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rapwerkstatt_09122017

Die RapWerkstatt rockt das VHS-Forum im Rautenstrauch-Joest-Museum

RapWerkstatt begeistert beim Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik

Köln | Das Forum der Volkshochschule im Rautenstrauch-Joest-Museum war fast bis auf den letzten Platz besetzt als heute Abend der Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik verliehen wurde und die Freude bei den Gewinnern riesig. Die RapWerkstatt begeisterte nicht nur mit Ihrem Auftritt, sondern bekam auch einen der beiden dritten Preise. Auf Platz 1 landete das Inklusive Kölner Haus. Schauspielerin Annette Frier erzählte im Interview mit Natalie Dedreux von ihrem Film eine Handvoll Leben.

Die Jungs der RapWerkstatt der Gemeinnützigen Werkstatt Köln (GWK) der Werkstatt Bergisch-Gladbach begeisterten mit ihrem Song „Familie ist Familie“ und freuten sich ordentlich, als sie die Trophäe für ihren dritten Platz aus den Händen von Annette Frier bekamen. Dominik erzählt, dass es gar nicht so einfach und vor allem teuer sei gute Beats zu bauen und die Gruppe seit rund zwei Jahren zusammen rappt. Musik sei gut, wenn man mal die Luft rauslassen müsse und der Druck zu groß sei, sagt Dominik. Die Jungs von der GWK gelten dort als die „Jungen Wilden“. Menschen mit Schwierigkeiten sich zu konzentrieren und ausdauernd zu arbeiten. Die RapWerkstatt in Zusammenarbeit mit der offenen Jazzhausschule schult besonders die sozialen Kompetenzen und stärkt nach dem heutigen Auftritt sicher auch das Selbstbewußtsein.

Belobigt wurden die MAD Pride Parade NRW, die Vielfalt und Lebensfreude gegen Ausgrenzung und Diskriminierung auf die Straße bringt. Zum nächsten Mal am 21. Mai 2018. Der DJK Sportverband und die Gemeinnützigen Werkstätten wurden für ihr inklusives Nikolausschwimmen gelobt. Das Zentrum für Bildung und Kultur im Bürgerzentrum Deutz veranstaltet seit 2005 jeweils am ersten Sommerferienwochenende ein erlebnispädagogisches Circusprojekt für 120 Kinder mit ehrenamtlichen Jugendlichen. Das Kölner Mehrgenerationen Varieté ist der Titel des Projektes, das allen Altersgruppen offen steht.

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Die Gruppe Inklusion aus Ehrenfeld

Den zweiten dritten Platz zeichnete Kölns Sozialdezernent Harald Rau aus. Der Preis ging nach Ehrenfeld an die Gruppe Inklusion in Ehrenfeld die eine Erhebung zu barrierefreien Einkaufen in Ehrenfeld durchführten. Rau erzählte von Wilhelmsdorf in Süddeutschland, einem Dorf, dass Inklusion lebt. Dort leben Menschen mit geistiger Behinderung, die auch über Hör- und Sprachprobleme haben mit anderen gemeinsam. Im Dorf wird vereinfachte Sprache gesprochen und alle, auch der Bäcker oder der Metzger sprechen Gebärdensprache. In Ehrenfeld befragte die Gruppe die Barrierefreiheit in Lokalen ab. Jetzt zeigt die Interessensgemeinschaft Ehrenfeld Interesse an der Zusammenarbeit mit der Gruppe.

Den zweiten Preis erhielt KoKoBe und die KVB für Tipps in einfacher Sprache, wenn man mit Bus und Bahn unterwegs ist. 81 Teilnehmer mit geistiger Behinderung oder Mobilitätseinschränkung wurden nach einem Training bei der KVB befragt, welche Informationen für sie wichtig waren, damit sie Busse und Bahnen nutzen können. Die wichtigsten Tipps fanden Eingang in eine Broschüre. Seit 2016 wurden 7.500 Broschüren gedruckt und an ausgewählten Orten verteilt.

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Die Sieger: Das Inklusive Kölner Haus

Den ersten Preis erhielt die Gruppe inklusiv wohnen Köln und das Inklusive Kölner Haus. In Kooperation mit der GAG entstand auf dem Sürther Feld ein barrierefreies Haus für Inklusives Wohnen. Mittlerweile wohnen dort 30 Mieter. Michael Paetzold, der Vorsitzende des Ausschusses Soziales und Senioren lobte das Projekt und umschrieb es mit dem bekannten Satz: „Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum“.

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Journalistin Natalie Dedreux und Annette Frier (beide Mitte) im Gespräch

Annette Frier erzählte im Interview mit Natalie Dedreux von ihrem Film „Eine Handvoll Leben“, bei dem es über Trisomie 21 und Spätabtreibung. Die Rolle sei eine große Herausforderung für sie gewesen und die Reaktionen auf den Film seien enorm gewesen. Es sei wichtig das Thema aus der Tabuecke rauszuholen und dafür zu sorgen, dass das Thema öffentlich wird. Journalistin Natalie Dedreux, die selbst mit Down-Syndrom lebt, brachte das Thema Abtreibung und Spätabtreibung emotional auf den Punkt: „Sie entscheiden sich gegen uns. Ich will leben. Sie wollen uns töten“.

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