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Die Streikenden der Außenredaktionen trafen sich am Dienstag in Siegburg zur Protest-Demonstration. | Foto: Manfred Metz

Streik bei Außenredaktionen von "Rundschau" und "Stadt-Anzeiger"

Köln | Mit großem Aufwand informierten "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Express" ihre Leserschaft über die Eröffnung des neuen gemeinsamen „Newsrooms“, selbst OB Henriette Reker feierte mit. Bei der Berichterstattung über den aktuellen Streik in den gemeinsamen Bezirksredaktionen von "Stadt-Anzeiger" und "Rundschau" hält man sich dagegen vornehm zurück.

Von diesem Dienstag an sollenRedakteurinnen und Redakteure sowie Redaktionssekretärinnen und -sekretäre in den Außenredaktionen der beiden Zeitungen in einen dreitägigen Streik treten. Gemeinsam dazu aufgerufen haben die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi/Fachgruppe Journalismus und der Deutsche Journalisten Verband (DJV). „Sehr zufrieden“, zeigte sich der Kölner Fachsekretär Stephan Otten mit der Teilnahme am ersten Streiktag.

Gewerkschaften wollen Anerkennung des Flächentarifvertrags

Grund ist ein fehlender Tarifvertrag für die Beschäftigten der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft GmbH (RGG). Mitte 2014 hatten die beiden Kölner Verlage von „Kölnischer Rundschau“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“ ihre Außenredaktionen mit Insgesamt rund 100 Mitarbeitern zusammengelegt und in die eigens dafür gegründete RRG ausgegliedert.

Das neue Unternehmen schied aus der Tarifbindung aus. Alt-Mitarbeiter hatten noch einen gewissen Bestandschutz, doch Pauschalisten und Neu-Angestellte verdienen bis zu 1.000 Euro im Monat weniger. Vor rund 19 Monaten wurde erstmals verhandelt – bislang ohne Erfolg. Mehrfach wurde auch schon gestreikt – zuletzt Mitte Oktober.

Gefordert wird nun vor allem die Anerkennung der jeweils geltenden Flächentarifverträge für die Beschäftigten an Tageszeitungen, insbesondere Mantel- und Gehaltstarifvertrag. Weiter eine gerechte Eingruppierung sowie Zuschläge und Sozialleistungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der RGG, schließlich Fortbildung, die vom Arbeitgeber bezahlt wird. Nach Berechnungen von Verdi würden selbst bei Anerkennung der in der Branche geltenden Flächentarifverträge die Personalkosten sinken.

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