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Rosenmontag 2018: Durchgehende Pferde - Polizei ermittelt weiter

Köln | Die Kölner Polizei hat die Ermittlungen zum Vorfall im Kölner Rosenmontagszug mit den durchgehenden Pferden nun an die Kriminalpolizei übergeben und ermittelt wegen Körperverletzung. Der Treue Husar blau-gelb, in dessen Gruppe die Pferde mit der Kutsche auf Höhe des El-De-Hauses durchgingen hat den Vorfall mittlerweile bedauert.

Die Kölner Polizei ermittelt wegen Körperverletzung, da es sich nicht um einen Verkehrsunfall handelt. Der Grund hierfür ist, dass es sich für die Polizei beim Rosenmontagszug um ein abgesperrtes Veranstaltungsgelände handelt und damit nicht das Verkehrskommissariat zuständig ist, sondern die Kriminalpolizei. Aber es gibt noch nicht viel Neues. Die drei Männer aus der Fußgruppe des Treuen Husaren blau-gelb befinden sich weiter in ärztlicher Behandlung in Kliniken. Sie sind 20, 55 und 60 Jahre alt.

Kriminalpolizei ermittelt

Unterschiedliche Medien berichteten von einem Schuss aus einer Zwille oder davon, dass die Tiere "beschossen" wurden und anschließend durchgegangen seien. Davon ist der Kölner Polizei aktuell nichts bekannt. Die Pferde wurden nach dem Vorfall von einem Tierarzt untersucht und für nicht verletzt erklärt. Die Pferde werden nicht kriminaltechnisch untersucht. Allerdings gehe das nun zuständige Kriminalkommissariat, so eine schriftliche Mitteilung der Kölner Behörde, dass die Pferde nach dem Wurf eines Gegenstands aus der Zuschauermenge heraus durchgegangen sein sollen. Die Polizei erklärte dazu, dass es mehrere Zeugen gebe, die eine solche Behauptung aufgestellt haben. Diese sollen jetzt von Beamten der Kriminalpolizei erneut befragt werden.

Treuer Husar bedauert den Vorfall

Der Treue Husar blau-gelb erklärte im öffentlichen Bereich seiner Facebookseite: "Liebe Freunde, Wie ihr sicherlich alle mitbekommen habt, wurde unser Rosenmontagszug von einem tragischen Unfall überschattet. Wir alle sind in Gedanken bei den Verletzten, die sich zum Glück alle auf dem guten Weg der Erholung befinden - ein großes Dankeschön an die vielen Helfer vor Ort! Wir danken euch auch für die vielen guten Wünsche und nehmen auch alle anderen Kommentare zur Kenntnis. Bitte habt aber Verständnis, dass wir nicht auf jeden einzelnen Kommentar eingehen können und uns jetzt auch an keinen Diskussionen beteiligen wollen und können, solange die Polizei noch ermittelt. Vielen Dank für euer Verständnis und euch allen noch einen schönen letzten Sessionstag! Alaaf!"

bmt titelt "Hölle alaaf"

Mittlerweile hat auch der Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) Stellung bezogen. NRW-Innenminister Reul wird für seine Aussage kritisiert, die er direkt nach dem Zug getroffen haben soll, dass Karnevalsumzüge ohne Pferde Mist seien. Der bmt fordert den Minister zu einer fachlich getragenen und offenen Diskussion um ein Pferdeverbot auf Karnevalsumzügen in NRW auf. Der bmt macht auf das immense Sicherheitsrisiko aufmerksam, wenn ein mehr als 600 kg schweres Tier in Panik gerate. Auch seien Pferde wesentlich geräuschempfindlicher als Menschen. "Ein Pferdeverbot für Festumzüge in NRW wäre ein deutliches Sicherheitsplus für die vielen tausend  Karnevalisten und würde gleichzeitig belegen, dass der Tierschutz in  NRW für die Landespolitik einen hohen und ernst zu nehmenden Stellenwert einnimmt“, so Karsten Plücker, Vorsitzender des bmt.

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