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17052018_Bambuslemuren_WScheurer

Mutter und Kind - noch innig vereint. Derzeit steht das Geschlecht des Jungtieres noch gar nicht fest.  Bild: Kölner Zoo/W.Scheurer

Kölner Zoo: Bambuslemuren haben Nachwuchs bekommen

Köln | Anfang Mai dieses Jahres gab es im Gehege der Großen Bambuslemuren im Kölner Zoo eine freudige Nachricht. Die Eltern „Ivy“ und „Woody“ brachten erneuten ein gesundes Jungtier zur Welt. In ihrer natürlichen Umgebung im östlichen Madagaskar schätzen Experten den Bestand auf nur noch wenige Hundert Tiere.

Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass die beiden Elterntiere erneut Nachwuchs bekommen haben. Mutter „Ivy“ wurde ebenfalls im Kölner Zoo geboren, Vater „Woody“ kam vor einigen Jahren aus dem frantzösischen Besançon nach Köln. Das nun geborene Jungtier ist nicht das erste, bereits mehrfach wurden die beiden Eltern, wie der Zoo weiter berichtete.

Die Zoo-Tierpfleger konnten das Geschlecht des kleinen Lemuren bisher noch nicht bestimmen. Mit voller Absicht, denn sie wollen die am Anfang so wichtige Mutter-Kind-Beziehung nicht stören. Dementsprechend ist das Jungtier auch noch namenlos. In ein paar Wochen wird sich das Kleine vom Bauch von Mutter „Izy“ lösen und anfangen, selbstständig auf Bäume und Äste im Madagaskarhaus zu klettern. Dann wird das Tier auch einen Namen erhalten.

Wissenswertes über Bambuslemuren

Bambuslemuren erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 40 bis 42 Zentimetern. Ihr Schwanz ist mit 45 bis 48 Zentimetern etwas länger als der Rumpf. Das Gewicht beträgt dabei lediglich zwei bis 2,5 Kilogramm. Die Hinterbeine sind leicht verlängert, als Anpassung an die zumeist springende Fortbewegung. Die Tiere sind eigentlich vergleichsweise unscheinbar, mit einer Fellfarbe in Braun- oder Grautönen und einem rundlichen Kopf mit kleinen Ohren.

Die Primaten leben ausschließlich in zwei kleinen Regenwaldgebieten mit Bambusbestand im Norden und Osten Madagaskars. Sie sind dämmerungsaktiv, leben zumeist in Bäumen, können aber auch auf den Boden kommen. Bambuslemuren leben in Gruppen von drei bis fünf Tieren. Zu den Familienverbänden zählen ein Männchen, ein bis zwei Weibchen und die dazugehörigen Jungtiere. Die bekommen die Muttertiere nach einer Tragzeit von 150 Tagen, meist im Südfrühling (Oktober bis November). Nach acht Monaten werden die Jungtiere entwöhnt, mit zwei Jahren werden sie geschlechtsreif.

Hauptgrund für die stark gesunkenen Bestände ist die kontinuierliche Zerstörung ihres Lebensraums. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft die Art als „vom Aussterben bedroht“ (critically endangered) ein. In Deutschland ist der Kölner Zoo der einzige Zoo, der diese Art hält und erfolgreich züchtet. Insgesamt leben derzeit nur 24 Tiere in sieben europäischen Zoos.

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