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Kölner Ehrenamtstag: Tugba Tkkal und die Scoring Girls ausgezeichnet

Köln | Strahlender Sonnenschein beim 18. Ehrenamtstag der Stadt auf dem Kölner Heumarkt. Die Stadt Köln sagt, mehr als 200.000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich in Köln und denen dankte Oberbürgermeisterin Henriette Reker heute. Die Vereine, Organisationen und Institutionen informierten die Bürger auf dem Heumarkt, mit dabei unter anderem der BUND oder die DLRG.

Besonders viel Aufmerksamkeit erzielte die Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes. Sogar ein eigener Parcours war aufgebaut und bei der DLRG wurde im Akkord Leben gerettet - natürlich nur an einer Puppe. Über 130 Vereine gibt es in Köln und einige von ihnen wurden Mit dem Ehrenamtspreis "Köln engagiert" ausgezeichnet unter anderem ein medizinischer Dienst für Obdachlose oder Tugba Tkkal, die Scoring Girls gründete, wo Flüchtlingsmädchen Fußball trainieren. Der diesjährige Ehrenamtspate ist Matthias Opdenhövel. Auf der Bühne Showacts wie die International Dancers der RheinFlanke, der Rheinische Turnerbund vom Zentrum der Deutschen Sporthochschule, Mo Torres und Miljö.

Leserbrief zum Ehrenamtstag der Stadt Köln

Am Wochenende fand der „Tag des Ehrenamt“ statt. Wie jedes Jahr war alles von der Kommunalstelle zur Förderung und Anerkennung Bürgerschaftlichen Engagements gut organisiert. Neben der Ernennung von Preisträgern in verschiedenen Kategorien gab es die Ehrenamtsbörse auf dem Heumarkt und Alter Markt, wo ehrenamtlich tätige Vereine und Privatpersonen ihre Betätigungsfelder vorstellen konnten. Dazu gehören die Bereich Suchtberatung und Suchthilfe, Entwicklungshilfe, Naturschutz, Alten- und Jugendhilfe, Integration, Sportvereine, Katastrophenschutz, Städtepartnerschaft, Gesundheitsselbsthilfegruppen, Reservistenverbände und auch Stadtgeschichte. Insgesamt ein sehr breites Spektrum.
Lt. Auskunft der Stadt Köln (siehe anhängendes Diagramm) arbeiten ca. 200.000 Ehrenamtler für die Stadtgesellschaft. Da die Ehrenamtler nicht 8 Stunden pro Arbeitstag arbeiten, wurde die Anzahl in dem hier angehängten Diagramm auf 40.000 herrunter gerechnet. Dies sind immer noch ca. 2,6 mal so viel Arbeiter wie alle Angestellten der Stadt zusammen. Würden alle Ehrenamtler Ihre Arbeit einstellen, würde die Stadtgesellschaft zusammen brechen.

Die Oberbürgermeisterin Frau Recker ging nach den Reden über den Markt und hat sich an einzelnen Ständen informiert. Leider hat man die Dezernentinnen und Dezernenten, deren Arbeitsgebiet hier kostenlos unterstützt werden, vergeblich gesucht. Es ist traurig, dass die Dezernenten Dr. Stephan Keller (Dezernat I - Recht und Verwaltung) , Dr. Agnes Klein (Dezernat II - Bildung, Jugend, Sport),  Dr. Harald Rau (Dezernat V - Soziales, Integration und Umwelt)  und Frau Laugwitz-Aulbach (Dezernat VII - Kunst und Kultur) es nicht für nötig halten, die Ehrenamtler an diesem Tag zu besuchen und sich nach deren Sorgen oder Vorschlägen zu erkundigen um die ganze ehrenamtliche Arbeit zu erleichtern. Einen Dank auszusprechen ist eine Sache, aber zur tatkräftigen Unterstützung zum Wohl aller gehört mehr.

Woher kommt wohl der Eindruck bei weiten Teilen der Ehrenamtler, dass Ehrenamtler nur lästige Bittsteller sind die nicht wissen wohin mit der Freizeit?

Werner Müller

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