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Städtetag: Personalbedarf in Gesundheitsämtern steigt rasant

Berlin | Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, hat eine schnelle Verfügbarkeit von Bundeswehrsoldaten und anderen Helfern für die Gesundheitsämter gefordert, um die Kontakte von Corona-Infizierten nachzuverfolgen. In Köln steigt die Inzidenzzahl nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) weiter und liegt jetzt über 80. Mehr Details zu den Kölner Zahlen und weitere Corona-Meldungen aus Deutschland in der Zusammenfassung.

Die Lage in den Gesundheitsämtern

"Wichtig ist jetzt, dass die neuen Mitarbeitenden schnell zur Verfügung stehen", sagte Dedy der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). "Je schneller die Kontaktnachverfolgung durch zusätzliches Personal verbessert wird, desto wirksamer trägt das zur Eindämmung der Pandemie bei."
Er teilte die Einschätzung von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU), der am Samstag von einem zusätzlichen Personalbedarf in fünfstelliger Höhe gesprochen hatte. "Der Personalbedarf ist immens und steigt rasant mit den Infektionszahlen. Dass er fünfstellig sein kann, halten wir für realistisch", sagte Dedy.

Der Hauptgeschäftsführer des Städtetages lobte die Arbeit der Behörden. "Die Gesundheitsämter leisten in der Pandemie großartige Arbeit", sagte er. Ein Teil der Gesundheitsämter könne die Kontaktnachverfolgung inzwischen aber nicht mehr allein oder mit zusätzlichem Personal aus der Stadtverwaltung leisten.

"Die Bundeswehr hilft deshalb bereits in mehreren Fällen. Die Zusagen von Bund und Ländern für weitere personelle Hilfe sind gut", sagte Dedy.

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Die Zahlen in Köln

In Köln liegt die Inzidenzzahl für den Zeitraum 10. bis 17. Oktober jetzt bei 83,7, so das RKI. Der Zeitpunkt der RKI-Erhebung ist immer 0:00 Uhr. Insgesamt infizierten sich in Köln 6.893 Menschen mit dem Coronavirus seit Ende Februar. 149 Menschen mehr, waren zum Vortag positiv auf das Virus getestet worden. Insgesamt sind 132 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus verstorben. Besonders betroffen sind und waren die Altersgruppen zwischen 15 und 59 Jahren.

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Immer mehr Regionen mit Inzidenzzahl über 100

Immer mehr Regionen in Deutschland überschreiten die Marke von 100 Corona-Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner. Das geht aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor, die am Sonntagmorgen veröffentlicht wurden. Sie liegen demnach deutlich über dem Grenzwert von 50, ab dem deutlich schärfere Maßnahmen in Kraft treten sollen.

Spitzenreiter ist der Berliner Bezirk Neukölln mit einer Inzidenzzahl von 161,6. Auch die Bezirke Mitte (137,5) sowie Friedrichshain-Kreuzberg (112,0) sind betroffen. In Niedersachsen kommen die Stadt Delmenhorst (138,0) sowie die Landkreise Cloppenburg (110,1) und Northeim (105,8) über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. In Nordrhein-Westfalen sind es die Städte Herne (111,2), Solingen (109,9) und Wuppertal (103,1), in Hessen die Städte Offenbach (115,1), Kassel (106,9) und Frankfurt (101,0) sowie in Bayern das Berchtesgadener Land (149,2), Mühldorf am Inn (107,9) und Weiden in der Oberpfalz (105,3).

In Rheinland-Pfalz (Eifelkreis Bitburg-Prüm - 124,2) und im Saarland (Landkreis St. Wendel - 149,4) ist jeweils ein Gebiet betroffen.

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Lauterbach: Nur Bevölkerung kann Lockdown noch abwenden

Nur die Bevölkerung kann nach Einschätzung des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach einen erneuten Lockdown noch abwenden. "Es wird darauf ankommen, wie sich die Bevölkerung verhält. Das ist wichtiger als einzelne Maßnahmen", sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben).

Viele staatliche Corona-Auflagen ließen sich ohnehin schwer überprüfen. Die Frage sei, ob es gelinge, einen ausreichend großen Teil der Bevölkerung davon zu überzeugen, die Kontakte einzuschränken. Nach den jüngsten Beschlüssen von Bund und Ländern wäre es nach seinen Worten nicht gut, weitere Maßnahmen zu fordern.

