Köln Nachrichten Köln Nachrichten

Dombauhuette_step_2262012

Tag der offenen Tür in der Kölner Dombauhütte

Tag der offenen Tür: Großer Andrang an der Dombauhütte

Köln | Schon um 10.30 Uhr hatte sich heute Vormittag vor dem Eingang der Dombauhütte eine lange Schlange gebildet. Ungeduldig warteten die Menschen auf Einlass in die Werkstätten des Doms. Erster Anlaufpunkt war die Glasrestaurierung, wo die Handwerker bereitwillig über ihre Arbeit informierten. Derzeit arbeiten sie an einem neuen Fester für das nördliche Querhaus, das mit Zeichnung aus dem 19. Jahrhundert originalgetreu entsteht. Bis zu einem Jahr dauert die aufwändige Arbeit an dem bunten Kunstwerk.

Traumjob Bildhauer

Eine Etage tiefer war Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner voll im Einsatz. Für einen Euro Spende signierte sie Postkarten des Doms für die Besucher, die auch hier Schlange standen. „Das ist ziemlich witzig, aber auch ziemlich anstrengend für mein Handgelenk“, sagte die gut gelaunte Chefin der Dombauhütte, die im Herbst in den Ruhestand gehen wird und ihr Amt dann an ihren Nachfolger Michael Hauck übergibt, der bereits seit drei Monaten in Köln ist. Extra aus Schleswig-Holstein ist Nina Ohldag an den Rhein gezogen, um ihren Traumjob zu bekommen. Sie ist eine von drei Bildhauerinnen in der Dombauhütte und arbeitet gerade an einer Musikanten-Figur, die künftig den großen Fenstern als Aufnehmerstück dienen wird. „Wir haben ein Originalmodell aus dem 19. Jahrhundert, nach dem ich die Figur nun neu modelliere“, sagte die Bildhauerin, die beim Dom auch ihre Ausbildung gemacht hat.

Nebenan kümmerte sich Kollege Michael Oster unter den Augen der vielen Besucher um die beschädigte Figur des Seth vom Westportal. Sie braucht einen neuen Hirtenstab, eine neue Hand und auch das Gewand muss ergänzt werden. „Die Prothesen werden mit Dübeln und mineralischem Kleber befestigt. Ich muss jetzt aber die Schäden erstmal genau begutachten“, sagte der Bildhauer und gibt seinen Gästen gleich nach ein paar Expertentipps für eigene Heim.

„Da steckt viel Herzblut drin“

Zu den vielen Gewerken in der Dombauhütte gehören auch die Metallbauer, die moderne und traditionelle Schmiedetechnik kombinieren, um für den Dom Halterungen oder Klemmen herzustellen. Auch die Meißel der benachbarten Steinmetze werden in der Schmiede aufgearbeitet. „Wir machen auch ganz normale Schlosserarbeiten und Reparaturen“, sagte Norbert Clemens, der seit 1985 im Schatten des Doms arbeitet. „Wenn man als Kölner am Dom seinen Arbeitsplatz hat, ist das einfach großartig. Da steckt viel Herzblut drin“, erklärt der 50-Jährige.

Die wieder scharfen Meißel kommen unter anderem bei Steinmetz Markus Tanzyna zum Einsatz. „Bei der Arbeit, die wir hier machen ist vor allem Genauigkeit gefragt. Wir bekommen technische Zeichnungen, nach denen wir dann die Steine exakt bearbeiten.“ Sein Kollege Thomas Kaintoch hat gerade ein mittleres Teil einer Figurkrönung vom Hauptportal in Arbeit. „Ein halber Jahr dauert es, bis der Kalkstein fertig bearbeitet ist. Wir müssen immer höchste Qualität liefern“, sagte der Mann, der vor 30 Jahren eher durch Zufall zur Dombauhütte gekommen ist.

In der Dombauhütte arbeiten knapp 90 Mitarbeiter. Dazu gehören Steinmetze, Bildhauer, Gerüstbauer, Dachdecker, Maler, Glasrestauratoren, Metallbauer, Silber- und Goldschmiede, Elektriker, Architekten, Bauingenieure, Kunsthistoriker, Archäologen und die Mitarbeiter des eigenen Verlags. Im Domforum gibt es derzeit eine Schau über die Arbeit der Dombauhütte. Sie war zusammen mit dem Wechsel der Dombaumeister Anlass für den Tag der offenen Tür, den es eher selten gibt.  

Zurück zur Rubrik Köln Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Nachrichten

trinkwasserbrunnen_step_17092019

Die erste Station der neuen Serie steht am Eigelstein. Die Idee dazu kam von Schülern in Holweide.

Köln | „Als ich als junge Frau zu Besuch in Rom war, konnte man dort aus allen Brunnen trinken. Das war gerade an heißen Tagen wunderbar, weil man sich erfrischen konnte“, erinnert sich Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Ab sofort ist dies auch in Köln möglich, und zwar in allen Stadtbezirken. Zwölf Trinkwasserbrunnen der neuen Serie werden dort nach und nach in diesem und im kommenden Jahr in Betrieb genommen. Der erste war der nördlich der Eigelsteinburg. Aus Stahl besteht die in ihren Formen schlicht und funktional gehaltene Wasserstation, die rund um die Uhr frisches Wasser bietet. Das ist auch notwendig, um das Trinkwasser keimfrei zu halten.

godorfer_hafen_2362013

Köln | CDU, Grüne und FDP sowie die Ratsgruppe Gut beerdigen das Projekt zum Ausbau des Godorfer Hafens. Dies kündigen sie in einer gemeinsamen Mitteilung an.

bombe_mapz_13092019

Köln | aktualisiert | In der Leybergstraße in Köln-Sülz ist heute eine 5-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg mit Heckaufschlagzünder gefunden worden. Der Kampfmittelräumdienst entschied die Bombe heute noch zu entschärfen. Report-K berichtet über die weiteren Maßnahmen. Der Zeitpunkt der Entschärfung der Bombe steht noch nicht fest. 4.000 Menschen sind betroffen und die Stadt wird drei Klingelrundgänge machen. Gegen 18:30 Uhr ist die Bombe entschärft worden.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >