Köln Nachrichten Köln Nachrichten

gisbert_lewin_preis_bethe_28112018

Das Ehepaar Roswitha und Erich bei der Preisverleihung im Käthe-Kollwitz-Museum. Links Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der „Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit“. Foto: privat

Roswitha und Erich Bethe erhalten den Giesberts-Lewin-Preis 2018

Köln | Zum 13. Mal wurde am Montag – traditionell im Käthe-Kollwitz-Musuem – der Giesberts-Lewin-Preis verliehen. Dieser zeichnet damit den Einsatz gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus aus. In diesem Jahr ging er an das Ehepaar Roswitha und Erich Bethe aus Bergisch-Gladbach.

Jürgen Wilhelm, Vorsitzender derKölnischen Gesellschaft, wies in seiner Laudatio auf die aktuelle politische Lage hin, in der Rassismus, Antisemitismus und Antiislamismus weltweit zunehmen – verbunden mit einer Erosion demokratischer Werte. In Deutschland treffe dies besonders für die AfD zu. Bei ihre habe man es „nicht nur mit großmäuligen Politanfängern zu tun, sondern mit gefährlichen, strategisch vorgehenden Populisten, die antisemitische Stereotype zwischen den Zeilen andeuten, aber alle wissen, was gemeint ist.“ Die AfD sei in weiten Teilen, bis hin zu hohen Funktionären, eine antisemitische Partei.

„Öffentlich gegen AfD und andere Rechte aufstehen und demonstrieren!“

Dagegen gebe es nur eine Antwort: „Aufstehen, sich öffentlich dagegen stemmen, widersprechen, demonstrieren, der AfD und anderen Rechten nichts durchgehen lassen. In Parlamenten und auf der Straße, in Schulen und Universitäten, bei öffentlichen Debatten und im privaten Kreis: immer wieder dagegen halten.“ Zusätzlich bedürfe es einer langfristig angelegten politischen Bildungsarbeit, die auf eine demokratische und pluralistische Gesellschaft abziele, in der Offenheit, Freiheit des Andersdenkenden, aber auch Solidarität das anzustrebende Verhaltensmuster sein müsse. Und nicht Ablehnung, Ausgrenzung, Angstschüren und Rassismus eine Rolle spielten: „Eine Gesellschaft, in der Antisemitismus keinen Platz mehr hat.“

Hier helfe die 2010 vom Ehepaar Bethe gegründete Stiftung „Erinnern ermöglichen“: Dank ihrer Unterstützung konnten bis jetzt über über 35.000 Schülerinnen und Schüler an Gedenkstättenfahrten in ehemalige KZ-Vernichtungsstätten, insbesondere Auschwitz, teilnehmen. Weiter unterstützt das Ehepaar Menschen, die die „Willkommenskultur“ gegenüber Flüchtlingen aufrechterhalten.

Spenden für das Kölner NS-Dokumentationszentrum werden verdoppelt

In Wuppertal profitierte das ArtHotel, in den Jahren 2016 und 2017 Herberge für mehrere hundert Flüchtlinge vom Engagement der beiden. Im palästinensischen Beit Jala baute die Stiftung eine Förderschule für bis zu 100 junge Menschen mit und ohne Behinderung. In Kambodscha wird ein Kinderkrankenhaus unterstützt. Aktuell verdoppelt die Stiftung Spenden, die im Rahmen eines Kulturprogramms für das Kölner NS-Dokumentationszentrum zusammenkommen.

Schon 1996 wurde die Bethe-Stiftung gegründet, dieinzwischen 14 Kinderhospize. Ein dritter Arbeitsschwerpunkt ist der Kinderschutz. Hier werden Einrichtungen unterstützt,die sich um vernachlässigte sowie körperlich und sexuell misshandelte Kinder und Jugendliche kümmern oder sich – wie der Kölner Verein Zartbitter – für Prävention und Aufklärung einsetzen.

Der Preis erinnert an die Förderer des deutsch-israelischen Jugendaustauschs

Der Giesberts-Lewin-Preis ist benannt nach Johannes Giesberts, der von 1952 bis 1974 Kölner Schuldezernent war, und dem israelischen Kulturattaché Shaul Lewin. Beide bauten den deutsch-israelischen Jugendaustausch maßgeblich aus. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Gunter Demnig, Beate Klarsfeld, Gerhart Baum, Rolly Brings, Günther Wallraff und im Vorjahr Volker Beck. Der Preis ist nicht Dotiert, er besteht aus einer Stahlskulptur des Bildhauers Ansgar Nierhoff.

