Köln Nachrichten Köln Nachrichten

ecosign_fastfashion_ehu_16012018

Sarah Klein und Nicolas Schmitz: Sie trägt ein altes T-Shirt, „ufgemotzt“ mit einem bunten Stück aus einem indischen Sari-Stoff

Rautenstrauch-Joest-Museum und ecosign: „Slow Fashion“ statt „Fast Fashion“

Köln | Die Ausstellung „Fast Fashion“ im Rautenstrauch-Joest-Museum zeigt die unmenschlichen Arbeitsbedingungen, mit den vor allem in Asien Billig-Textilien für Europa produziert werden. Gezeigt werden auch Gegenmodelle, entwickelt von Studentinnen und Studenten der Design-Akademie ecosign. Die Besucher dürfen noch bis Ausstellungsende am 24. Februar ihre „Slow Fashion“-Liebling wählen. Jetzt wurden die drei aktuellen Spitzenreiter vorgestellt.

01_ehu_fastfashion_13012018

Solenne Stadelmann schneiderte eine Hose aus buntem, handgewebten Stoff aus Burkina Faso.

Sarah Klein und Nicolas Schmitz haben die „Pop-up Nähfabrik“ gegründet. Ihr Ziel: Aufarbeitung – neudeutsch: Upcycling – von Kleidungsstücken, die von ihren Trägern aussortiert wurden. Diese Altkleider landen oft in Afrika oder Asien. Dort werden sie von Näherinnen für den heimischen Markt aufgearbeitet, was langfristig die dortige Textilindustrie zerstört.

Informationen mit der „Pop-up Nähfabrik“ in die Schildergasse

Das Kölner Duo „schmückt“ die Textilien an markanten Stellen mit Stücken von bunten Sari-Stoffen aus Indien und Bangladesh. Gleichzeitig haben sie ein Label entworfen, das die herausgetrennten der bekannten Modemarken ersetzt. Außerdem kann es jede Näherin mit ihren Namen kennzeichnen.

So soll zum einen die Wertschätzung für die unbekannten Frauen gesteigert werden. Auch erhoffen sich die beiden Studierenden einen bewussteren Umgang mit der Fülle im Kleiderschrank. Möglichst bald wollen sie ihre „Pop-up Nähfabrik“ in der Schildergasse aufbauen.

3_fastfashion_ehu_16012018

Teresa Müller, Nadine Migesel und Linda Dierk sind fasziniert von „Barkcloth“, einem Kleiderstoff aus Baumrinde.

In Burkina Faso haben Frauen die Hosen an

Solenne Stadelmann haben es die bunten Webstoffe aus Burkina Faso angetan. Bis zur Revolution 1983 durch den später ermordeten Thomas Sankara war Weben Männersache, Sankara wollte die Frauen durch diesen für sie neuen Beruf unabhängig von den Männern machen. Stadelmann Schneiderte aus diesem Stoff eine Frauenhose im Stil der 1920er Jahre: Damals war eine Hose für Frauen revolutionär, wer sie – wie etwa Marlene Dietrich – trug. Zeigte Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit.

Die Studentin konfrontiert ihren Entwurf mit dem einer Frau, deren Gestalt vor schwarzem Hintergrund nur zu ahnen ist – ebenso wie das Kopftuch, das sie trägt. Die bunte Hose beherrscht das Bild: Symbol für fortschreitende Emanzipation, die noch in der Tradition gefangen ist.

Wie aus harter Baumrinde Hemden werden

Mehrere Monate dauert es, bis in aufwändiger Handarbeit aus der Rinde des Ficus-Baums „Barkcloth“ geworden ist: ein Stoff, aus dem in Uganda Textilien und Taschen hergestellt werden. Teresa Müller, Nadine Migesel und Linda Dierke waren dort.

In einem Video zeigen sie, wie ein Vater und Sohn dieses „garantiert abriebfreie“ Material produzieren – beide stehen stellvertretend für alle, die Rohstoffe für Kleidung herstellen. Die Arbeitsschritte hat das Trio auf ein großes Hemd aus Barkcloth gezeichnet. Ein Einzelstück, denn das Material ist schwer zu bearbeiten und daher nicht „massentauglich“.

„Fast Fashion - die Schattenseiten der Mode“ – bis 24. Februar 2019. Cäcilienstr. 29-33 (Am Neumarkt), Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, am ersten Donnerstag im Monat 10-22 Uhr (außer an Feiertagen). Eintritt zur Sonderausstellung 12/9 Euro.

Zurück zur Rubrik Köln Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Nachrichten

Die Bedeutung digitaler Angebote wird größer. Diese werden als Erweiterung und nicht als Konkurrenz verstanden.

Köln | Die Digitalisierung nimmt im Alltag der Menschen eine immer größere Rolle ein. Dem trägt die Kölner Volkshochschule in ihrem Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Bestehen zunehmend Rechnung, indem sie ihr digitales Angebot verstärkt. Das bedeutet, dass immer mehr Menschen den Zeitraum und den Ort des Lernens selbst bestimmen wollen. „Das bedeutet aber nicht, dass wir die Präsenskurse aufgeben wollen, vielmehr sind die digitalen Angebote eine Erweiterung unseres Programms“; betont der Amtsleiter der VHS, Jakob Schüller, bei der Vorstellung des Programms im zweiten Semester des Jubiläumsjahres. Die Einrichtung feiert 2019 ihr 100-jähriges Bestehen.

wehrle_2112012

Köln | Der Geschäftsführer des 1.FC Köln, Alexander Wehrle, hat die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker für ihren Vorstoß zum FC-Ausbau am Geißbockheim kritisiert. Das Thema Klimanotstand mit den Plänen zu verknüpfen, halte er für fragwürdig, sagte Wehrle der Kölnischen Rundschau. "Selbstverständlich haben wir diverse Gutachten in Auftrag gegeben, das Klimagutachten kommt nicht zu dem Ergebnis, dass drei Fußballplätze das Klima in Köln nachhaltig schädigen."

zoo_step_16082019

Im Kölner Zoo wurde das Gehege der Löwen aufwendig saniert. Bis Ostern bekommen auch die Tiger eine neue Umgebung.

Köln | Interessiert erkundet Löwe Navin sein neugestaltetes Außengehege – das er und seine Löwin Gina gestern zum ersten Mal besichtigen durften. Wenn die prächtige Raubkatze oben auf dem neuen Kunstfelsen steht, erinnert die Szene ein wenig an den aktuellen Disney-Kinofilm „Der König der Löwen“. Stolz steht Navin im leichten Sommerwind und betrachtet aufmerksam seine Umgebung inklusive der vielen menschlichen Zaungäste.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >