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Rizin-Fund in Köln: Keine Anhaltspunkte für konkrete Anschlagspläne

Karlsruhe | Nach dem Rizin-Fund in Köln haben die Ermittler bislang keinerlei Anhaltspunkte für konkrete Anschlagsplanungen gefunden. Die bisherigen Erkenntnisse legten allerdings nahe, dass der Beschuldigte erwogen habe, einen Sprengsatz herzustellen, teilte die Bundesanwaltschaft am Mittwoch mit. Wie weit der beschuldigte Tunesier mit der Herstellung fortgeschritten war, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Bei den Durchsuchungsmaßnahmen wurden insgesamt 3.150 Rizinussamen sowie 84,3 Milligramm Rizin sichergestellt, mehr als doppelt so viele Rizinussamen als bislang angenommen. Rizin unterfällt als biologische Waffe dem Kriegswaffenkontrollgesetz. Seine Wirkung ist abhängig von der Menge des Gifts und der Art und Weise seiner Verabreichung.

Nach den bisherigen Ermittlungen bestellte der Beschuldigte die Rizinussamen über das Internet. Die genaue Herkunftsquelle wird derzeit noch gesucht. Neben den Rizinussamen wurden 250 Metallkugeln, zwei Flaschen acetonhaltiger Nagellackentferner, Drähte mit aufgelöteten Glühbirnen sowie 950 Gramm eines grauen Pulvers sichergestellt, dessen Verwendungszweck noch nicht umfassend geklärt werden konnte, so die Bundesanwaltschaft.

Eine Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung konnte trotz Kontakten des Tatverdächtigen mit Personen aus dem radikal-islamistischen Spektrum bislang nicht festgestellt werden. Der Inhalt der Kommunikation mit diesen Personen ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

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