Köln Nachrichten Köln Nachrichten

Protest gegen Rüstungsmesse "ITEC" in Köln

Köln | vom 20. bis 22. Mai 2014 findet auf dem Kölnmesse-Gelände die internationale Militär- und Rüstungsmesse "ITEC" (International Forum for the Military Training, Education and Simulation Sectors) statt. Die internationalen katholischen Friedensbewegung "Pax Christi Gruppe Köln" und weitere Gruppen kündigten zum Auftakt der Messe Proteste und eine Mahnwache vor der Messe an.  Auch seitens der Kölner Politik gibt es kritische Stimmen.

Die Messe wurde auf der Seite der Kölnmesse nicht angekündigt. Auf Nachfrage von report-k.de teilte ein Sprecher der Kölnmesse schriftlich mit, dass die "ITEC" eine Gastveranstaltung sei, organisiert von der englischen Firma Clarionevents. Der Veranstalter habe die Kölnmesse gebeten, die Messe nicht in ihren Terminkalender aufzunehmen und auf der Website der Kölnmesse zu nennen. Die "ITEC" findet laut Angaben der Kölnmesse nach 2007 und 2011 zum dritten Mal in Köln statt und ist eine Wanderveranstaltung mit wechselnden Standorten. 2015 findet sie in Prag statt.

Die Organisatoren der Prostestbewegung gegen die Messe äußerten sich schriftlich folgendermaßen (Orginialwortlaut):

Wir halten die wiederholte Durchführung dieser  Ausstellung in einer Stadt,  die so unter Kriegshandlungen gelitten hat und deren Oberbürgermeister Mitglied im Städtenetzwerk "Mayors for Peace" ist, für einen Skandal.

Angesichts der guten Tradition der Stadt, sich gegen Rassismus zu wehren, sollte auch hier "Arsch Huh!" , diesmal gegen militärisches Denken, gelten:  Ein Bündnis verschiedener Gruppen protestiert auf verschiedene Weise gegen diese "Fachausstellung" hier in Köln - durch Mahnwachen, Kundgebungen und Aktionen.

Unter anderem sind auch kirchliche Gruppen wie Angehörige der franziskanischen Gemeinschaft aus den Niederlanden und Deutschland und die katholische Friedensbewegung Pax Christi und des Internationalen Versöhnungsbundes  beteiligt.

Dabei fühlen wir uns ermutigt durch die neueste Stellungnahme von Papst Franziskus vom 15.5.14 zum Internationalen Waffenhandel.

Die Initiatoren des Protestes gegen die ITEC hatten angekündigt, während des gesamten Verlaufs der ITEC eine Mahnwache vor der Kölnmesse abzuhalten.

Kölner Grüne: ITEC soll in Köln keinen Platz finden

Die Kölner Grünen lehnen die ITEC in Köln ab und kündigten schriftlich an, sich im Aufsichtsrat der Kölnmesse dafür einsetzen, "dass die Kölner Messehallen für eine solche Veranstaltung nicht zur Verfügung stehen".

LINKE: "Kodex für die Kölnmesse"

Die Ratsfraktion "Die Linke" kritisiert in einer schriftlichen Stellungnahme, dass "mit der Kölnmesse ein städtisches Unternehmen diese Werbe- und Verkaufsveranstaltung für militärische Güter und Dienstleistungen" ermögliche. Die Ratsfraktion unterstütze die für den Dienstagabend angekündigte Demonstration des Friedensbildungswerks auf dem Vorplatz des Kölner Hauptbahnhofes.

Die Mitteilung der Ratsfraktion "Die Linke" zitiert Fraktionssprecher Jörg Detjen: „Die zunehmende Militarisierung der Außenpolitik ist ein gefährlicher Irrweg – wir wollen nicht, dass ein Unternehmen im Eigentum der Stadt Köln dazu beiträgt! Krieg beginnt hier – beim Handel mit Waffen!“

Die Kölner Linksfraktion regt an, einen Kodex für die Kölnmesse festzulegen, der militärische Werbeveranstaltungen ebenso wie rechtsextreme und pornografische Veranstaltungen untersagen soll. Zitat Detjen: „Bislang galt das ungeschriebene Gesetz, dass in der Kölner Messe keine rechtsextremen, pornografischen oder militärischen Veranstaltungen stattfinden. Wir wollen, dass diese Regel wieder uneingeschränkt gilt – auch unter dem Messechef Böse!“

Zurück zur Rubrik Köln Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Nachrichten

rheinboulevard_30062015

Köln | Der Rat der Stadt Köln will seit 2016 einen städtischen Kiosk am Rheinboulevard. So beschloss es die Politik. Drei Jahre später sagt die Verwaltung nein zum Kiosk, die eigentlich die Entscheidungen der Politik umsetzen sollte. Besucher des Rheinboulevards sollen sich nach Auffassung der städtischen Verwaltung an der Außengastronomie eines Luxushotels versorgen, dessen Preise die Verwaltung als derzeit moderat bezeichnet.

tonne_pixabay_18112019

Köln | Im Dezember soll der Kölner Rat über höhere Abfall- und Straßenreinigungsgebühren entscheiden, die ab 2020 in Kraft treten sollen. Die Abfallgebühren steigen um 2,94 Prozent und die Straßenreinigungsgebühren um 4,63 Prozent.

hoecker_jkb_18112019

Köln | Mehrere hundert Demonstranten versammelten sich am Donnerstagabend in der Linzer Straße in Sülz, wo der der Medienrechtsanwalt und Pressesprecher der „Werteunion“ der CDU/CSU Ralf Höcker zu Gast bei der Sülzer Burschenschaft Wartburg Suevia Leipzig war. „Wie man Journalisten mit Zuckerbrot und Peitsche begegnet“, lautete der Titel des Burschenschafts-Abends, von dem das Bündnis „Köln gegen Rechts“ erfuhr und zur Demo unter dem Motto „Mal eben nach de(n)m Rechten sehen“ aufrief.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >