Köln Nachrichten Köln Nachrichten

fb_eintrag_05012016

Silvester-Straftaten: Rechtspopulisten verbreiten Reisewarnungen für Köln - in sozialen Medien rufen Einzelne offen zu Gewalt auf

Köln | Sprengen die Straftaten an Silvester das soziale Gefüge in der Stadt? Ein E.G. ruft auf Facebook zur Gewalt auf: Da ist es wieder das Wort vom „Untermenschen“. Ein E.G. hat es auf Facebook gepostet, die Seite ist mittlerweile vom sozialen Netzwerk gesperrt. Es ist eingebunden in einen Aufruf in der Altstadt spazieren zu gehen und „die Stadt etwas reinigen!!!“ Neben dieser Initiative nutzen auch die Rechtspopulisten von "Pro Köln" und "Pro NRW" das Thema für Ihre Propaganda. Für Mittwoch haben die Rechtspopulisten von „Pro NRW“ zu einem Infostand vor den Hauptbahnhof geladen und die Vorsitzende der Ratsgruppe von „Pro Köln“ Judith Wolter spricht gar eine „Reisewarnung für das „bunte“ Köln“ aus – Untertitel „No Go Area für Frauen!“

Nach eigenen Angaben habe Judith Wolter ein Schreiben an die wichtigsten Städtereisen Anbieter geschickt in dem es heißen soll: „Weder Stadt noch Polizei können derzeit in dem beschriebenen Gebiet für die Sicherheit von Touristen und Einheimischen garantieren. Besonders für Frauen muss hier in den Abend- und Nachtstunden von einem hohen Sicherheitsrisiko ausgegangen werden. In der Silvesternacht musste sogar eindeutig von einem rechtsfreien Raum und einer No-Go-Area für Frauen gesprochen werden. Für den Höhepunkt der Karnevalssaison ist leider mit einer ähnlichen Lage zu rechnen. Da wir vermeiden wollen, dass die Kunden Ihres Unternehmens evtl. Opfer dieser Zustände werden, wenden wir uns frühzeitig mit diesen Sicherheitshinweisen an Sie.“ Bezeichnend sind die Tags, die die Rechtspopulisten von "Pro Köln" angegeben haben: "Asylwahnsinn, Ausländerkriminalität".

Der Kölner Kreisverband der rechtspopulistischen Bürgerbewegung „Pro NRW“ habe „für diesen Mittwoch ab 14 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz einen lautsprecherunterstützten Infostand angemeldet“.

Offene Gewaltandrohung im Netz

Am Montag hat sich bei Facebook eine Gruppe mit dem Namen „Altstadtspaziergang“ gegründet, die allerdings jetzt nicht mehr erreichbar ist. In einem Screenshot, der der Redaktion vorliegt werden Begriffe wie „Untermenschen“ verwendet und offen Gewalt angedroht, man wolle die Stadt reinigen. Es gebe schon Unterstützer heißt es in dem Eintrag. E.G. spricht in einem weiteren Beitrag auch davon, dass man bereits vor zwei Jahren im Karneval aktiv gewesen sei: "Und ich weiß von vor 2jahren Karneval vorm Sion ...wir zu 10 gegen 30 von denen dass die cops zu uns halten ! Nach dem wir sie bearbeitet hatten gabs nochmal feuer von der Schmier ! Also die sind's auch satt ...da mache ich mir keine sorgen!"

Das Bündnis Köln gegen Rechts wendet sich entschieden gegen diesen Aktivismus. In einem Schreiben heißt es in einem schriftlichen Zitat: „Sonja Ziegler, Sprecherin von„Köln gegen Rechts – Antifaschistisches Aktionsbündnis“verurteilt die gewalttätigen Übergriffe von Männern - egal welcher Nationalität - gegen Frauen in der Sylvester Nacht. Gleichzeitig wendet Köln gegen rechts sich entschieden gegendie rassistische Vereinnahmung des berechtigten Protestes gegen Männergewalt.“

Zurück zur Rubrik Köln Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Nachrichten

reker_26022016

Köln | Die Stadt Köln hat heute mitgeteilt, dass Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Schirmherrschaft über die Menschenkette zur Abschaltung der Atomreaktoren in Tihange übernommen habe. Die Forderung: Stillegung des belgischen Atomreaktors Tihange 2. Die Kölner Parteien CDU, FDP, Grüne, Linke und SPD fordern die Bürger Kölns auf, sich an der Menschenkette zu beteiligen.

nachklick_22_06_17

Köln | NACHKLICK 21. -22. Juni, 17-17 Uhr | Der report-K Rückblick auf die Nachrichten der vergangenen 24 Stunden aus Köln, Deutschland und der Welt | Vermisster Jugendlicher aus Rodenkirchen tot am linksrheinischen Ufer in Köln-Niehl geborgen. Spielzeit 2017/18 am Freie Werkstatt-Theater. Ozonwerte am 22. Juni überschreiten Informationsschwelle in NRW. Der Musiker Gunter Gabriel ist tot. Kölner SPD äußert sich zum Koalitionsvertrag CDU und FDP. Person im Rhein: Rettungseinsätze der Feuerwehr Köln. Person im Rhein - So verhalten Sie sich richtig. Am Samstag eröffnet Lukas Podolski die Eisdiele Ice Cream United. Hochwasserschutzübungen mit mobilen Wänden am Rheinboulevard. Menschen mit ausländischen Namen werden laut einer Studie bei der Wohnungssuche in Deutschland benachteiligt. Die Kölner Feuerwehr meldet einen Waldbrand am Höhenfelder Mauspfad in Köln-Dellbrück. Kölnbäder mit Zertifikat ausgezeichnet. Das NS-Dok wird räumlich und thematisch erweitert. Alle weiteren Nachrichten des Tages hier im Überbklick: Nachklick report-K.

gross_st_martin1742012

Köln l  Das Münchner Start-up TimeRide bezieht nach eigenen Angaben ab Herbst 2017 am Kölner Alter Markt gegenüber dem Jan-von-Werth-Denkmal ein Ladenlokal und dort bietet dort Virtual Reality über Köln an.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets