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Oberbürgermeisterin Henriette Reker bei der Pressekonferenz am 5. März 2021.

Reker hinterfragt regionale Öffnungsstrategie des Landes und kritisiert Idee der Schwerpunkt-Impfpraxen

Köln | Die Stadt Köln informierte seit längerem wieder einmal aus dem Krisenstab. Oberbürgermeisterin Henriette Reker hält die Öffnungsperspektive für unausweichlich, da der Druck aus der Bevölkerung auf die Politik nicht mehr auszuhalten gewesen sei.

Maßnahmen, analysiert Reker, machten nur dann Sinn, wenn die Bevölkerung sie mittrage und daher sei die Öffnungsperspektive richtig. Reker spricht bei den Inzidenzen von Köln von einem stagnierenden Trend. Positiv bewertete die Kölner Oberbürgermeisterin die vermehrte Testung und die Schnelltests, kritisierte aber zugleich, dass ein Schnelltest pro Woche zu wenig sei. Damit könne die Öffnung nicht abgesichert werden. Reker plädierte dafür, dass alle Menschen jeden Morgen einen Schnelltest machen sollten.

Zudem sprach sich Reker für eine schnellere Impfung durch Hausärzte aus, damit auch die Älteren die in ihren eigenen vier Wänden lebten schnell geimpft werden können. Reker befürwortet die Impfung der über 65-Jährigen mit AstraZeneca. Skeptisch begegnet Reker der Coronaschutzverordnung des Landes, die keine regionalen Unterschiede mache. Der Kreis Düren etwa habe derzeit eine Inzidenz über 120, so Reker, die bei einer Kölner Öffnung dann einen Einkaufstourismus aus Kreisen mit höheren Inzidenzen fürchte. Hier gelte es Mobilität zu verhindern. Sie werde jetzt Gespräche in und mit der Region suchen. Unverständnis äußerte Reker auch für den Umstand, dass sich jetzt wieder mehr Menschen im privaten Umfeld, also der Wohnung treffen dürften, aber die Außengastronomie geschlossen und damit Treffen an der frischen Luft verhindert würden.

Dr. Johannes Nießen, der Leiter des Kölner Gesundheitsamtes, zeigte auf, dass die britische Virusmutation seit mehreren Tagen für mehr als 50 Prozent der Neuinfektionen verantwortlich ist. Die Infektionszahlen mit der britischen Mutante folgen einer exponentiellen Entwicklung, während die Entwicklung der südafrikanischen Variante linear verläuft. Zudem spielt die britische Mutante aktuell die Hauptrolle bei den schweren Verläufen, die stationär behandelt werden müssen. Auf Intensivstationen kommen derzeit nur Patient*innen, die sich mit der britischen Mutante infizierten.

Dr. Christian Miller, der Chef der Kölner Feuerwehr, sieht immer noch eine hohe saisonale Belastung der Intensivstationen, aber die Zahl der freien Betten pendelte sich um die 10 Prozent ein, da doch weniger Coronapatient*innen behandelt werden müssen. Bei den Impfungen impft die Stadt derzeit rund 2.200 Personen, davon 1.500 mit Biontech und 700 mit AstraZeneca. Das Kölner Impfzentrum arbeitet seit vergangenen Montag im Zweischichtbetrieb. Ab kommenden Montag werden auch weitere Berufsgruppen geimpft etwa das Kitapersonal und das Lehrpersonal an Grund- und Förderschulen.

Sehr kritisch sieht die Stadt Köln die Idee des Landes fünf Schwerpunktimpfpraxen pro Kommune einzurichten. Dies, so Reker, sei viel zu wenig für eine Millionenmetropole wie Köln.

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