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Wegen dieser beiden Bomben mussten heute 6.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen und sogar Unimensa und das Hauptgebäude der Universität mussten evakuiert werden.

Lindenthal – Unisportplatz: Zwei Bomben entschärft

Köln | Zusammenfassung | Auf dem LKW des Kampfmittelräumdienstes liegen sie wie Vater und Sohn oder Mutter und Tochter aneinandergeschnallt nebeneinander. Plump und ein wenig harmlos aussehend. Die fünf Zentner und zehn Zentner Bombe die heute um 20:48 Uhr entschärft wurden. Rund 6.000 Menschen mussten evakuiert werden. Die Uni-Mensa und das Universitätshauptgebäude mussten geräumt werden und auch die beliebten Joggingstrecken durch den Grüngürtel wurden gesperrt.
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Fotostrecke: Die Bomben vom Unisportplatz in Lindenthal >
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Zwei Probleme gab es bei der Entschärfung. Zum einen das Menschliche. Eigentlich sollte die Entschärfung schon um 19:15 Uhr starten. Aber da es wie so oft einigen Unverbesserliche gab, die die Evakuierung durch ihr Verhalten verzögerten, mussten tausende Menschen länger warten, bis sie wieder nach Hause konnten. Um 20:48 Uhr waren beide Zünder entfernt und beide Bomben verladen.

Das zweite Problem lag in den widrigen Wetterbedingungen. Starker Dauerregen seit zwei Tagen ließ die Grube der 10-Zentner Bombe voll Wasser und Schlamm laufen. Chefentschärfer Wolf vom Kampfmittelräumdienst beschrieb anschließend die Situation vor Ort. So wie man gepumpt habe sei die Grube wieder voll gelaufen. Bis man bemerkt habe, dass ein Drainagerohr sich direkt in die Grube ergoss. Erst als man dies unterbrochen hatte, kam man an die Bombe ran und die Grube lief nicht mehr voll Wasser.

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Dies ist der Zünder der 10-Zentner-Bombe - nach über 60 Jahren fast wie neu

Wolf zeigte auch den wie nagelneu aussehenden Zündmechanismus. Kaum Rost und innen wie neuwertig. Auch der Sprengstoff in der Bombe kann nicht verrotten so der Experte. Die Kampfmittelräumer nutzen Spezialwerkzeug um die Zünder aus den Bomben zu schrauben. Wer nicht über dieses verfügt und es mit eigenen Mitteln versucht, der wird einen solchen Versuch nicht überleben. Beide Zünder auf dem Kölner Unisportplatz waren unproblematisch zu entfernen.

Wer auf den Sportplatz mit den beiden großen Löchern schaute und dort vielleicht schon mal mit Blutgrätsche gegen den Gegner agierte, der wird ein flaues Gefühl im Magen haben. Schließlich lag nur wenige Meter darunter eine Weltkriegsbombe. Nur wenige Minuten nach der Entschärfung konnten alle Anwohner zurück und die Sperrungen wurden aufgehoben.

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