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Kölner Stadt-Anzeiger und Express sollen verkauft werden. Auf Plakaten warnen die Beschäftigten vor den Folgen – wie hier an der Kreuzung Innere Kanalstraße/Escher Straße.

Verkaufsgerüchte: Beschäftigte von Stadt-Anzeiger und Express fürchten um ihre Jobs

Köln | Die Gerüchte wabern schon lange in der Medienszene: Die Verlegerfamilien DuMont und Schütte wollen ihre Flaggschiffe Kölner Stadt-Anzeiger und Express verkaufen. Doch Genaues weiß man nicht – schon gar nicht die Leser der beiden Zeitungen. Die Beschäftigten fürchten um ihre Jobs. Mit einer Plakataktion wenden sie sich nun – unterstützt von der Gewerkschaft Verdi – an die Öffentlichkeit.

An neun Stellen hängen die Großplakate, Blickfang ist ein Einkaufswagen, darin die Sonderangebote Kölner Stadt-Anzeiger und Express. „Kölns Stimmen sollen verkauft werden!!!", warnt die Schlagzeile.

Dazu informiert ein Text, über das, was „bekannt“ ist – notgedrungen ein bisschen zu lang, um auf die Schnelle gelesen zu werden. So sollen die Medienkonzerne Funke (Essen) und (Madsack) an den beiden Kölner Zeitungen interessiert sein – Konzerne, die nicht gerade dafür bekannt sind, lokale Vielfalt aufrecht zu erhalten. Köln aber brauche Zeitungen, „die mit Herzblut in Köln und im Rheinland verwurzelt sind und wissen, wie die Menschen hier ticken“.

Die Leser werden aufgefordert, sich jetzt einzumischen. Hierzu werde man ein Forum anbieten. Wie das aussehen wird, bleibt allerdings – noch – unklar.

Unterdessen hat die Geschäftsführung die Beschäftigten auf einer Betriebsversammlung mit null Informationen über den möglichen Verkauf informiert. Offensichtlich stocken die Verkaufsverhandlungen. Insider wollen wissen, dass einige Anteilseigner derzeit im Ausland weilen und nicht zu erreichen sind.

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