Zurück zur Rubrik Köln Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Nachrichten

schroeter_PR_26062019

Köln | Es geht hoch her im Atelierzentrum Ehrenfeld, wo noch bis Ende der Woche die Ausstellung „Munaqabba – über Frauen in Vollverschleierung in Deutschland“ läuft. Nicht nur Frauen mit muslimischem Migrationshintergrund legten massiven Protest ein. Fotografin Selina Pfrüner erhält mittlerweile Drohungen. Wie sehen unabhängige Islamexperten das Ausstellungsprojekt? Wir fragten Susanne Schröter, Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam und Mitglied des Hessischen Präventionsnetzwerks gegen Salafismus.

hooligan_demo_261014

Köln | „Combat 18“ („Kampfgruppe Adolf Hitler“) ist eine neonazistisch-terroristische Organisation, die im Zusammenhang mit dem Mord am Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke in die Schlagzeilen geriet. Der mutmaßlich Verdächtige am Mord an Walter Lübcke der Kasseler Stephan E. könnte über Personen aus dem „Combat 18“ („C18“)-Netzwerk mit diesem in Verbindung gestanden haben. Nach einer Anfrage der Grünen im Landtag von Nordrhein-Westfalen, teilte das Innenministerium im März mit, dass „C18“ in NRW von 2009 bis 2017 insgesamt 84 Straftaten beging. 19 davon in Köln. Einer der Tatverdächtigen, der für einen Großteil der 19 Kölner Straftaten verantwortlich sein soll, wohnt in Köln, so die Polizei Köln auf Anfrage dieser Internetzeitung. Ein Kölner Zelle von „Combat 18“ gebe es nicht, so die Ermittler.

Köln | Der Maifisch galt entlang des Rheins einst als Lachs der Armen. Dann war er ausgestorben und heute zeigt das Besatzprogramm, dass mit Mitteln der europäischen Union gefördert wurde, erste Erfolge. Am 6. Juni wurden bei Poll 30.000 Maifischlarven in den Rhein gesetzt.

Interviews zur Europawahl 2019

koepfe_europawahl_2019

Interviews mit den Kandidaten zur Europawahl 2019

Die Redaktion von report-K fragte alle Parteien und Gruppierungen an und bat um die Nennung von Interviewpartnerinnen und -partner von Kandidatinnen und Kandidaten zur Europawahl 2019. Nicht alle Parteien antworteten oder schickten Kandidaten. Die Liste der Parteien, die keine Interviewkandidaten anboten, finden sie am Ende dieser Direktlinks zu den einzelnen Kandidateninterviews.

Martin Schulz, SPD, (kein Kandidat) im Europawahlkampf in Köln

Martin Schirdewan, Die Linke

Damian Boeselager, Volt

Marie-Isabelle Heiß, Volt Europa

Andre Veltens, Partei der Humanisten

Engin Eroglu, Freie Wählern

Christian Rombeck, Demokratie direkt

Fabienne Sandkühler, Partei der Humanisten

Michael Kauch, FDP

Murat Yilmaz, Die Linke

Eileen O‘Sullivan, Volt

Hans Werner Schoutz, LKR

Prof. Dr. Holger Schiele, LKR

Birgit Beate Dickas, Die Partei
Sabine Kader, Die Partei

Inga Beißwänger, Bündnis Grundeinkommen

Inessa Kober, MLPD

Fritz Ullmann, MLPD

Reinhard Bütikofer, Bündnis 90/Die Grünen

Katarina Barley, SPD

Gerd Kaspar, FDP

Moritz Körner, FDP

Philipp Tentner, SGP

Renate Mäule, ÖDP

Elisabeth Zimmermann-Modler, SGP

Arndt Kohn, SPD

Dietmar Gaisenkersting, SGP

Claudia Walther, SPD

Alexandra Geese, Bündnis 90/ Die Grünen

Nadine Milde, Bündnis 90/Die Grünen

Sandra Lück, Tierschutzpartei

Daniel Freund, Bündnis 90/Die Grünen

Nicola Beer, FDP Spitzenkandidatin

Axel Voss, CDU

Felix Werth, Partei für Gesundheitsforschung

Karin Schäfer, Die Violetten

Marion Schmitz, Die Violetten

Claudia Krüger, Aktion Partei für Tierschutz – Das Original - Tierschutz hier!

Dr. Tobias Lechtenfeld, Volt Europa

Friedrich Jeschke, Volt Europa

Michael Schulz, Die Grauen – Für alle Generationen

Chris Pyak, Neue Liberale

Christian Rombeck, Demokratie direkt

Georg Lenz, Die Partei

Niels Geucking, Familienpartei

Helmut Geucking, Familienpartei

Diese Parteien und Vereinigungen nahmen das Interviewangebot von report-K nicht wahr: Piratenpartei Deutschland, Graue Panther, DER DRITTE WEG,Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), DIE RECHTE,Ab jetzt...Demokratie durch Volksabstimmung, Menschliche Welt (MENSCHLICHE WELT), PARTEI FÜR DIE TIERE DEUTSCHLAND (PARTEI FÜR DIE TIERE), Alternative für Deutschland (AfD), Demokratie in Europa - DiEM25, Ökologische Linke (ÖkoLinX), Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit (BIG), Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz (Tierschutzallianz), Bündnis C - Christen für Deutschland (Bündnis C), Bayernpartei (BP), Europäische Partei LIEBE (LIEBE), Feministische Partei DIE FRAUEN (DIE FRAUEN), Christlich-Soziale Union in Bayern e.V. (CSU).

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >