Köln Nachrichten Köln Nachrichten

Marktstr_Schoenhauserstr_19_10_17

Blick nach Süden: So soll die Kreuzung Bonner Straße/Schönhauser Straße/ Marktstraße aussehen. Auf der linken hinteren Ecke steht die Villa Lenders – noch.

Nord-Süd-Bahn: Ab sofort wird gefällt, abgerissen und gebaut

Köln | Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat gesprochen: Die Stadt darf die Bäume an der Bonner Straße fällen. Eine Bürgerinitiative hatte vergeblich dagegen geklagt. Grünes Licht also für die 3. Baustufe der Nord-Süd-Stadtbahn. Heute morgen um 7:30 Uhr war es so weit: Der erste Baum sollte fallen. Protest hat die Stadt eingeplant, die Polizei ist informiert.

Wie es weitergeht in der 3. Baustufe, für die 84 Millionen Euro angesetzt sind, weitergeht, erklärte die Stadt am Mittwoch. Kölns neue Verkehrsdezernentin Andrea Blome ließ es sich dabei nicht nehmen, auf die „sehr ausgiebige und ausführliche“ Bürgerbeteiligung im Jahr 2013 hinzuweisen. Da war sie allerdings noch nicht im Amt. Gleichzeitig wehrte sie sich gegen den Eindruck, die geplanten Baumfällungen seien „mutwillig“.

Amtsleiter: Alternativ-Vorschläge hätten den Bau weiter verzögert

Es war Aufgabe von Gerd Neweling, Leiter des Amts für Stadtbahnbau, die von der Stadt abgelehnten Alternativ-Vorschläge der Bürgerinitiative als nicht-umsetzbar darzustellen. Insbeondere hätten sie ein neues Planfeststellungsverfahren erfordert, was zu einer neuen Zeitverzögerung geführt hätte. Im Einzelnen kritisierte er unter anderem das Fehlen von Linksabbiegerspuren für den Autoverkehr, vor allem an den Engstellen nicht genug Platz für Fahrräder und Fußgänger und Eingriffe in das Wurzelwerk der Bäume.

Dabei sollten nach Bürgerwunsch vor allem die Bäume erhalten werden. „Vor allem die Linden waren noch total gesund“, sagte ein Baumschützer nach dem Termin. Neweling hatte dagegen festgestellt: „Die Bäume, die hätten erhalten werden können, waren leidend.“

Über 300 Bäume werden gefällt, noch mehr neue werden gepflanzt

Zur „Baufeldfreimachung“ werden nun also zunächst 233 Bäume entlang der Bäume gefällt, dazu noch rund 70 auf der Gehölzfläche Heidekaul“ an der Ecke Bonner Straße/Militärring. Drei Wochen wird es dauern. Durch das abschnittsweise Sperren einer Fahrspur wird es zu zeitweiligen Verkehrsbehinderungen kommen.

Später werden entlang der Bonner Straße 222 neue Bäume gepflanzt. „So wird es zu einem durchgehenden Alleen-Charakter kommen“, verspricht Neweling. Ausgesucht hat man sich dafür einen besonderen Spitzahorn, „robust, schlank und schnell wachsend“.

Als Ausgleich – gesetzlich vorgeschrieben – werden auch 162 neue Bäume in der näheren Umgebung gepflanzt. Außerdem wird das Areal der ehemaligen Aral-Tankstelle Verteiler-Ost „aufgeforstet“, es ist ungefähr so groß wie die Heidekaul. Das Stadtklima „nachhaltig positiv beeinflussen“ soll auch das begrünte Gleisbett der künftigen Linie 5, insgesamt 12.000 Quadratmeter groß – fast so groß wie zwei Fußballplätze.

Dem Fällen der Bäume folgt der Abriss von drei Häusern. Ursprünglich sollte es zehn treffen, Bürgerproteste verhinderten es. Die Häuser stehen im Großraum der Kreuzung Bonner/Schönhauser. Dazu gehört auch die denkmalgeschützte Villa Lenders. Mit ihr verschwindet eines der wenigen Kölner Bürgerhäuser aus dem späten 19. Jahrhunderts im Schinkelschen Stil.

Erst Rheinenergie, dann Stadtentwässerungsbetriebe, dann die KVB

Bevor die KVB ins Spiel kommt, wird ab Februar nächsten Jahres die Rheinenergie Gas-. Wasser- und Stromleitungen verlegen, insgesamt 18 Kilometer – Darunter auch neue Trinkwasserrohre und eine Erweiterung des Fernwärmenetzes. Es folgen ab Juni 2018 die Stadtentwässerungsbetriebe: Sie müssen, um den Hochwasserschutz in Marienburg zu verbessern, einen Stauraumkanal vergrößern. Dies geschieht auf einem 170 Meter langen Abschnitt zwischen Verteiler und Lindenallee. Ein Jahr soll das dauern, mit größeren Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen.

Erst dann wird die KVB mit dem Ausbau der Linie 5 beginnen können, also der Gleisverlegung, dem Bau der vier barrierefreien Haltestellen und der Stromversorgung. KVB-Mitarbeiter Gunter Höhn setzt als „grobes Ziel“ das Jahr 2022 für die Fertigstellung. Während dieser Zeit wird vor allem die Buslinie 132 die Verbindung vom Kölner Süden zum Heumarkt bedienen. Die Nord-Süd-Bahn ist dabei für ihn nur eine von 13 Maßnahmen, die er für den ÖPNV-Bedarfsplan angemeldet hat. Sie alle umzusetzen, ist ein Paket von einer Milliarde Euro.

