Köln Nachrichten Köln Nachrichten

tattoo_pixabay_16022020

Mark Benecke nennt geplantes Tattoofarben-Verbot "sinnlos"

Berlin | Mark Benecke, Kriminalbiologe und Vorsitzender des Vereins Pro Tattoo, hält das geplante EU-Verbot bestimmter Tattoofarben für "sinnlos". Es gebe keinen biologischen Grund für ein solches Verbot, sagte Benecke der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Zudem treffe es ausgerechnet die sauber arbeitenden Hersteller, die dann ihre Läden schließen müssten.

"Übrig bleiben Murxer und Keller-Labors." Auf Vorschlag der Europäischen Chemikalienagentur (Echa) plant die EU, die Tattoofarben "Blue 15" und "Green 7" zu verbieten. Der Grund: Die Sicherheit der Farben sei nicht nachgewiesen, laut Echa stehen diese Pigmente im Verdacht, Blasenkrebs zu verursachen.

"Es gibt dafür keine Belege", widerspricht Benecke. Angesichts des geplanten Verbots hatte Deutschlands Tattoo-Branche Alarm geschlagen. "Es droht ein Verbot von existenziellen Pigmenten für unsere Tattoofarben. Dadurch würden circa 66 Prozent der Tattoofarben vom Markt verbannt", teilte der Bundesverband Tattoo mit. Die Farben "Blue 15" und "Green 7" werden in vielen Mischfarben verwendet. In der Kosmetikindustrie sind sie bereits verboten, und was dort verboten sei, dürfe auch nicht unter die Haut gelangen, argumentiert Echa.

Benecke befürchtet, dass in der Folge des Pigmentverbots die Produktion von bunten Tattoofarben in die Illegalität gedrängt werde, was weitaus mehr Gefahren bergen würde. "Tattoofarben aus unklaren Quellen will niemand", so der Kölner Kriminalbiologe. "Außerdem wandern vermutlich auch die Kunden ab: in den Keller, ins Ausland oder irgendwohin, wo man eben alle Farben bekommen kann." Streiche man ausgerechnet die Pigmente Grün und Blau aus dem legalen Farbenkatalog, blieben außer Schwarz zudem nur Rot- und Gelbtöne übrig. Eine Online-Petition gegen das geplante Verbot, bei der mehr als 140.000 Unterschriften zusammengekommen sind, unterstützt Benecke ebenfalls. Sie hat zum Ziel, die Bundesregierung dazu zu bewegen, sich gegen das EU-Verbot einzusetzen. Laut einer Ipsos-Umfrage im Auftrag der "Apotheken Umschau" aus dem Jahr 2019 ist in Deutschland jeder Fünfte (21 Prozent) tätowiert. Damit hat sich der Anteil der Tätowierten im Land in den vergangenen sieben Jahren fast verdoppelt: 2012 hatten noch 11,4 Prozent angegeben, ein oder mehrere Tattoos zu besitzen. Wie viele Tätowierungen farbig sind, ist nicht bekannt.

Zurück zur Rubrik Köln Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Nachrichten

zahlen_koeln_242020

Köln | Aktuell sind 980 Menschen am Coronavirus in Köln erkrankt. Die Zahl steigt weiter linear an. 23 Kölnerinnen und Kölner sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die Zahlen für Köln, die Lage in NRW und in Deutschland.

gabenzaun_02042020

Köln | Die #Coronahilfe Gruppe Köln fordert von der Stadt Köln Gabenzäune zu unterstützen und diese nicht zu verhindern. Als Vorbild nennt die Gruppe einen Gabenzaun in Oberhausen Sterkrade, den ein Karnevalsverein einrichtete. Die Kölner Aktivistinnen und Aktivisten kritisieren, dass in Köln die Gabenzäune aus "Hygienegründen geräumt" würden. Die Stadt Köln verweist auf die stadtweite Tafel-Hotline und lehnt Gabenzäune aus "Hygienegründen" und Fragen der "Lebensmittelsicherheit" ab.

besetzteshaus_nunnendorf_02042020a

Bewohner von besetztem Haus erleichtert über Übergangsduldung

Köln | Die Stadt Köln hat aufgrund der Corona-Pandemie die Übergangsduldung der Bewohner des besetzten Hauses an der Bonner Straße in der Nähe des Großmarktes beschlossen. Was bewegte die Bewohner das Haus zu besetzen, welche Ziele und Perspektiven haben sie und welche Bedingungen gibt es in dem Gebäude? Report-K Reporterin Marlene Nunnendorf* sah sich vor Ort um und sprach mit dem Koordinator der Initiative.

karnevals

Über 80 Karnevalsgesellschaften, Bands, Rednerinnen und Redner folgten der Einladung von report-K und plauderten am Roten Fass über die Session, das Motto, ihre Lieblingsveedel und mehr:

Der Kölner Karneval plaudert am Roten Fass von report-K.de, Kölns Internetzeitung über die Session 2020.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

Fleumes filettiert

fleumes_filettiert

In der Gastkolumne „Fleumes filettiert“ blickt Gisbert Fleumes bei report-K auf liebevoll charmante Art und mit spitzer Feder auf Köln, das Stadtleben am Nabel des Rheins und mehr ...

Folge Eins: Wir sind Weiberfastnacht breit

KARNEVAL NACHRICHTEN

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >