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Das Ehepaar Roswitha und Erich bei der Preisverleihung im Käthe-Kollwitz-Museum. Links Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der „Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit“. Foto: privat

Roswitha und Erich Bethe erhalten den Giesberts-Lewin-Preis 2018

Köln | Zum 13. Mal wurde am Montag – traditionell im Käthe-Kollwitz-Musuem – der Giesberts-Lewin-Preis verliehen. Dieser zeichnet damit den Einsatz gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus aus. In diesem Jahr ging er an das Ehepaar Roswitha und Erich Bethe aus Bergisch-Gladbach.

Jürgen Wilhelm, Vorsitzender derKölnischen Gesellschaft, wies in seiner Laudatio auf die aktuelle politische Lage hin, in der Rassismus, Antisemitismus und Antiislamismus weltweit zunehmen – verbunden mit einer Erosion demokratischer Werte. In Deutschland treffe dies besonders für die AfD zu. Bei ihre habe man es „nicht nur mit großmäuligen Politanfängern zu tun, sondern mit gefährlichen, strategisch vorgehenden Populisten, die antisemitische Stereotype zwischen den Zeilen andeuten, aber alle wissen, was gemeint ist.“ Die AfD sei in weiten Teilen, bis hin zu hohen Funktionären, eine antisemitische Partei.

„Öffentlich gegen AfD und andere Rechte aufstehen und demonstrieren!“

Dagegen gebe es nur eine Antwort: „Aufstehen, sich öffentlich dagegen stemmen, widersprechen, demonstrieren, der AfD und anderen Rechten nichts durchgehen lassen. In Parlamenten und auf der Straße, in Schulen und Universitäten, bei öffentlichen Debatten und im privaten Kreis: immer wieder dagegen halten.“ Zusätzlich bedürfe es einer langfristig angelegten politischen Bildungsarbeit, die auf eine demokratische und pluralistische Gesellschaft abziele, in der Offenheit, Freiheit des Andersdenkenden, aber auch Solidarität das anzustrebende Verhaltensmuster sein müsse. Und nicht Ablehnung, Ausgrenzung, Angstschüren und Rassismus eine Rolle spielten: „Eine Gesellschaft, in der Antisemitismus keinen Platz mehr hat.“

Hier helfe die 2010 vom Ehepaar Bethe gegründete Stiftung „Erinnern ermöglichen“: Dank ihrer Unterstützung konnten bis jetzt über über 35.000 Schülerinnen und Schüler an Gedenkstättenfahrten in ehemalige KZ-Vernichtungsstätten, insbesondere Auschwitz, teilnehmen. Weiter unterstützt das Ehepaar Menschen, die die „Willkommenskultur“ gegenüber Flüchtlingen aufrechterhalten.

Spenden für das Kölner NS-Dokumentationszentrum werden verdoppelt

In Wuppertal profitierte das ArtHotel, in den Jahren 2016 und 2017 Herberge für mehrere hundert Flüchtlinge vom Engagement der beiden. Im palästinensischen Beit Jala baute die Stiftung eine Förderschule für bis zu 100 junge Menschen mit und ohne Behinderung. In Kambodscha wird ein Kinderkrankenhaus unterstützt. Aktuell verdoppelt die Stiftung Spenden, die im Rahmen eines Kulturprogramms für das Kölner NS-Dokumentationszentrum zusammenkommen.

Schon 1996 wurde die Bethe-Stiftung gegründet, dieinzwischen 14 Kinderhospize. Ein dritter Arbeitsschwerpunkt ist der Kinderschutz. Hier werden Einrichtungen unterstützt,die sich um vernachlässigte sowie körperlich und sexuell misshandelte Kinder und Jugendliche kümmern oder sich – wie der Kölner Verein Zartbitter – für Prävention und Aufklärung einsetzen.

Der Preis erinnert an die Förderer des deutsch-israelischen Jugendaustauschs

Der Giesberts-Lewin-Preis ist benannt nach Johannes Giesberts, der von 1952 bis 1974 Kölner Schuldezernent war, und dem israelischen Kulturattaché Shaul Lewin. Beide bauten den deutsch-israelischen Jugendaustausch maßgeblich aus. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Gunter Demnig, Beate Klarsfeld, Gerhart Baum, Rolly Brings, Günther Wallraff und im Vorjahr Volker Beck. Der Preis ist nicht Dotiert, er besteht aus einer Stahlskulptur des Bildhauers Ansgar Nierhoff.

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