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Screenshot aus der Monitorsendung vom 18. Juli in der Georg Restle gerade den Beitrag über die AfD, den Flügel und die Identitäre Bewegung anmoderiert.

Morddrohung gegen WDR-Journalist Georg Restle

Köln | Georg Restle leitet die Monitor-Redaktion beim Westdeuschten Rundfunk (WDR). Nach einem kritischen Kommentar in den Tagesthemen und Beitrag in der letzten Monitorsendung über die Verquickung von Identitärer Bewegung und der AfD diesen Donnerstag erhielt Georg Restle eine Morddrohung. Sein Sender, der WDR stellte Strafanzeige. Der DJV-NRW fordert – zu Recht – Solidarität mit Georg Restle ein.

Die Morddrohung gegen Restle soll aus dem rechtsextremen Spektrum stammen, so der WDR. WDR-Intendant Tom Buhrow: „Dass es eine Morddrohung gegen einen unserer Journalisten gibt, entsetzt und erschüttert mich. Wir tun alles, um unseren Kollegen – wie alle anderen auch – zu schützen und ihn zu unterstützen. Georg Restle ist ein ausgezeichneter investigativer Journalist, der die politische Landschaft in Deutschland kritisch begleitet. Perfide Drohgebärden dieser Art werden uns nicht davon abhalten, unseren Job als Journalisten zu machen. Meinungsfreiheit und Pressefreiheit sind ein hohes Gut. Wer das nicht akzeptiert, ist ein Feind der Demokratie.“ Neben der Morddrohung ist Restle schweren Beleidigungen und Angriffen ausgesetzt, schreibt der WDR.

Restle postete auf Twitter eine der vielen Anfeindungen. Dort schreibt ein User an @tagesthemen und @georgrestle: "Leute wie @georgrestle müssen konzentriert werden!!! Also so eine Schande!!! Und sowas MUSS ich finanzieren???!!! So billige Propaganda! Georg Restle ist ein armes Würstchen mit Dauererektion!" Restle antwortet cool: "Noch Fragen?"

DJV fordert, dass der Staat Journalisten schützt

„Wir verurteilen die widerliche Morddrohung gegen den Journalisten Georg Restle und stehen an seiner Seite", äußert sich Frank Stach, Vorsitzender des Landesverbandes NRW des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV-NRW). „Es ist richtig, dass der WDR konsequent gegen die Bedrohung seines Mitarbeiters vorgeht, denn der Fall Lübcke hat erst vor wenigen Wochen gezeigt, wohin Hass führen kann. Es muss konsequent gegen Brandstifter vorgegangen werden, die Hass den Boden bereiten. Wer diese Morddrohung formuliert hat, bedroht nicht nur das Leben eines Journalisten, sondern greift auch die Pressefreiheit direkt an. Wir werden uns als Deutscher Journalisten-Verband weiter dafür einsetzen, dass der Staat dem Schutz von Journalist*innen gerecht wird.“

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