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Wollen mit ihrem Ebenbild neue Kolleginnen und Kollegen werben: Natalie Fuhrmann und Fabio Nerone...

Stadt Köln sucht Mitarbeiter – was hinter der Kampagne Ordnungskräfte steckt

Köln | Sie zeigen „Ein Herz für Köln“ und sorgen für eine saubere, sichere und lebenswerte Stadt sorgen. So definiert Dezernent Stephan Keller die Aufgabe des städtischen Ordnungsdienstes. Eine durchaus ehrenvolle Aufgabe – doch der Stadt fällt es schwer, die derzeit 80 offene Stellen zu besetzen?

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... sowie Annika Eiden und Stefan Prillwitz.

Es ist sicher kein leichter Job, zwischen Nachbarn zu vermitteln, von denen die einen nachts eine laute Party feiern und die anderen schlafen wollen. Frauen ein Knöllchen zu verpassen, die trotz Verbot auf einem Spielplatz rauchen, oder Männern, die unerlaubterweise im Rheinpark grillen.

Im Visier: Alkoholverbot für Jugendliche und Straßenmusiker

Ordnungskräfte kontrollieren in Gaststätten das Ausschankverbot von Alkohol an Jugendliche, überwachen das Entfernen von Hundekot oder markieren Fahrradleichen. Sie sorgen dafür, dass sich Straßenmusiker an die Regeln halten. Nebenbei bemerkt: Knöllchen für Falschparker sind Aufgaben des Verkehrsdienstes.

Und das alles im Dienst der Stadt – zukunfts- und planungssicher. Dazu noch abwechslungsreich. Weshalb sich auch Stefan Prillwitz vor zwei Jahren dafür entschieden hat, im Ordnungsdienst der Stadt anzuheuern. Schließlich hat der ehemalige Außendienstler eine junge Familie zu versorgen. Und trotz Schichtdienst ist auch Fabio Nerone eine Ordnungskraft geworden. Schließlich kann er jetzt bei seiner Familie bleiben und ist nicht mehr wochenlang als Koch auf einem Kreuzfahrtschiff unterwegs.

Beide konnten – eine unabdingbare Voraussetzung – eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen, als sie sich bei der Stadt bewarben. Ebenso Natalie Fuhrmann und Anika Eiden. Alle vier haben sich als Model für eine Image-Kampagne zur Verfügung gestellt, mit der die Stadt jetzt auf 300 Plakaten mit der gefühlsduseligen Parole „Ein Herz für Köln“ um neue Kolleginnen und Kollegen wirbt.

„Rambo-Typen“ haben keine Chance

„Wir wollen durchsetzungsfähige Persönlichkeiten, aber keine Rambo-Typen“, stellt eine Stadtsprecherin klar. Und wer erst einmal genommen wird, muss erst eine halbjährige Schulung absolvieren. Lernstoffe sind unter anderen Kommunikationstechnik, die Zusammenarbeit mit den Ordnungsbehörden Polizei und Zoll – und natürlich die geltenden Gesetze und Verordnungen.

Zur Zeit arbeiten 130 Ordnungskräfte im Außendienst, täglich und rund um die Uhr. Es sollen einmal 300 werden, so ein Ratsbeschluss. Auch um Überstunden zu vermeiden – im Vorjahr waren es immerhin 17.000. „Doch der Arbeitsmarkt ist leergefegt“, klagt Keller. Die Einrichtung eines eigenen Studiengangs Ordnungsdienst scheiterte bislang.

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