Köln Nachrichten Köln Nachrichten

Polizei_NRW_3032012a

"Nein zum Polizeigesetz NRW" – Demonstration in Köln am Samstag

Köln | Das „Kölner Bündnis gegen das Polizeigesetz“ ruft zur Demonstration gegen das Polizeigesetz NRW am Samstag, 24. November auf. Start der Demonstration ist um 15 Uhr am Kölner Eigelstein und Abschlusskundgebung gegen 17 Uhr am Breslauer Platz. Das Motto der Demonstration: „Nein zum neuen Polizeigesetz NRW! – Kein Angriff auf unsere Freiheit und Grundrechte. Unterstützt wird die Demonstration von „Klaus der Geiger“ und „Gehörwäsche“.

Die Kritiker des neuen Polizeigesetzes sehen grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien wie die Unschuldsvermutung und die Gewaltenteilung in Gefahr. In Düsseldorf demonstrierten weit über 20.000 Menschen schon gegen das neue Polizeigesetz. Die Zivilgesellschaft zeigt sich nicht einig mit der NRW-Landesregierung aus CDU und FDP. Innenminister Reul, CDU, will das neue Polizeigesetz einführen, verschob aber die Einführung des Gesetzes, nachdem Verfassungsklagen angekündigt wurden. Die Landesregierung unter Führung von Ministerpräsident Armin Laschet wollte daraufhin den Gesetzesvorschlag überarbeiten. Die Gegner des Gesetzes nennen diese Überarbeitung nun „kosmetische Korrektur“.

Besonders in der Kritik steht, dass die NRW-Polizei, wird das neue Gesetz ratifiziert, Menschen ohne konkreten Verdacht anhalten und durchsuchen kann. Zudem sollen es ein zweiwöchiges Präventivgewahrsam geben. Auf der digitalen Ebene will man den Staatstrojaner einführen, um unter anderem auch Messengerdienste zu überwachen. Die Videoüberwachung soll weiter ausgeweitet werden. Nach der Überarbeitung bleibt der Begriff der „drohenden terroristischen Gefahr“ benennt. Hier fürchten die Gegner, dass die Polizei zu viel Interpretationsspielraum erhält um auch präventiv zu handeln. Die Frage die im Raum steht ist, wie sich die Unschuldsvermutung, mit dem neuen Polizeigesetz überhaupt in Einklang bringen lässt. Menschen sollen dann bis zu 28 Tagen eingesperrt werden können.

So schreiben die Gegner: „Strafbefugnisse im Polizeigesetz und der Eingriff bei Verdacht auch bei vermeintlich konkreter Gefahr verwischen die Grenze zwischen polizeilicher und geheimdienstlicher Tätigkeit. Betroffen von diesen Eingriffen in Grundrechte sind potentiell alle Menschen. Es reicht schon, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Durch den im Polizeigesetz vorgesehen Ausbau von Strategischen Fahndungen werden von Rassismus betroffene Menschen noch weit mehr als jetzt von „racial profiling“- Kontrollen getroffen werden. Auch Wohnunglose, psychisch Kranke, politisch Aktive, Streikende, Fussballfans und viele weitere werden die Maßnahmen verstärkt zu spüren bekommen.“ In der Silvesternacht 2016 wurde der Kölner Polizeiführung unter Jürgen Mathies, der jetzt als Staatssekretär im Innenministerium NRW wirkt, der Vorwurf des „racial profiling“ gemacht, den dieser und seine Behörde nicht vollständig entkräften konnte.

Das „Kölner Bündnis gegen das Polizeigesetz“ wirft den Staatsorganen vor Ängste in der Bevölkerung bewusst zu schüren und begründet dies mit der Polizeilichen Kriminalstatistik. Denn 2017 hatte Deutschland die niedrigste Kriminalitätsrate seit einem Vierteljahrhundert.

In ganz Nordrhein-Westfalen gibt es am 24. November Proteste gegen das neue Polizeigesetz.

Zurück zur Rubrik Köln Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Nachrichten

Köln | Der Monatsbericht zur Sanierung der Bühnen Köln stellt fest, dass es zu weiteren Verzögerungen von rund drei bis vier Wochen kommt. Die Planer wissen nicht, ob dies Auswirkungen auf den endgültigen Fertigstellungstermin haben wird.

Synagoge-koeln-front_pkoch_13032019_articleimage

Köln | Am morgigen 20. September jährt sich zum 60ten Mal die Wiedereröffnung der jüdischen Synagaoge in der Kölner Roonstraße. Den 60. Jahrestag der neuen Synagoge feiern unter anderem NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Oberbürgermeisterin Henriette Reker, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, Abraham Lehrer, Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln und Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland sein, sowie Vertreter anderer Religionsgemeinschaften, der Parteien und der Stadtgesellschaft.

PK-Klimastreik_brand_19092019

Köln | Es wird der wohl größte „Fridays for Future“-Streik, den Köln bisher gesehen hat. Unter dem Motto „#AlleFürsKlima“ hat die Fridays for Future-Bewegung gemeinsam mit zahlreichen Bündnispartnern zum „Klimastreik“ aufgerufen. 20 000 Menschen werden zum globalen Klimastreik am Freitag erwartet, der von 12 bis 15 Uhr für eine bessere Klimapolitik durch die Kölner Innenstadt zieht. Sogar Oberbürgermeisterin Henriette Reker rief zum Mitmachen auf: „Ich wünsche mir eine große Beteiligung der Kolleginnen und Kollegen“, lies sie verlauten. Ein noch geheimer musikalischer Überraschungs-Act soll bei bei Abschlusskundgebung auftreten.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >