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keinveedelfuerrassismus_10_02_17

Start der Kampagne „Kein Veedel für Rassismus"

Köln | Die Bündnisse „Köln gegen Rechts“ und „kein Veedel für Rassismus“ planen umfangreiche Aktionen gegen den Bundesparteitag der AfD in Köln. Dieser wird, nach aktuellem Stand am 22. und 23. April im Kölner Maritim Hotel stattfinden. Die gegen den Parteitag geplanten Aktionen richten sich neben der AfD auch gegen die Politik der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates des Maritimkonzerns, Rassisten und Rechtspopulisten, betonen die Bündnisse, die am heutigen Vormittag am Heumarkt ihre parteiunabhängige Kampagne vorstellten.

Bereits 2014 hatte die Kampagne „Kein Veedel für Rassismus“ maßgeblich dazu beigetragen, den Stimmanteil der extrem rechten „Bürgerbewegung Pro Köln“ bei den Kommunalwahlen drastisch zu senken, erklärt Stephan Otten vom Bündnis kein Veedel für Rassismus. Für die aktuellen Kampagne arbeiten die Bündnisse erneut daran „Kein Veedel für Rassismus“ an den Start zu bringen. Unterstützt werde die Kampagne dabei von rund 70 Verbänden, Initiativen und auch Einzelpersonen, sagt Otten.

Von Seiten der Geschäftsführung des Maritim soll es bisher keinerlei Anzeichen, die Entscheidung den Parteitag nicht stattfinden zu lassen, gegeben haben. „Falls der Direktor des Hotels mit diesem Verhalten provozieren will, dann muss man sagen, dass er auf der gleichen Argumentationslinie wie die AfD unterwegs ist“, betont Otten.

5.000 Broschüre vom Jugendclub Courage

Auch eine 12-Seitige Broschüre vom Jugendclub Courage,soll einen Beitrag zu den geplanten Aktionen der Kampagne „kein Veedel für Rassismus“ beitragen. Der Jugendclub Courage ist ein gemeinnütziger Verein und als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt. Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt des Jugendclub Courage sei die Beschäftigung mit den Themen Rechtsextremismus, Rassismus und Nationalsozialismus.Hierzu biete der Verein unterschiedliche Materialien an, darunter Broschüren, Bücher, eine Ausstellung und auch Filme – und führen Abendveranstaltungen und Gedenkstättenfahrten durch. Die 12-Seitige Broschüre die den Titel „Die AfD in Köln. Eine Partei am rechten Rand“ trägt soll Bürger in vier Themenspektren informieren. Unter den vier Themenspektren „Gründung und Entwicklung einer extrem rechten Bewegungspartei“, „Positionen der AfD“, „Der AfD-Kreisverband in Köln“ und „Die Junge Alternative in Köln“ werde die Partei genauer unter die Lupe genommen, erklärtPhilipp Grehn, vom Jugendclub Courage. Insgesamt gehen 5.000 Broschüren in den Druck und sollen ab März in Köln verteilt werden und auch erhältlich sein, ergänzt Grehn.

Die Kampagne der Kölner Kneipenwirte „kein Kölsch für Nazi“ sei mit einer neuen Bierdeckel-Aktion dabei, erklärt Markus Hemke, von „kein Kölsch für Nazis.“

Sachstand der Proteste

320 Menschen aus Köln sollen sich bereits über unser Internetformular angemeldet haben, um an Stadtteilgruppen von „Kein Veedel“ teilzunehmen. In Ehrenfeld, Nippes und Mülheim haben sich schon drei große Gruppen gebildet und vielfältige Aktionen geplant. Darunter auch Aktionen mit Hinblick auf den Straßenwahlkamp, sagt Otten.

In der Südstadt wird bereits am 15. Februar ein Veedelstreff, also ein Stadtteiltreffen stattfinden. Reiner Schmidt, von Köln gegen Rechts, rechne dort mit rund 100 Teilnehmern.

Proteste gegen AfD-Parteitag nicht gegen die Belegschaft des Maritim gerichtet

Im Streit um den Bundesparteitag der AfD, soll es offenbar auch massive Drohungen gegen die Mitarbeiter des Maritim Hotels gekommen sein. Das berichtete der Betriebsrat des Maritim Hotels. Die Bündnisse Köln gegen Rechts und Kein Veedel für Rassismus distanzieren sich von den Angriffen gegen die Hotelbediensteten, denn die Aktionen und Proteste richten sich gegen die Politik der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates des Maritim Hotels und gegen Rechtspopulisten, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme. „Unsere Aktionen richten sich in keinster Weiße gegen die Belegschaft. Das ist überhaupt nicht unser Ziel. Wenn es sogar Morddrohungen gibt gegen die Mitarbeiter, dann sag ich ganz klar 'das ist ein no-go'. So etwas darf nicht sein. Dazu gehört natürlich auch, dass die Polizei an der Stelle arbeiten und wirken muss, ganz klar“, betont Otten im Interview mit report-K.

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