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Werner Jung, Direktor NS-Dokumentationszentrum Köln, und NRW-Familienministerin Christina Kampmann

NRW-Familienministerin Kampann zu Gast bei der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Köln

Köln | Christina Kampmann, Familienministerin Nordrhein-Westfalen, besuchte heute die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Köln. Das Beratungsangebot recherchiert zur rechten Szene, vernetzt Akteure und bietet vor allem Beratungen an - von Einzelpersonen über Schulen und Parteien bis hin zu Unternehmen. Insgesamt gibt es in NRW fünf Mobile Beratungen. Das Land NRW unterstützt diese 2017 mit 450.000 Euro.

„Hilfe zur Selbsthilfe“

Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Köln ist in der Info- und Bildungsstätte im NS-Dokumentationszentrum angesiedelt. Seit 2008 berät recherchiert das Angebot zur rechten Szene, vernetzt Akteure und bietet vor allem Beratungen an. Aktuell beraten die Kölner unter anderem das Bündnis „Bunter Rhein-Sieg-Kreis“, das sich Anfang 2016 in der Region gebildet hat. Anlass war eine Kundgebung der AfD im vergangenen Jahr in Siegburg. Gemeinsam formierten damals Parteien, Jugendverbände, Sozialverbände, Gewerkschaften und Kirchen eine Protestveranstaltung. Rund 1.000 Menschen konnten dazu mobilisiert werden, berichtete heute Mario Dahmen von dem Bündnis. Einig waren sich die Akteure danach, dass sie sich künftig besser vernetzen und über Aktionen im Rhein-Sieg-Kreis austauschen wollen. Mit Unterstützung der Mobilen Beratung Köln wurde daraufhin das Bündnis „Bunter Rhein-Sieg-Kreis“ gegründet. Derzeit plant das Bündnis etwa ein Straßenfest zum angekündigten Parteitag der AfD in Troisdorf.

Insgesamt rund 20 Beratungsfälle begleitet die Mobile Beratung in Köln – neben Unternehmen, Parteien, Schulen auch Einzelpersonen. So meldete sich 2016 etwa eine Ratsfrau aus Bornheim, die Drohungen aus der rechten Szene erhalten hatte. Die Mobile Beratung recherchierte die Hintergründe, schätzte die Bedrohung ein und vermittelte der Ratsfrau Kontakte und Hilfsangebote in ihrem Umfeld. Zu den Beratungen kommen Vorträge, Workshops, Konferenzen und aktuelle Anfragen. Die Arbeit der Mobilen Beratung geschieht damit meist im Hintergrund, stärkt aber die Zivilgesellschaft in ihrem Engagement gegen Rechtsextremismus und Rassismus. „Hilfe zur Selbsthilfe“, wie NRW-Familienministerin Christina Kampmann heute zusammenfasste. Und die Nachfrage nach Beratungen steigt, sagte Fels. Denn die Stimmung in Deutschland werde aggressiver. Alle Schranken seien gefallen, vor allem in den sozialen Netzwerken, aber auch auf Kundgebungen etwa von Pegida oder der AfD. Damit steige auch die Unsicherheit vieler Bürger im Umgang mit Rassismus und der rechten Szene.

Kampmann: Zahl rechtsmotivierter Taten nimmt zu

Heute hat sichNRW-Familienministerin Christina Kampmann in der Kölner Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus und Rassismus über deren Arbeit informiert. „Die Zahl rechtsmotivierter Taten hat gerade im letzten Jahr massiv zugenommen. Umso wichtiger ist es, das Engagement der Zivilgesellschaft in der Prävention gegen Rechtsextremismus und Rassismus zu unterstützen. Die Menschen brauchen Unterstützung, wenn sie bedroht werden oder sich in Bündnissen gegen Rechts organisieren wollen“, erklärte Ministerin Kampmann. Zu 2016 konnte die Ministerin noch keine Zahlen vorlegen. 2015 wurden über 4.400 rechtsmotivierte Taten in NRW registriert, 2014 waren es knapp 3.300.

Die Mobile Beratung des Regierungsbezirks Köln ist eine von fünf Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Sie haben die Aufgabe, Einzelpersonen, aber auch Vereine, Verbände und Institutionen im Umgang mit rechtsextremen Erscheinungsformen zu beraten. Gleichzeitig bieten sie ihre Expertise zum Thema sowie umfangreiche Recherche und Analyse an. Die Mobilen Beratungen sind Teil des von der nordrhein-westfälischen Landesregierung aufgestellten Handlungskonzeptes gegen Rechtsextremismus und Rassismus, das 2012 unter dem Eindruck der Morde der rechtsextremen Terrorzelle NSU initiiert worden war. Das Konzept wurde 2016 beschlossen. Das Land fördert die Mobilen Beratungen in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr mit 450.000 Euro. Weitere Mittel erhalten die Beratungsstellen vom Bund.

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