens dafür angefertigten Waggon auf dem Gelände plaziert. Er erinnert an die Historie der früheren Waggonfabrik P. Herrmann, die hier im Jahr 1876 die Produktion aufnahmen. In der großen Weihnachtshütte haben die Betreiber in den Archiven das entsprechende Belegfoto gefunden und ausgestellt.

Soziale Komponente gleich doppelt berücksichtigt

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Kooperationspartner Kölner Flüchtlingsrat e.V. ist mit einem eigenen Stand auf dem Weihnachtsmarkt im Herbrands vertreten.

Gleich zweifach versuchen die Betreiber auch den sozialen Aspekt zu bedienen. Zum einen wurden alle Aufbauten von einem Beschäftigungsträger in Hürth bei Köln, der Wir gGmbH, errichtet. Als Behindertenwerkstatt gibt der Beschäftigungsträger auch Menschen mit Handicap eine berufliche Perspektive. Zum zweiten gibt es für diesen Weihnachtsmarkt eine Kooperation mit der Flüchtlingshilfe, die auf dem Areal mit einem eigenen Stand vertreten sind. Zusätzlich will Betreiber Izman pro verkaufter Tasse Glühwein 25 Cents für das Kölner Flüchtlingswerk bereitstellen.

Tägliches Bühnenprogramm mit internationalen Gigs

Im hinteren Teil des Areals gibt es zudem eine Bühne mit täglich wechselnden Bands und Programmpunkten, passenderweise direkt vor dem historischen Glühweinausschank. Das richtet sich an Jung und Alt, speziell an den Wochenende vor allem an Familien und deren Kinder. Den Anfang machte am gestrigen Mittwoch eine afrikanische Band. Trotz frischer Außentemperatur und Nieselregen wurde auch das Publikum schnell warm mit den Musikern.

Der Weihnachtsmarkt wird bis zum vierten Advent (23. Dezember 2018) geöffnet bleiben. Dienstag bis Freitag ist von 17 bis 22 Uhr, an den Wochenendtagen von 12 bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintrit ist frei.

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