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Schulministerin Yvonne Gebauer und Direktor Dr. Werner Jung im direkten Gespräch mit Schülern des Gymnasiums Kreuzgasse 

NS-Dok: Kölner Schüler erinnern an Deportation im Zweiten Weltkrieg

Köln | Am 22. Oktober 1941 fuhr der erste große Deportationszug von Köln in das Ghetto Łódź nach Polen. Anlässlich des 76. Jahrestages dieses Ereignisses besucht Schulministerin Yvonne Gebauer gemeinsam mit Schülern des Kölner Gymnasiums Kreuzgasse heute morgen das NS-Dokumentationszentrum (NS-Dok). Das Gymnasium Kreuzgasse pflegt mit dem NS-Dok eine Bildungspartnerschaft. Die 20 Schüler der 12. Klasse präsentieren am heutigen Freitagmorgen das erinnerungskulturelle Konzept ihrer Schule, bevor sie gemeinsam die Dauerausstellung „Köln im Nationalsozialismus“ begehen.

Zwischen dem Kölner Gymnasium Kreuzgasse und dem NS-Dok der Stadt Köln besteht bereits seit 2010 eine Bildungskooperation im Rahmen der landesweiten Initiative „Bildungspartner NRW“. Das NS-Dok unterstützt die Recherchearbeit der Schule durch seine archivischen Ressourcen, seine fachliche Expertise und historisch-politische Lernangebote.

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Richard Rosenthal – ehemaliger Schüler am Gymnasium Kreuzgasse

Die Jugendlichen präsentierten im NS-Dok das Schicksal des ehemaligen Schülers Richard Rosenthal – eine Geschichte von politischem Engagement, Verfolgung und Deportation nach Auschwitz. Es ist nur ein Projekt von vielen, die das Gymnasium jedes Jahr durchführt. Mit einem schuleigenen Erinnerungskonzept erinnert die Schule an die Schicksale der in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgten, verhafteten, getöteten oder in den Tod getriebenen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums, erklärt Silke David, Lehrerin am Gymnasium Kreuzgasse.

„Durch euer ununterbrochenes Engagement setzt ihr ein klares Zeichen und zeigt, wie aus der Beschäftigung mit menschlichem Schicksal und erfahrenem Unrecht gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bekämpft werden kann und welchen Wert unser demokratischer Rechtstaat darstellt“, betont Ministerin Gebauer.

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1.666 Bildungspartnerschaften

Die Kooperation ist eine von aktuell 1.666 bestehenden Bildungspartnerschaften in dem landesweiten und in der bestehenden Form in Deutschland einzigartigen Netzwerk. Mit dem Ziel der Förderung der Bildungschancen aller Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen unterstützt „Bildungspartner NRW“ seit zwölf Jahren die systematische Kooperation zwischen den Schulen und kommunalen Bildungs- und Kultureinrichtungen. Beteiligt sind rund 400 Archive, Bibliotheken, Gedenkstätten, Museen, Musikschulen, Medienzentren, Sportvereine und Volkshochschulen.

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Bildungspartner NRW“

„Bildungspartner NRW“ ist ein gemeinsames Angebot des Landes NRW und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Getragen und unterstützt wird Bildungspartner NRW sowohl durch das Ministerium für Schule und Bildung als auch durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft sowie die Kommunalen Spitzenverbände des Landes NRW.

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