Köln Nachrichten Köln Nachrichten

knoellchen_step_29072020

Kölner Stadtverwaltung bietet Parksündern neue Bezahlmöglichkeit an

Das Knöllchen an der Supermarktkasse bezahlen

Köln | Mehr als 722.000 Knöllchen im Wert von insgesamt zehn Millionen Euro mussten im vergangenen Jahr in Köln von den Autofahrern bezahlt werden, die ihr Fahrzeug in der Stadt falsch geparkt hatten. Bislang war die Bezahlung nur per Überweisung oder einer der wenigen Zahlstellen der Stadtkasse möglich. Das wird sich ab heute ändern. Wenn jetzt das Schreiben zum Verwarngeld im ruhenden Verkehr im Briefkasten liegt, findet sich dort nicht nur das Überweisungsformular, sondern auch ein abtrennbarer Coupon mit einem Barcode.

Mit diesem kann der Empfänger zum nächsten Super- oder Drogeriemarkt gehen und dort einfach das Knöllchen an der Kasse mit bezahlen. Es wird genauso wie der Barcode zum Beispiel auf einer Packung Nudeln an der Kasse eingescannt. Dort kann die Rechnung in bar oder mit Karte beglichen werden. Am Ende gibt es neben dem Kassenzettel eine extra Quittung, mit der die Zahlung später nachgewiesen werden kann.

Dabei bleiben der Name oder andere personenbezogene Damen sowohl für den Supermarkt als auch für den Systemanbieter, die Cash Payment Solutions GmbH, anonym. Da zum Beispiel auch Mobilfunkanbieter die Zahlung an der Supermarktkasse anbieten, ist nicht erkennbar, welchen Anlass die Zahlung hat. Genutzt wird das System unter anderem auch von der Bundesagentur für Arbeit – hier laufen Auszahlungen über die Kasse im Einzelhandel. Dass eine Stadt diese Bezahlmöglichkeit für Verwarngelder imit diesem Volumen nutzt, ist bundesweit bislang eine Premiere.

Insgesamt 12.000 Filialen im Einzelhandel sind Geschäftspartner von Cash Payment Solutions. Dazu gehören Real-, Rewe- und Penny-Märkte, Drogeriemärkte wie Rossmann oder dm, Baumärkte wie Toom oder auch Tankstellen. Ein QR-Code auf dem Schreiben der Stadt zeigt an, wo sich die nächstgelegene Filiale befindet. Genutzt werden kann der Service zum Beispiel auch von einem Düsseldorfer oder Wuppertaler, der sich in Köln ein Knöllchen eingehandelt hat, er kann dieses direkt in seiner Stadt an der Supermarktkasse bezahlen. Damit steht der Service bundesweit zur Verfügung.

Ziel der Stadt ist es zum einen, die Digitalisierung der Verwaltung voranzutreiben und dem Bürger einen einfachen und alltagstauglichen Service anzubieten. „Es kann schnell passieren, dass man bei der Bezahlung die Frist verpasst und dann das folgende Bußgeld höher ausfällt. Das kann man vermeiden, wenn man das Verwarngeld unkompliziert beim Einkaufen mitbezahlt. Das spart der Stadt den Mehraufwand und dem Bürger die Mehrkosten“, sagt Stadtkämmerin Dörte Diemert, die das Verfahren direkt im nahegelegenen Supermarkt selbst testet.

Das Ganze ist ein auf ein Jahr angelegtes Pilotprojekt, in das die Stadt knapp 75.000 Euro an Anlaufkosten investiert hat. Jetzt entscheidet die Akzeptanz beim Bürger, ob das Verfahren beibehalten oder auch noch ausgeweitet wird. Möglich wären zum Beispiel Verwarngelder im fließenden Verkehr oder auch städtische Dienstleistungen wie ein Anwohnerparkausweis künftig im Supermarkt zu bezahlen. Mit anderen Städten, die sich für das Projekt interessieren, steht man bereits im Austausch.

Zurück zur Rubrik Köln Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Nachrichten

Köln | Am Escher See ist ein Abwasserrohr gebrochen. Es handelt sich um einen Mischwasserkanal. Durch den Rohrbruch ist ein Teil der Böschung in den See gerutscht.

corona_23102020

Köln | aktualisiert | Die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) mussten korrigiert werden, weil es dort am 22. Oktober einen Serverausfall gab. Die fehlenden Zahlen finden sich heute in der Statistik des RKI. In Köln steigt die Inzidenzzahl auf 136,8 für den Zeitraum 17. bis 23. Oktober. Für Deutschland zählt das RKI, unter Berücksichtung der nachermittelten Zahlen, 14.714 Neuinfizierte an einem Tag.

reker_23102020

Köln | Der Krisenstab der Stadt Köln informierte heute die Öffentlichkeit über die Pandemielage in Köln. Nur bei der Hälfte der Neuinfizierten ist bekannt, wo und wie sie sich infizierten. Zudem steigen die Infektionszahlen in den Alten- und Pflegeheimen und die Zahl der Patientinnen und Patienten die in Kliniken und Intensivstationen verlegt werden müssen steigt deutlich.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

KOMMUNALWAHL 2020

wahlbox

Report-K berichtet intensiv über die Kommunalwahl am 13. September 2020. Hier finden Sie alle Informationen rund um die Kommunalwahl, Interviews mit Kandidatinnen und Kandidaten. 2020 wählt Köln einen neuen Rat, 9 Bezirksvertretungen, den Integrationsrat und eine oder einen Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister. Hier finden Sie alle Infos zur Kommunalwahl 2020 in NRW >

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >