Köln Nachrichten Köln Nachrichten

dvd_rheindorf_nur_PR_20042017

Neue DVD von Hermann Rheindorf: Historische Filme zeigen Köln in den 60er Jahren

Köln | Über 20 Dokumentationen über Köln und den Rhein hat Hermann Rheindorf schon zusammengestellt – historische Filmaufnahmen nicht nur aus Privatbesitz geben immer wieder überraschende Einblicke in die Geschichte der Stadt. Jetzt ist Teil II seiner „Filmreise in die 60er Jahre – 1965-70“ erschienen.

Die gut 105 Minuten sind ein vergnüglicher Blick zurück in eine Zeit, als in Köln noch – so zeigt es eine Reklame der Dom-Brauerei – Pils gebraut und getrunken wurde, der Bau einer Kindertagesstätte nur sechs Monate dauerte. Und die Stadt innerstädtisch „autogerecht“ umgebaut wurde. Dass der damals vollendete Autobahnring schon bald überfüllt war – geschenkt. Und heute verfluchen viele den alten Traum von der benzin- und dieselgetränkten Allzeitmobilität.

Die zweijährliche TÜV-Prüfung wurde Pflicht, in einem Film klärt er über korrektes Fahrverhalten auf. Viele Kreuzungen kamen ohne Ampeln aus und auf der Kalker Hauptstraße gab’s die grüne Welle für Autofahrer.

Aus der ersten „U-Straßenbahn“ wurde schon bald eine „U-Bahn“

Neue Siedlungen wurden gebaut, das Historische Rathaus zu neuem Leben erweckt, an der Luxemburger Straße verunglückte ein Zug, bei der Gasexplosion starb ein Mensch. Die KVB fuhr noch mit Straßenbahn und Halb-Doppeldeckerbussen um den Dom. Doch das hatte schon bald ein Ende: Am 18. Oktober 1968 wurde die erste Kölner U-Bahn-Strecke eröffnet. Vom Hauptbahnhof bis zum Friesenplatz waren es 1.400 Meter mit der „U-Straßenbahn“, wie es offiziell und korrekt hieß. Geduldig ertrugen die Kölnerinnen und Kölner die riesigen Baugruben für die U-Bahn-Stationen hier und auf dem Neumarkt, überquerten sie auf langen Holzbrücken.

US-Präsident Kennedy kam in diesem halben Jahrzehnt nach Köln, Königin Elizabeth II., der Schah von Persien mit seiner Farah Diba. Anders als in Berlin wenige Tage später bereitete ihm Köln einen freundlichen Empfang. Dort wurde beim Protest gegen den Besucher der Student Benno Ohnesorg von einem Polizisten erschossen (was hier allerdings nicht erwähnt wird) – Auslöser für die Studentenrevolte. Die hatte ein Jahr zuvor einen heute fast vergessenen Vorläufer am Rhein: 1966 demonstrierten 7.000 Schüler und Studenten gegen eine KVB-Fahrpreiserhöhung. Die Polizei schlug zu.

Das Ende des Wirtschaftswunders: Ford entlässt 56.000 Mitarbeiter

Die junge Bundesrepublik überwand ihre erste Wirtschaftskrise, bei Ford alleine verloren 5.000 Menschen ihren Job. Doch die war bald überwunden. Musik besserte die Stimmung auf, 900 Bands soll es damals gegeben haben. „The Gang“ drehte einen Musikclip. Pech für den heute noch aktiven Singer-Songwriter und Gitarristen Winfried Bode: Er war nicht dabei, hatte gerade ein Date (wie nannte man das damals?) mit seiner Freundin.

Wirtschaft und Politik, Karneval, Verkehr, Freizeit und Kultur: Filmhistoriker Rheindorff konnte wieder aus einem umfangreichen Fundus aus öffentlichen und Firmenarchiven sowie privaten Sammlungen auswählen. Keine leichte Aufgabe, verrät er, er hätte genug Stoff für viele DVDs über diese Zeit.

Zu den Raritäten gehört sicherlich auch der Karneval-Kurzfilm des Ehepaars Rucker zeigen, das damit 1966 den 1. Preis des Bundes deutscher Filmamateure gewann. Besonders stolz ist er aber auf sechs Filmrollen der Familie Herr. Prominentestes Mitglied? Richtig, die Volksschauspielerin Trude Herr. Die spannte ihrer Nichte den Freund aus und fuhr mit ihm durch die Sahara, um auf eigene Kosten eine kleine Serie fürs Fernsehen zu drehen. Die aber wurde nie gezeigt. So kann man hier erstmals sehen, wie die Herr einem Polizeioffizier im Tschad während eines Appells einen Karnevalsorden verlieh. Den dieser – des Karnevals unkundig – sichtlich stolz entgegennahm.

Am Montag stellt Rheindorf seine DVD in der Volksbühne vor

Hermann Rheindorf stellt seine DVD mit Sammlern, die ihm Material zur Verfügung stellten, und einigen Protagonisten am kommenden Montag, 24. April, um 20 Uhr in der Volksbühne am Rudolfplatz vor (Aachener Str. 5, 50674 Köln, Tel. 0221 / 25 17 47, www.volksbuehne-rudolfplatz.de). Eintrit: 7,50 Euro.

Hermann Rheindorf: „Köln: Filmreise in die 60er Jahre – Teil 2: Die Jahre 1965-70“ – kölnprogramm, 105 Minuten Spielzeit, im Handle oder über www.rheindvd.de, 14,80 Euro

Zurück zur Rubrik Köln Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Nachrichten

doganakhanli_ehu_20_09_17

Köln | 53.000 Personen appellieren an die spanische Justiz und Regierung sowie an das deutsche Außenministerium, alles in ihrer Macht stehende zu tun, damit Doğan Akhanlı nicht an die türkischen Behörden ausgeliefert wird. Eine von ihnen unterschriebene Petition wurde heute übermittelt.

nachklick_20_09_17

Köln | NACHKLICK 19. - 20. September 2017, 17-17 Uhr | Der report-K Rückblick auf die Nachrichten der vergangenen 24 Stunden aus Köln, Deutschland und der Welt | Sonderprüfung der Severinsbrücke nach Brand. Brief- und Direktwahl - alle Fristen im Überblick. Im Porträt Dieter Maretzky - ein engagierter Kölner aus Rodenkirchen. Wahlprogramme Bundestagswahl - Die SPD verspricht „Mehr Gerechtigkeit“. Bericht: Berlin plant Zahlung von fast 80 Millionen Euro an Ankara. Dobrindt will Tegel offen halten. Schulz geht um 10 Uhr wählen, Merkel erst 14:30 Uhr. Zwei weitere Festnahmen nach Anschlag in London. Protest Messe-City Köln - IG Bau fordert faire Löhne in der Bauwirtschaft. Starkes Erdbeben in Mexiko - Mehr als 40 Tote. Historische Fotos von Kölns Häfen: Jahreskalender des Stadtarchivs ist erschienen.

maretzky_20092017

Köln | "Hallo Herr Maretzky" ruft eine junge Frau und viele Menschen grüßen Dieter Maretzky, wenn man mit ihm in Rodenkirchen auf der Hauptstraße unterwegs ist. Und er kennt jeden Einzelnen von Ihnen, weiß sofort wer ihn grüßt oder anspricht. Dieter Maretzky ist Vorsitzender der Bürgervereinigung Rodenkirchen, engagiert sich im Vorstand des EL-DE-Hauses und war lange Jahre im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln und zuvor in der Stadtbibliothek tätig. Gleich zweifach wurde Dieter Maretzky jetzt ausgezeichnet. Im Interview spricht er über das Ehrenamt, was in Rodenkirchen besser laufen könnte und warum Vernetzung viel bringt.

Köln Livestream

report_K_live2017

report-K.de Livestream

21.9. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz auf dem Kölner Heumarkt
ab 18 Uhr live vom Heumarkt: Die Kölner SPD-Bundestagskandidaten
ab 19 Uhr Martin Schulz live

--- --- ---

Die Wahlnacht im Kölner Rathaus am 24. September

Ab 17:45 Uhr live aus dem Kölner Rathaus: Impressionen von den Wahlparties der Parteien, Stimmen, Interviews, Emotionen live bei report-K

Bundestagswahl 2017

bundestagswahl_2017_button

Bundestagswahl 2017 in Köln

Zum Spezial von report-K / Internetzeitung Köln >

--- --- ---

kandidaten_koeln_13092017

Report-K interviewte die Direktkandidaten - die Videointerviews finden Sie hier, sortiert nach

Nach Partei >

Nach Wahlkreisen >

Theater Köln - Premieren 2017

theaterkritik_kasten300px_neu

Diese Theaterstücke feierten in Köln aktuell Premiere. Die Kritiken:

Theater der Keller startet mit Houellebecqs „Unterwerfung“ in die neue Spielzeit

--- --- ---

KARNEVAL NACHRICHTEN

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

Kölner Bildungsmesse

bildungsmesse_02092017kl

Kölner Bildungsmesse 2017 im Gürzenich

Report-K berichtete von der Kölner Bildungsmesse - Sehen Sie hier spannende Interviews mit Ausstellern zu neuen beruflichen Möglichkeiten und Chancen

Bundestagswahl 2017

Am 24. September finden die Wahlen zum 19. Deutschen Bundestag statt. Im Spezial von report-K finden Sie aktuelle Informationen, Hintergründe, Wahlprogramm zur Bundestagswahl in Köln und in Deutschland. Hier geht es zum report-K Bundestagswahl 2017 Spezial >

Hinweis der Redaktion: Am 24. September ab 17:30 Uhr bieten wir wieder einen Livestream aus dem Kölner Rathaus zur Bundestagswahl 2017 an.