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Trauer und Solidarität nach Terror in Paris - auch in Köln

Köln, Berlin, Paris | Vor dem Kölner Dom bildete sich heute ein kleiner Kreis von Menschen die Kerzen aufstellten. Es blieb still dort. Beim Konzert von Sido in der Lanxess Arena, bei den vielen Elften im Elften Feiern der Kölner Karnevalisten sprach man von den Anschlägen in Paris und trauerte mit den Betroffenen und Opfern. Aber eines war auch überall sehr deutlich: Der Wille sich nicht unterkriegen zu lassen, sondern festzuhalten an den Werten die eine freie und demokratische Gesellschaft auszeichnen. Lesen Sie die Zusammenfassung zum heutigen Tag nach dem Terrorabend in Paris. Morgen um 11:30 Uhr trauert die Stadt im Rahmen des Gedenkens am Volkstrauertag an St. Alban.

Weltweite Trauer und Solidarität nach Terroranschlägen in Paris

Die Terroranschläge von Paris haben weltweite Trauer und Solidaritätsbekundungen hervorgerufen. Bundespräsident Joachim Gauck rief zu "Entschlossenheit und Verteidigungsbereitschaft" auf: "Die Terroristen werden nicht das letzte Wort haben", so der Bundespräsident. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich bestürzt über die Terroranschläge in der französischen Hauptstadt: "Dieser Angriff galt nicht nur Paris, er meint uns alle und er trifft uns alle", sagte Merkel am Samstagmorgen in Berlin.

Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) erklärte, dass Deutschland an der Seite Frankreichs stehe. "Wir unterstützen den französischen Präsidenten Hollande und die Regierung Frankreichs im Kampf gegen den Terrorismus." Auch die Bevölkerung in Deutschland gedachte den Opfern der Terroranschläge: Vor der französischen Botschaft in Berlin haben am Samstag Hunderte Menschen Blumen und Kerzen niedergelegt und ihr Mitgefühl für die Opfer der Terror-Serie ausgedrückt.

Auf dem Pariser Platz herrschte unter großer Polizeipräsenz eine gedrückte Stimmung. Das Brandenburger Tor wurde in den Farben der Tricolore angeleuchtet, ebenso wie Gebäude und Wahrzeichen rund um den Globus, so z.B. in New York, London, Sydney oder Taipeh. Die Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich zu den Anschlägen: In einer Erklärung der Terroristen heißt es, dass die Anschlagsorte bewusst gewählt worden seien.

Es handele sich um eine Vergeltung für Frankreichs Beteiligung an den Luftangriffen gegen den IS. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland verurteilte die Terroranschläge von Paris auf das Schärfste: "Wir sind tief erschüttert über diesen feigen und perfiden Massenmord. Wir stehen solidarisch an der Seite Frankreichs und trauern um die vielen Opfer und sind in Gedanken und Gebeten bei den Familienangehörigen", sagte der Vorsitzende des Zentralrats, Aiman Mazyek, am Samstag. Vor dem Brandenburger Tor in Berlin demonstrierten Mitglieder des Deutsch-Tunesischen Vereins mit Schildern wie "Wir sind Muslime - wir sind gegen Terror".

In Belgien hat es unterdessen mehrere Festnahmen im Zusammenhang mit den Terror-Anschlägen in Paris gegeben. Das teilte Belgiens Justizminister Koen Geens mit. Der öffentlich-rechtliche Rundfunksender RTBF berichtet, dass es zu mehreren Durchsuchungen in Brüssel gekommen sei. Auch Deutschland prüfe Verbindungen zwischen einer Festnahme in Bayern vor einigen Tagen und den Anschlägen, so Innenminister de Maizière. Nach letzten Angaben kamen bei den Anschlägen in Paris mindestens 129 Menschen ums Leben, 352 weitere wurden verletzt, von denen 99 in Lebensgefahr schweben.

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