Köln Nachrichten Köln Nachrichten

hogesa_19102015

Köln stellt sich quer gegen erneuten Hogesa-Aufmarsch

Köln | Wenn sich am Sonntag in der Innenstadt wieder die als rechtsextrem eingestufte Gruppierung Hogesa zu einer Kundgebung trifft, wird es ein breites Aktionsbündnis geben, das deutlich machen will, dass in der Stadt keine Gewalt gegen Flüchtlinge und Andersdenkende toleriert wird. Mehrere Gruppen wie „Köln stellt sich quer“ und „Köln gegen Rechts“ rufen zu Gegendemonstrationen auf. Am Hansaring wird es das Kulturfest Birlikte auf zwei Bühnen geben.

Null Toleranz

„Rassismus ist keine Meinungsfreiheit, sondern ein Verbrechen. Man kann nicht wie in Dresden mit einem Galgen herum laufen, das geht nicht“, ruft Kabarettist Fatih Cevikkollu für Arsch huh zur Wachsamkeit und zu Null Toleranz gegen Pegida, Hogesa & Co. auf. Er selbst hat den gewalttätigen Aufmarsch im Vorjahr als Anwohner miterlebt. „Was soll ich meiner Tochter sagen, wenn sie fragt, was machen die vielen Menschen da vor unserer Haustür.“

OB Jürgen Roters zeigt sich noch immer erschüttert vom fremdenfeindlich motivierten Anschlag auf seine Nachfolgerin Henriette Reker. „Das war ein gezielter Mordversuch. Er hat nicht nur Köln aufgeweckt, sondern die gesamte Republik erschüttert. Es ist unfassbar, dass hier Menschen in Gefahr sind, weil sie sich in der Stadt für Demokratie einsetzen“, sagt Roters und fordert die Kölner auf, am Sonntag Flagge zu zeigen und für eine lebendige Demokratie einzustehen.

Für FC-Präsident Werner Spinner war der Hogesa-Aufmarsch im Vorjahr eine Zäsur, zeitgleich ist er froh, „dass es in der Fanszene des FC keine rechtsradikalen Strömungen gibt. Wir beim FC haben mit unserer Reichweite eine gesellschaftliche Verantwortung und können diese auch Sonntag zeigen. Die aktive Fanszene hat angekündigt, an den Gegendemonstrationen teilzunehmen“, sagt Spinner. Allerdings berichtet er, dass nach dem der FC sich für Flüchtlinge eingesetzt hat, „gegen uns im Internet gepestet wurde und es auch Austritte im Verein gab“.

„Köln ist eine Stadt, die für Offenheit und Willkommen steht. Wir müssen am Sonntag Hogesa die Rote Karte zeigen, eine Rote Karte gegen Hass und Ausgrenzung. Wir müssen am Sonntag zeigen, wofür die überwältigende Mehrheit steht – für Demokratie und Toleranz. Es ist wichtig, dass sich die Stadtgesellschaft zahlreich und vielfältig präsentiert“, sagt Hannelore Bartscherer, Vorsitzende des Katholikenausschusses Köln.

Erste Demo bereits am Samstag

Bereits am Samstag startet um 16 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz eine Demo zu der „Köln gegen rechts“ unter dem Motto „Grenzen auf für alle“ aufruft. Sie führt zur Zentralen Ausländerbehörde, wo man gegen Abschiebungen demonstrieren will. Am Sonntag sind zwei Demostrationszüge geplant. Um 11 Uhr trifft sich „Köln gegen Rechts“ wieder auf dem Bahnhofsvorplatz und zieht von dort bis zum Hansaring. Man wolle mit „zivilem Ungehorsam“ die Kundgebung und eine mögliche Demonstration von Hogesa verhindern, heißt es von den Veranstaltern. Der zweite Demonstrationszug von „Köln stellt sich quer“ führt ab 12 Uhr von der Kirche St. Kunibert zum Hansaring.

Dort findet ab 14 Uhr auf zwei Bühnen das Programm des Kulturfestes Birlikte statt. Mit dabei sind ab 14 Uhr unter anderem Memoria, das Schauspiel Köln, Lenny Arrived, Erdmöbel, Cheru, Chango Leon, Brings, Kasalla, Cat Ballou, die Stunksitzung, Wilfried Schmickler, Microphone Mafia feat. Höhner und Fatih Cevikkollu.

Bereits ab 12 Uhr sind alle dazu aufgerufen, Musik im Eigelstein und im Kunibertsviertel zu machen und so die Veedel zu besetzen, durch die im Vorjahr Hogesa gezogen ist. Die geplanten Veranstaltungen sollen auch dann stattfinden, wenn das Verwaltungsgericht die Kundgebung von Hogesa doch noch verbieten solle, wozu man nochmals an die Richter appellierte.

Zurück zur Rubrik Köln Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Nachrichten

Köln | auf dem Gelände der Klinik des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) hat der Kampfmittelräumdienst heute in den Morgenstunden nach einem Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gesucht. Er fand allerdings nur Teile der Bombe. Damit ist die Evakuierung der Anwohnerinnen und Anwohner abgeblasen.

meschenich_24012020

Köln | Tausende von Fahrzeugen, PKW, Sprinter und schwere LKW fahren täglich durch den Ortskern von Köln-Meschenich und teilen den Ort in zwei Hälften. Für die Menschen in Meschenich eine immense Belastung. Damit soll 2023 Schluss sein, wenn die 3,3 Kilometer lange Ortsumgehung fertig sein wird. Heute war Spatenstich.

st_severin_step_24012020

Das neue Jahrbuch des Fördervereins Romanische Kirchen bietet eine spannende Bestandsaufnahme der Basilika in der Südstadt.

Köln | „Die Sanierung von St. Severin hat viel Zeit, Arbeit und Geld gekostet. Aber es hat sich gelohnt. Immer wieder haben wir hier Besucher, die tief beeindruckt sind. Das gilt vor allem dann, wenn die Sonne scheint und ihr Licht mit dem Innenraum spielt. Im vergangenen Jahr haben wir insgesamt 39.000 Besucher jenseits der Gottesdienste gehabt. Ich habe hier das Gefühl, an dem Ort angekommen zu sein, wo ich immer hin wollte“, sagt Johannes Quirl, der seit 27 Jahren der Pfarrer von St. Severin im Herzen der Kölner Südstadt ist.

karnevals

Der Kölner Karneval plaudert am Roten Fass von report-K.de, Kölns Internetzeitung über die Session 2020.

In der kommenden Woche vom 28.-30. Januar zu Gast am Roten Fass:
Fidele Kaufleute Köln
Amazonen Corps Frechen
Unger Uns
Porzer Rhingdröppche
Prinzessin Laura-Marie
Dorfgemeinschaft Widdersdorf
Große KG Greesberger
Schokolädcher
Schmuckstückchen 2008
Römergarde Weiden
Die Jungen Trompeter
Tanzpaar Große Knapsacker
Annegret vom Wochenmarkt
Jupp Menth

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

KARNEVAL NACHRICHTEN

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >

SONDER-VERÖFFENTLICHUNG

--- --- ---
Anzeige

Jeck_digital_report_K_2020-1

Bestellen Sie kostenlos die "jeck + digital"-Broschüre von report-K:
marketing[at]report-K.de