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Muslimen-Zentralrat schließt Kölner Geschäftsstelle nach Morddrohung

Köln | Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat nach einer Morddrohung am Mittwochvormittag seine Geschäftsstelle in der Kölner Innenstadt bis auf Weiteres geschlossen. Das teilte der Vorsitzende Aiman Mazyek dem "Kölner Stadt-Anzeiger" mit. "Wir fühlen uns nicht ausreichend geschützt", sagte er zur Begründung. Die Kölner Polizei bestätigte einen Drohbrief und Ermittlungen des Staatsschutzes auf Anfrage von report-K. Die Polizei äußerte sich aus taktischen Gründen nicht zu Schutzmaßnahmen.

Am Morgen hatte die Sekretärin Mazyeks einen an den Verband adressierten Brief ohne Absender geöffnet. Darin befand sich ein Papier, auf dem der Absender eine Morddrohung gegen Mazyek ausspricht. Außerdem befand sich ein weißes Pulver in dem Umschlag. Die Kölner Polizei stellt fest, dass die Substanz unbedenklich war. Der Brief liegt jetzt dem Staatsschutz vor, der Ermittlungen eingeleitet habe.

Die Sekretärin verständigte umgehend die Polizei. Da zunächst nicht klar war, ob von der Substanz Gefahr ausgeht, wurden auch Feuerwehr und Rettungsdienst alarmiert. Das Büro wurde geräumt.

Obwohl sich das Pulver nach einer Analyse als ungefährlich herausgestellt hatte, entschloss sich Vorstand des ZMD nach einer Sitzung in Berlin am Mittag dazu, die Kölner Geschäftsräume zu schließen. "Unsere Mitarbeiter stehen unter Schock, wir nehmen diese Drohungen sehr ernst und können die Sicherheit unserer Mitarbeiter nicht mehr gewährleisten", sagte Mazyek.

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