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Über hundert Menschen protestierten vor dem italienischen Generalkonsulat gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung im Mittelmeehr und forderten Freiheit für Carola Rackete.

Mahnwache für Seenotrettung im Mittelmeer am Dienstag in Köln

Köln | Zu einer halbstündigen Mahnwache vor dem italienischen Generalkonsulat hatten die Grünen am Dienstagmorgen aufgerufen. Da war noch nicht klar, dass Carola Rackete am Abend in Italien frei kommt. (report-K berichtete >) Unter dem Motto „Seenotrettung ist Pflicht – kein Verbrechen“ fanden sich über 100 Menschen ein. Sie solidarisierten sich mit Carola Rackete, die als Kapitänin des Rettungsschiffs „Seawatch 3“ trotz Verbots mit 40 Flüchtlingen an Bord in den Hafen von Lampedusa eingelaufen ist.

Unter den Demonstranten war neben Jörg Detjen, Chef der Linken-Ratsfraktion, auch der Kölner Frank Kadow. Als Kapitän hatte er 2017 zwei Wochen lang vor der libyschen Küste das Rettungsschiff „Seefuchs" der Regensburger NGO „Sea Eye" geführt. Bei diesem Einsatz konnten zahlreiche Flüchtlinge aus Seenot gerettet werden.

Zur Besatzung zählte auch Carola Rackete, die wenige Wochen zuvor neun Monate lang ein Forschungsschiff der Alfred-Wegener-Gesellschaft kommandiert hatte. Der heute 71-jährige Kadow hat nur gute Erinnerungen an sie. „Sie wollte Erfahrung mit einem kleinen Schiff sammeln. Obwohl sie nautisch die höchste Qualifikation hatte, verstand sie sich als gleichberechtigtes Teammitglied. Sie war hilfsbereit und übernahm Verantwortung.“

„Carola Rackete – eine toughe Frau voller Power!“

Sie habe angepackt – auch wenn es um Schweißen und Flexen ging. Besonders beeindruckte ihn der liebevolle Umgang mit einem kleinen Jungen, dessen Vater kurz vor der Rettung ertrunken war. Zusammengefasst: „Eine toughe Frau voller Power!“.

Nachdem Rackete trotz Verbots von Italiens Innenminister Salvini in den Hafen von Lampedusa einlief, wurde über sie Hausarrest verhängt. Ihr droht eine hohe Geldstrafe, das Schiff kann beschlagnahmt werden. Derzeit wird über eine Ausweisung Racketes verhandelt.

Felix Banaszak, NRW-Vorsitzender der Grünen, Berivan Aymaz, flüchtlingspolitische Sprecherin der Grünen Landtagfraktion, und Johannes von der Hilfsorganisation Seebrücke betonten in ihren Reden, dass die EU durch ihre Flüchtlingspolitik grundlegende Werte verrate. Einig waren sie sich auch darin, dass die EU eine eigene Seenotrettung im Mittelmeer aufbauen solle statt dies gemeinnützigen Organisationen zu überlassen. Banaszak wies noch auf das Paradox hin, dass zwar jeder Flüchtling in der EU Asyl beantragen könne, man es ihm aber gleichzeitig unmöglich mache, EU-Länder zu erreichen.

Zum Schluss richtete Kölns wohl prominentester Sozialarbeiter Franco Clemens deftige italienische Worte an die Beschäftigten des Konsulats, die neugierig zusahen und zuhörten. Seine Tirade auf Deutsch zusammengefasst: „Wir haben von Salvinis Rassismus die Nase voll!"

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