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Menschen suchen Zuflucht auf dem Großmarkt: Werden sie geräumt?

Köln | Die prekäre Situation der Kölner Obdachlosen hat sich durch die Corona-Pandemie weiter verschärft. Mehrere von ihnen, so eine Initiative leben derzeit in einem Gebäude auf dem Gelände des Kölner Großmarktes. Dieses ist, wie es in einer Mitteilung von Aktivistinnen und Aktivisten heißt, derzeit still besetzt. Die Polizei sagt, dass es sich nicht um eine Besetzung und um Obdachlose handele, sondern um polnische Wanderarbeiter. Der Eigentümer des Gebäudes habe den Personen eine Frist bis Montag gegeben, um dieses zu räumen.

Die Aktivisten berichten, dass sich die Menschen seit drei Wochen in dem Gebäude aufhieltem, dass genügend Fläche böte, um auch den Abstand einzuhalten. In der Mitteilung der Aktivisten heißt es: "Dort leben Obdachlose aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Sprachen. Es gibt im ausgewählten Bau viel Platz. Die Obdachlosen sind so geschützter vor der Witterung und auch vor Ansteckungsgefahren, als wenn sie auf der Straße oder in überfüllten Notunterkünften übernachten würden. Am Freitag, 27.03.2020, erschienen Polizei und Ordnungsamt im Gebäude und teilten mit, dass alle bis Montag, 30.03. um 10 Uhr den Ort verlassen haben müssten, ansonsten werde geräumt. Vor dem Hintergrund der immer prekäreren Lage von wohnungslosen Menschen im Kontext von Corona, ist eine Zwangsräumung absolut unverantwortlich und unsozial. Die hygienischen Bedingungen im besetzten Haus sind deutlich besser als würden diese Menschen auf der Staße leben."

Die Kölner Polizei bestreitet die Aufforderung zur Räumung des Gebäudes und dass es sich um Obdachlose handelt. Die Polizei spricht von polnischen Wanderarbeitern und dass sie die aktuelle Lage nicht als "Hausbesetzung" einstufe. Der Eigentümer des Gebäudes in der Marktstraße auf dem Kölner Großmarkt habe den Menschen in dem Gebäude eine Frist gesetzt, dieses bis zum 30. März zu verlassen. Die Polizei will diese Frist nun zunächst abwarten, so ein Sprecher gegenüber dieser Internetzeitung.

Die Stadt Köln teilte vorab mit, dass der Ordnungsdienst nicht in Kontakt mit den Menschen im Gebäude an der Marktstraße auf dem Großmarkt stand. Die Stadt Köln sicherte zu, weitere Fragen dieser Internetzeitung zur Situation der Menschen vor Ort am Montag, wenn alle Ämter wieder arbeiten zu beantworten. Sobald eine Antwort vorliegt, wird diese hier veröffentlicht.

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