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Am Donnerstag flächendeckende Warnstreiks im ÖPNV in NRW

Köln | aktualisiert | Die Gewerkschaft Verdi ruft ihre Mitglieder zu einem landesweiten und flächendeckenden Warnstreik im ÖPNV in NRW am kommenden Donnerstag auf. Bestreikt werden sollen alle Verkehrsunternehmen die unter den Tarifvertrag des Nahverkehrs in NRW (TV-N NW) fallen. Darunter fallen auch die Kölner Verkehrsbetriebe(KVB). Die KVB will sich auf Nachfrage dieser Redaktion in Kürze dazu äußern. Die flächendeckenden Streiks sollen von Schichtbeginn bis Schichtende durchgeführt werden.

Die Gewerkschaft Verdi schreibt, dass die Arbeitgeber der VKA (Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände)sich weiterhin Verhandlungen mit der Gewerkschaft verweigern. Verdi fordert bundesweit einheitliche Regelungen in Fragen wie Nachwuchsförderung, Entlastung sowie den Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste und spricht daher die VKA an. „Auch die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs in NRW steht auf dem Spiel", erklärte Peter Büddicker, Fachbereichsleiter Verkehr in NRW. „Es ist unverantwortlich gegenüber den Beschäftigten, angesichts des drohenden Fachkräftemangels einheitliche Regelungen zur Entlastung zu verweigern."

Verdi führt an, dass die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Jahr 2000 um 18 Prozent geschrumpft sei. Die Zahl der Fahrgäste allerdings habe um ein Viertel in NRW zugenommen. Durch die hohen Belastungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gebe es hohe Krankenständen sowie einer Anhäufung von Überstunden. Der Altersdurchschnitt der Belegschaft in den Unternehmen betrage 49 Jahre. Damit gehe bis 2030 jeder zweite Beschäftigte bei den Verkehrsunternehmen in den Ruhestand. Der Schichtdienst stelle eine besondere Belastung dar und in der Regel arbeiteten die Bediensteten an 35 Sonntagen im Jahr.

Der VKA sagt er sei nicht zuständig, sondern das Thema falle in die Zuständigkeit der Länder. Dem widerspricht Verdi. „Für bundesweit einheitliche Arbeitsbedingungen in elementaren Fragen kommt nur die VKA als Spitzenverband in Betracht. Die anhaltende Verweigerung, in Verhandlungen einzutreten, zwingt uns zu weiteren Warnstreiks. Wir werden diese weiterhin frühzeitig ankündigen, damit Fahrgäste Alternativen finden können", so Büddicker.

Zum Streik aufgerufen sind in NRW: Alle Betriebe, die unter den Tarifvertrag des Nahverkehrs in NRW (TV-N NW) fallen werden zu flächendeckenden Streiks von Schichtbeginn bis Schichtende aufgerufen.

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Hintergrund
Verdi fordert in dem Tarifkonflikt für bundesweit 87.000 Beschäftigte einheitliche Regelungen in Fragen wie Nachwuchsförderung, Entlastung sowie den Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste. Darüber hinaus soll die Ungleichbehandlung in den Bundesländern beendet und zentrale Regelungen wie 30 Urlaubstage oder Sonderzahlungen künftig bundesweit vereinheitlicht werden. Mit einer Forderung für Auszubildende sollen Anreize zum Einstieg in den Beruf und zur Nachwuchsförderung geschaffen werden. Seit März fordert die Gewerkschaft hierzu die Verhandlung eines bundesweiten Rahmentarifvertrages. Am Wochenende hatte sich die Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) gegen die Aufnahme von Verhandlungen ausgesprochen.

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