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Mahnwache für Hozan Canê und Gönül Örs vor Türkischen Konsulat

Köln | Rund 30 Menschen hielten heute eine Mahnwache vor dem Türkischen Konsulat in Köln-Hürth für Hozan Canê und ihre Tochter Gönül Örs, beide lebten zuletzt in Köln. Beide deutschen Staatsbürgerinnen sind in der Türkei inhaftiert. Jörg Detjen, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Kölner Rat zeigte seine Solidarität.

Hozan Canê ist eine deutsch-kurdische Sängerin und deutsche Filmemacherin. Geboren wurde sie 1971 in Karayazı, Türkei, als Saide İnaç. Als kurdische Sängerin war sie in der Türkei verfolgt. Sie beantragte politisches Asyl in Deutschland und lebte zuletzt in Köln. Sie wirkte als Drehbuchautorin, Regisseurin und Schauspielerin im Film 74th Genocide Sengal. Dieser erzählt die Geschichte der Jesiden und ihre Verfolgung durch den Islamischen Staat im Shingal-Gebirge. Er wurde unter anderem in Köln gezeigt.

Verhaftung in Erdine

Canê wurde im Juni in Erdine verhaftet und angeklagt. Ein Strafgericht in Erdine verurteilte sie im November 2018 wegen angeblicher Terror-Propaganda zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Canê unterstützte die prokurdische Partei HDP. Canê ist deutsche Staatsbürgerin. Den Vorwurf begründet die Türkei mit einem Foto auf einer Facebookseite. Dies soll Canê mit einem Führer der PKK zeigen. Ihre Tochter Gönül Örs erklärte immer wieder, dass es wiederholt Fake-Profile ihrer Mutter auf Facebook gegeben habe. Zudem erklärte der Anwalt von Canê, dass das Foto mit PKK-Führer Murat Karayilan bei der Pressekonferenz am 23. April 2013 entstanden sei, die als Beginn für den ihr folgenden Friedensprozess gilt. Auf dieser Pressekonferenz seien, so Anwalt Nevroz Akalan, seien eine ganze Reihe Journalisten anwesend gewesen, von denen keine oder keiner wegen einer Mitgliedschaft in der PKK angeklagt worden sei.

Im April 2019 reiste die Tochter von Canê im April 2019 in die Türkei, da ihre Mutter bis zu ihrem Haftantritt freigelassen worden war. Sie wurde am 24. Mai ebenfalls verhaftet. Anschließend wurde Örs wieder freigelassen aber mit einer Ausreisesperre belegt. Canê wurde im September ein weiteres Mal wegen eines Facebook-Profil-Eintrages den die Türkei ihr zuschreibt wegen Präsidentenbeleidigung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und fünf Monaten verurteilt.

Canê ist deutsche Staatsangehörige. Die Angehörigen sagen, dass ihnen die Bundesregierung mitteile, dass Gespräche mit der Türkei geführt würden. Sie verspreche, dass einiges getan werde, aber spürbar, so Angehörige sei dies nicht. Jörg Detjen, Linke, erinnert daran, dass es sich um Kölnerinnen handele: „Es sind zwei Kölnerinnen die in türkischen Gefängnissen sitzen und wir müssen zu ihnen halten. Gerade in dieser schwierigen Zeit, wo die Türkei in Syrien Krieg führt.“

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