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Blick in den neuen Lesesaal des Museums Ludwig.

Museum Ludwig: Lesen mit Blick auf Dani Karavans „Ma’alot“

Köln | „Ma’alot“ von Dani Karavan gehört zu den meist begangenen Kunstwerken im öffentlichen Raum Kölns. Erst 2016 wurde die lange überfällige Sanierung der Anlage mit ihren charakteristischen roten Ziegeln zwischen Museum Ludwig und Hohenzollernbrücke beendet. Jetzt wurde im Museum ein Lesesaal zu diesem Werk eingerichtet – mit direktem Blick darauf.

In dem neuen Lesesaal laden Bänke dazu ein, den Blick über den Heinrich-Böll-Platz und damit über „Ma’alot“ schweifen zu lassen. Literatur steht bereit, zwei Vitrinen informieren über das Gesamtwerk Karavans und über die Auseinandersetzung mit dem Platz in den vergangenen Jahren: Der Platz verfiel, Ziegelsteine wurden aus dem Belag des Platzes gestohlen, Granitplatten zerbrachen, die Stele rottet vor sich hin. Lange Diskussionen dauerte es, ehe die Stadt endlich 700.000 Euro für sie Sanierung bereitstellte. Die dauerte dann mehrere Monate länger als das geplante Jahr und wurde mit einer Million Euro auch deutlich teurer.

Ma’alot ist hebräisch und bezieht sich auf die Psalmen 120-124, die als „Stufenlieder“ in Jerusalem gesungen wurden, wenn die Priester mit Wasserkrügen von der Quelle her die Treppen zum Tempel herausstiegen. Karavan griff damit die Lage des Museums über dem Rhein auf. Mit der eingelassenen Schiene nimmt er gleichzeitig Bezug auf die Deportation der Kölner Juden, die in der Zeit der Nazi-Diktatur vom Deutzer Bahnhof aus in die Vernichtungslager gebracht wurden. Der Turm am Ende der Schiene kann als Schornstein der Öfen verstanden werden, in denen dort die Ermordeten verbrannt wurden.

Die locker verlegten Steine spielen auf die Unberechenbarkeit des Lebens an – bis heute sind sie ein Problem. Wenn in der unter dem Platz liegenden Philharmonie Proben oder Konzerte stattfinden, darf er nicht betreten werden: Es fehlt ein ausreichender Schallschutz.

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