Für die 3. Bauphase hat die Stadt einen externen „Anliegermanager“ angestellt. Er wird in einem festen Büro und zu festen Zeiten so wie nach Terminabsprache die Anwohner „über den konkreten Bauablauf informieren und in baulichen Belangen beraten“.

Zurück zur Rubrik Köln Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Nachrichten

nachklick_21_11_17

Köln | NACHKLICK 20. - 21 November 2017, 18-18 Uhr | Der report-K Rückblick auf die Nachrichten der vergangenen 24 Stunden aus Köln, Deutschland und der Welt |Kellerbrand – Kölner Feuerwehr in der Bremerstraße im Einsatz. „Die Rache von Melaten“: Das Divertissementchen 2018 sorgt sich um die Tradition. Fahndung - Unbekannter zieht 21-Jährigem Rasierklinge durchs Gesicht. Kölner Hafen-Weihnachtsmarkt am Schokoladenmuseum eröffnet am Freitag. NRW-Verfassungsgericht kippt 2,5-Prozenthürde. Anti-Terror-Razzien in mehreren Bundesländern. Forsa: FDP kann von Ausstieg nicht profitieren. Feuerwehrmann bei Einsatz auf der A3 schwer verletzt. Merkel will Neuwahlen - und wieder antreten. Alle weiteren Nachrichten des Tages hier im Überbklick: Nachklick report-K.

koelnischesstadtmuseum_14_09_17

Köln | Wegen der Sanierung der Dauerausstellung und der Umbauphase im Sonderausstellungsbereich nach dem Ende der Ausstellung „Konrad der Große. Die Adenauerzeit in Köln 1917 – 1933“ bleibt das Kölnische Stadtmuseum von Dienstag, 21. November, bis Freitag, 15. Dezember, für den Besucherverkehr geschlossen. Vom 23. bis zum 25. November 2017 findet im Stadtmuseum die Geigenauktion des Auktionshaus Bongartz statt. Ab Samstag, 16. Dezember, zeigt das Kölnische Stadtmuseum parallel zwei Sonderausstellungen, die politische Ereignisse im öffentlichen Raum dokumentieren: „Trotzdem Alaaf! Kölner Rosenmontag 1991 + 2017“ und „Karin Richert: Im Rechten Licht“. Sie sind bis 25. März 2018 zu sehen.

nachklick_20_11_17

Köln | NACHKLICK 20. November 2017, 0-16 Uhr | Der report-K Rückblick auf die Nachrichten der vergangenen 16 Stunden aus Köln, Deutschland und der Welt | Bundespräsident redet Parteien ins Gewissen - nach Statement um 14 Uhr. Jamaika-Sondierung platzt – Stimmen aus der Kölner Wirtschaft. Lebensgefahr - 14-Jähriger in Bayenthal von Pkw erfasst. Kölnbäder startet Online-Verkauf für den ersten Kursblock 2018. Das neue Musical- und Bühnenprogramm in Köln. Das Wochenende der Kölner Karnevalisten - Ehrungen, Sessionseröffnungen, Bälle. Kölner Haie trennen sich von Cheftrainer Cory Clouston - Peter Draisaitl ist neuer Headcoach des KEC. Radfahrer stirbt bei Kollision mit Lkw in Regensburg. Mugabe verweigert in TV-Ansprache Rücktritt. Alle weiteren Nachrichten des Tages hier im Überbklick: Nachklick report-K.

Theater Köln - Premieren 2017

theaterkritik_kasten300px_neu

Diese Theaterstücke feierten in Köln aktuell Premiere. Die Kritiken:

Eine Reise zu einer Scheißinsel: „Shit Island“ in der Orangerie

--- --- ---

"Inside AfD" - im Theater Tiefrot

--- --- ---

Uraufführung im Schauspiel: „Alles, was ich nicht erinnere“

--- --- ---

„American Psychosis“ in der Studiobühne Köln

--- --- ---

"Wilhelm Tell" im Schauspielhaus

--- --- ---

Urania-Theater: Eröffnung mit „Mutter Courage und ihre Kinder

--- --- ---

Möglicherweise gab es einen Zwischenfall“ im Freien Werkstatt-Theater

--- --- ---

„Feierei“: Theatergruppe c.t.201 feiert in der Studiobühne ihren 25. Geburtstag

--- --- ---

Wie Kraut und Rüben“ am Horizont Theater

--- --- ---

„Romeo und Julia“ begeistern im Schauspiel

--- --- ---

Theater der Keller: Fassbinders „Katzelmacher“ messerscharf aktualisiert

--- --- ---

Alle sehen doppelt: „Amphitryon“ im Metropol Theater

--- --- ---

„Occident Express“ hält im Schauspiel

--- --- ---

Theater im Bauturm: Liebeserklärung an Trude Herr

--- --- ---

Theater der Keller dramatisiert den Roman „Bilquiss“

--- --- ---

Horizont-Theater bringt mit „Liebeslügen oder Treue ist auch keine Lösung“ Sex and the City nach Köln

--- --- ---

Freies Werkstatt-Theater zeigt „Der talentierte Mr. Ripley“

--- --- ---

Schauspiel mit „Peer Gynt“ in die neue Spielzeit

--- --- ---

Spiel mit Geschlechterrollen: Schauspiel zeigt „Frau Schmitz“

--- --- ---

„Old School“ weckt im Schauspiel die Reiselust

--- --- ---

Freies Wertkstatt-Theater: Premiere für „Last Night in Sweden – oder Donald Trump und die Kunst des Wrestlings“

--- --- ---

Orangerie zeigt „Das Gespenst des Joaquín Murieta“

--- --- ---

Theater der Keller startet mit Houellebecqs „Unterwerfung“ in die neue Spielzeit

KARNEVAL NACHRICHTEN

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS