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Die "Pro NRW" Anhänger rekrutieren sich aus dem Bereich Hooligans und tragen Eisernes Kreuz als Schmuck, mit dem Symbol der durchgestrichenen Moschee

„Pro NRW“ mit Hooligans und „Dügida“ vereint unterwegs

Köln | Rund 100 Personen nahmen an der Kundgebung und dem Aufzug der rechtspopulistischen Bürgerbewegung „Pro NRW“ teil. Sie rekrutierten sich aus dem Umfeld der „HoGeSa“ und „Dügida“. „Dügida“-Veranstalterin Melanie Dittmer hielt provokant nach der Aufforderung durch Markus Beisicht die Westergaard Karikatur Mohammeds in die Kameras. Rund 350 Gegendemonstranten waren an diesem eisigen Sonntag auf den Breslauer Platz gekommen.
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Fotostrecke: Die Gegendemonstration und Aufzug der Rechtspopulisten >
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Markus Beisicht forderte Melanie Dittmer auf die Mohammed Karikatur von Westergaard zu zeigen

Die Kölner Polizei spricht von einer weitgehend friedlichen Demonstration. Es kam am Rande der Demonstration von „Pro NRW“ zu kleineren Scharmützeln mit linken Gegendemonstranten, die den Polizeiring um die Rechten durchbrechen wollten. Am Thürmchenswall musste Pfefferspray eingesetzt werden. Drei Personen wurden in Gewahrsam genommen. Beide Veranstaltungen lösten sich gegen 16:30 Uhr auf. Die Polizei war mit einem starken Aufgebot vor Ort, auch berittene Polizeibeamte waren eingesetzt.

Strafanzeige gegen Rednerin soll Staatsanwaltschaft prüfen

Markus Beisicht der Vorsitzende von „Pro NRW“ versprach allen Anwesenden seiner Kundgebung das Bundesverdienstkreuz, wenn man die politische Mehrheit habe. Seine Anhänger, darunter Hooligans, die Ahu, Ahu riefen, nannte Beisicht anständige Deutsche, die Gegendemonstranten, darunter Kölns erste Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, Dunkeldeutschland. „Pro NRW“ nahm die Terroranschläge von Paris zum Anlass massiv gegen den Islam zu agitieren. Geladen hatte man als Rednerin Sigrid Schüßler, die Literatur-, Kunst- und Theatergeschichte studiert hat, einst Mitglied in der NPD, in Bayern sogar Vizevorsitzende der NPD, und als „Hexe Ragnar“ bekannt war. In dieser Rolle war sie auch in Schulen unterwegs, als ihre NDP-Vorliebe allerdings bekannt wurde, konnte sie nicht mehr in Schulen auftreten. Schüßler nannte Köln den Multikultikoloss am schönen deutschen Rhein. Dem Dom werden die Islamisten Minarette aufsetzen, phantasierte Schüßler auf dem Breslauer Platz. Für den Satz „Der Islam gehört zu Deutschland, wie die Scheiße auf den Esstisch“ will die Kölner Polizei eine Strafanzeige stellen. In der Pressemitteilung der Kölner Polizei heißt es: "Gegen eine Rednerin der Bürgerbewegung wurde eine Strafanzeige gefertigt, die der Staatsanwaltschaft zur Prüfung vorgelegt wird. Auf Grund ihrer Äußerungen muss sie mit einem Strafverfahren wegen Volksverhetzung rechnen. Gegen einen Teilnehmer der Versammlung ist wegen eines "Sieg Heil-Rufes" ein Strafverfahren eingeleitet worden." Die Presse ist für Schüßler nicht nur Lügenpresse, sondern auch gleichgeschaltet und die BRD ein Scheinrechtsstaat.

Ängste schüren

Ester Seitz nennt sich selbst politische Aktivistin, Gründungsmitglied und Teamleiterin von „Widerstand Ost/West“. Sie schürt Ängste vor Senfgas mit dem IS-Kämpfer in Deutschland angreifen mit drastischen Worten, spricht vom Blut des deutschen Volkes, dass die Straßen hinabfließen werde und von der obersten Volksverräterin des Landes, die Kämpfer einreisen lasse. Bei ihrer Rede, die sie vom Blatt abliest, hüllt sich Seitz, wie schon in Karlsruhe, in eine Deutschlandfahne, die sie später in ihre Handtasche stopft. Dominik Roeseler von „Pro NRW“ und Anmelder von „HoGeSa“ und „Köln 2.0“ nannte es einen Triumph die ehemalige „HoGeSa“-Route entlanglaufen zu können. Bei dieser Demonstration 2014 kam es zu massiven Ausschreitungen und Gewalttaten von Hooligans und Rechtsextremisten, die Roeseler heute mit keinem Wort bedauerte. Stattdesssen warf er den Sicherheitsbehörden vor, das deutsche Volk nicht zu schützen. Auf ihrem Zug durch das Kunibertsviertel forderten die Rechten immer wieder die Absetzung Merkels als Bundeskanzlerin. Der Aufzug verlief ohne große Zwischenfälle.

Fakt ist, trotz ihrer Agitation und dem Schüren von Ängsten gelingt es den Rechtspopulisten von "Pro NRW" nicht, die Allgemeinheit für sich zu gewinnen. Man malt die Welt in Schwarz und Weiß ohne Graustufen. Diese Art von Propaganda trifft in Köln auf keinen Widerhall. Ganz im Gegenteil "Pro NRW" ist isoliert. Zudem haben sich die Teilnehmer geändert, es sind nun vor allem junge Rechtsextreme und Hooligans, die kommen. Nur noch einige ganz wenige der Alten, die sonst zu Beisichts Anti-Islamisierungsveranstaltungen kamen, nehmen an der "Pro NRW" Veranstaltung teil. Und so rufen die neuen "Pro NRW" Anhänger "Ahu, Ahu" und tragen als Schmuck "Eiserne Kreuze".

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