"Sie werden sich einfach zeigen." Wenn es nicht gelinge, das exponentielle Wachstum zu bremsen, "steigen die täglichen Fallzahlen innerhalb kürzester Zeit so stark an, dass die Kliniken und Gesundheitsämter überlaufen werden". Dann kämen "lokale Shutdowns", warnte Lauterbach.

"Wenn wir im exponentiellen Wachstum bleiben, würde in den betroffenen Regionen nach einigen Wochen nichts anderes möglich sein. Das exponentielle Wachstum hat eine solche Kraft – da würde jedem einleuchten, dass nichts mehr stattfinden kann." Dann würde auch die Wirtschaft einbrechen, sagte er.

Dann werde es einschneidende Maßnahmen geben müssen, "und die werden dann von allen Ministerpräsidenten getragen", so der SPD-Politiker.

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Umfrage: Mehrheit mit Pandemie-Management der Regierung zufrieden

Die Mehrheit der Deutschen ist mit dem Corona-Management der Bundesregierung zufrieden. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar/Emnid im Auftrag von "Bild am Sonntag". Demnach beurteilen 68 Prozent der Befragten das Coronakrisenmanagement der Bundesregierung als "eher gut".
Für 27 Prozent ist es "eher schlecht". Vier Prozent antworteten mit "weiß nicht". Zur Zeit des ersten "Lockdowns" hatten die Befragten ganz ähnlich votiert.

Am 25. März stimmten ebenfalls 68 Prozent für "eher gut" und 26 Prozent für "eher schlecht", sechs Prozent antworteten "weiß nicht". Die Ausweitung der Maskenpflicht auf alle öffentlichen Orte in Risikogebieten, in denen nicht konsequent Abstand gehalten werden kann, finden 89 Prozent der Befragten richtig, zehn Prozent falsch und ein Prozent antwortete "weiß nicht". Die in Risikogebieten geltende Beschränkung für private Feiern auf zehn Teilnehmer aus maximal zwei unterschiedlichen Haushalten finden 74 Prozent richtig und 22 Prozent falsch.

Vier Prozent antworteten "weiß nicht". Eine Sperrstunde in der Gastronomie und ein generelles Ausgabeverbot von Alkohol ab 23 Uhr in Risikogebieten befürworten 70 Prozent. 27 Prozent lehnen diese Maßnahmen ab, drei Prozent antworteten mit "weiß nicht".

Für die Erhebung befragte Kantar am 15. Oktober 2020 insgesamt 500 Personen.

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Baden-Württemberg ruft höchste Corona-Warnstufe aus

In Baden-Württemberg gilt am Montag aufgrund der hohen Infektionszahlen die höchste Corona-Warnstufe. Das teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Samstagnachmittag nach einer außerordentlichen Kabinetsssitzung mit. Demnach ergreife man nun zusätzliche Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, etwa eine verschärfte Maskenpflicht im öffentlichen Raum und weitere Kontaktbeschränkungen, teilte der Grünen-Politiker mit. Diese gälten von Montag an, so Baden-Württembergs Regierungschef.

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Bundespräsident in Quarantäne

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich nach dem positiven Corona-Test bei einem seiner Personenschützer in Quarantäne begeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Bundespräsidialamts der dts Nachrichtenagentur. Demnach handelt es sich bei dem Mann um eine Kontaktperson ersten Grades.

Der Bundespräsident habe nun auch selbst einen Corona-Test vorgenommen, ein erstes Ergebnis liege aber noch nicht vor.

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Mecklenburg-Vorpommern stoppt Quarantänepflicht im Tourismus

Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung und die Tourismusbranche haben sich am Samstag darauf geeinigt, dass für Urlaub im Nordosten von Mittwoch an ein aktueller negativer Corona-Test ausreicht. Die bislang zusätzlich benötigte Quarantäne von mindestens fünf Tagen und ein folgender zweiter Test fallen weg. Diese Regelung galt bislang nur in Mecklenburg-Vorpommern und hatte für heftige Kritik gesorgt.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) lenkte nun angesichts ablehnender Urteile zum Beherbergungsverbot in einer Reihe anderer Bundesländer ein. Schon nach dem Treffen der Ministerpräsidenten im Kanzleramt am Mittwoch hatte Schwesig Lockerungen in Aussicht gestellt. Die nun vereinbarte Regelung mit einem negativen Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, hatten Gerichte in Schleswig-Holstein und Hamburg bestätigt.

Das Greifswalder Gericht hatte angekündigt, Anfang der Woche über drei vorliegende Eilanträge gegen die Quarantäneregeln in Mecklenburg-Vorpommern zu entscheiden.

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