Köln Nachrichten Köln Nachrichten

wein_pixabay_10072018

Begrünte Fassade

Kölner Wissenschaftler bescheinigt begrünten Fassaden Klimafreundlichkeit

Köln | Wissenschaft misst, so auch Wissenschaftler von der Universität zu Köln und dem Forschungszentrum Jülich, die Tagestemperatur-Verläufe an Fassaden, die mit Efeu oder nicht begrünt waren gemessen haben. Das Fazit der Wissenschaftler: „Begrünte Fassaden in den Städten helfen gegen Feinstaub, Stickoxide und Hitze“ und können sich somit positiv auf das Stadtklima auswirken.

Kletterpflanzen wie Efeu kühlen im Sommer die Hausfassade und im Winter wirken sie wärmeisolierend. Das zeigen die Vergleichsmessungen mit nicht begrünten Fassaden. Besonders interessant in stark belasteten Städten wie Köln dürfte auch eine weitere Erkenntnis sein: Die begrünten Fassaden sind in der Lage gesundheitsschädliche Stickoxide und Feinstaubpartikel zu absorbieren und zu filtern. Im Ergebnis zeigte die grüne bewachsene Fassade im Sommer im unteren Temperaturbereich Temperaturschwankungen von 10 bis 13 Grad Celsius am Tag, während die Temperatur einer kahlen Hausfassade um bis zu 35 Grad Celsius schwankte.

In der Mitteilung der Universität zu Köln findet sich ein weiterer interessanter Punkt: „Zusammen mit dem Forschungsinstitut Jülich untersuchten die Kölner Forscher zudem die Wirkung von Efeu auf die Absorption von Stickoxiden (NOx) und die Adsorption (Bindung und Anreicherung von Stoffen an die Blattfächen) von Feinstaub mit einer durchschnittlichen Größe von 2,5 Mikrometer (PM 2,5).  Sie konnten zeigen, dass Efeu die gesundheitsschädlichen Stickoxide absorbierte und den Feinstaub filtrierte. Zudem hat die Bepflanzung einen positiven Effekt auf die Absorption des Treibhausgases CO2.“

Die Wissenschaftler folgern daraus, dass die Städte im Sommer intensiv aufgeheizt und im Winter schnell auskühlen, weil das Verhältnis der wenigen freien Grünflächen zu Asphalt-, Beton-, Dach- und Fassadenflächen extrem gering ist. Begrünte Fassaden könnten, nach dem Urteil von Biologe Edelmann, eine sinnvolle Maßnahme sein, um sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen.

Edelmann erklärt schriftlich: „Leider haben mit Kletterpflanzen bewachsene Fassaden zumindest in der deutschen Gesellschaft bislang kein gutes Image. Sie werden von vielen Menschen als Indikator für Vernachlässigung und Verfall von Gebäuden, als gebäudeschädigend und betreuungsintensive Gewächse angesehen." Die Empfehlung des Biologen sind typische Fassaden-Kletterpflanzen, wie der Efeu (Hedera helix) mit zahlreichen Sorten oder der Wilde Wein (Parthenocissus). Diese Sorten sind sehr anpassungsfähig und trockenheitsverträglich und gedeihen auch an verhältnismäßig anspruchslosen Standorten.

Rat beschließt Förderkonzept

In der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause beschloss der Kölner Stadtrat ein Förderkonzept für Dach- und Fassadenbegrünung im Wert von drei Millionen Euro. Die Kölner Kommunalpolitik will damit Bürgerinnen und Bürger und Vereine und Initiativen unterstützen und anregen, private Haus- und Hofflächen zu begrünen. In einer Mitteilung der Stadt werden die Rahmenbedingungen beschrieben: "Das Förderkonzept umfasst ein Finanzvolumen von drei Millionen Euro, es startet im Sommer und ist zunächst auf fünf Jahre angelegt. Gefördert werden zum Beispiel der Aufbau einer Vegetationsschicht, die Entfernung von versiegelnden Bodenbelägen, Rank-Hilfen und bodengebundene Fassadenbegrünungs-Systeme, Pflanzen und Pflanzmaßnahmen, Abbruch von Mauern, Zäunen und Gebäuden und das Anlegen von Hochbeeten. Die Vorlage des Umweltamtes sieht einen Zuschuss von 50 Prozent der als förderungsfähig anerkannten Kosten, höchstens jedoch 40 Euro pro Quadratmeter gestalteter Dach-, Boden- und Fassadenfläche, vor. Pro Antragsteller und Jahr werden maximal 20.000 Euro gefördert."

Zurück zur Rubrik Köln Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Nachrichten

priester_pixabay_16122018

Köln | Das Erzbistum Köln hat Strafanzeige wegen Betrugs gegen einen ehemaligen Priester aus Bertoua/Kamerun erstattet, der fremdsprachliche Seelsorgedienste übernommen hat, obwohl er wegen sexuellen Missbrauchs in seinem Heimatland seit 2013 aus dem Priesterstand entlassen und laisiert ist.

Köln | Seit dem 6. Dezember gibt es eine Dauerkundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz in Köln. Ein Kurdischer Verein aus Bonn meldete die Kundgebung an. Es geht um die Solidarität mit Leyla Güven, einer HDP-Abgeordneten, die in der Türkei inhaftiert und seit 37 Tagen dort im Hungerstreik ist. Ihr Hungerstreik richtet sich gegen die Isolationshaft des PKK-Chefs Abdullah Öcalan.

14122018_Evakuierungsradius_StadtKoeln

Köln | aktualisiert | Auf einem Grundstück an der Aachener Straße in Köln-Braunsfeld ist am heutigen Freitag ein nicht detonierter Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der 250 Kilogramm schwere Blindgänger sollte noch heute entschärft werden. Die Aachener Straße ist derzeit bereits in beide Richtungen gesperrt. Rund 8.000 Menschen sind von den Sperrungen betroffen. 19:16 Uhr > Die Entschärfung ist erfolgreich beendet worden.

Von der Evakuierung betroffene Menschen finden eine vorübergehende Unterkunft hier:

Bezirksrathaus Lindenthal, Aachener Straße 220

Abelbauten des Rheinenergiestadions, Olympiaweg 7

Ehrenamtspreis Köln 2018

ehrenamtspreis_zusammen_31082108neu_klein

Die Kölner Ehrenamtspreisträger 2018

In einer Multimedia-Reportagereihe beschäftigte sich report-K Redakteur Ralph Kruppa im Vorfeld des Kölner Ehrenamtstages am 2. September 2018 mit den Gewinnern des Ehrenamtspreises der Stadt Köln in den Kategorien Einzelpersonen und Vereine/Initiativen. Ergebnis ist eine Serie, die eine beeindruckende Vielfalt an Themen sowie einen Einblick in die Geschichten der einzelnen gewürdigten Persönlichkeiten zeigt.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

KARNEVAL NACHRICHTEN