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Die Visualisierung zeigt die neue Fassade der Rückseite des Kölner Hauptbahnhofs nach den Ausbauarbeiten (Juli 2021) [Quelle: J.MAYER.H und Partner, zur Verfügung gestellt durch die Deutsche Bahn AG]

Breslauer Platz und Kölner Hauptbahnhof werden umgebaut

Köln | Der Breslauer Platz in Köln kommt nicht zur Ruhe. Kaum fertiggestellt, mit viel Kritik überzogen, Containerdorf für die Bundespolizei, wird jetzt wieder dort gebaut. Die Deutsche Bahn will zwei neue Gleise für die Stammstrecke der S 11 bauen und kräftig darunter umbauen.

Für die Umgestaltung des Platzes lobte die Deutsche Bahn einen Architektenwettbewerb aus. Die Jury entschied sich für J.MAYER.H und Partner aus Berlin. Die Nordostseite des Kölner Hauptbahnhofs wird dabei komplett neu gestaltet. Es soll eine Arkadengang entstehen und das Hauptbahnhofensemble an das dreieckige Dach der KVB-Haltestelle Breslauer Platz gestalterisch angelehnt werden. Es soll überlegt werden, ob die Fassade begrünt wird.

Die Jury des Architekturwettbewerbs für den Kölner Hauptbahnhof

Der Umbau ist nötig, weil der Kölner Hauptbahnhof um zwei Gleise erweitert wird. Dort soll die S-Bahn fahren. Drei Büros lud der Architektenwettbewerb ein. Jetzt tagte die Jury, der angehörten: Oliver Hasenkamp (DB Station&Service AG), Kai Rossmann (DB Station&Service AG), Stephan Boleslawsky (DB Station&Service AG), Guido Trösser-Berg (Nahverkehr Rheinland), Bettina Feldhausen (DB Netz AG), Heiner Hühnerbein (DB Station&Service AG), Ute Piroeth (Freie Architektin), Jens Schäfer (DB Netz AG), Jürgen Minkus (Stadt Köln), Andreas Hupke (Bezirksbürgermeister Köln Innenstadt/Deutz), Markus Greitemann (Stadt Köln), Hans Schwanitz (Mitglied Stadtentwicklungsausschuss) und Manfred Gutfrucht (DB Netz AG). Kai Rossmann, Leiter des Bahnhofsmanagements Köln, zeigt sich entzückt: "Die neue Fassade steigert nicht nur die Aufenthaltsqualität im Bahnhof sondern wertet auch den Breslauer Platz gestalterisch auf."

Die Ausbaupläne der Deutschen Bahn für den Kölner Hauptbahnhof

Die Deutsche Bahn prognostiziert, dass sich am Eisenbahnknoten Köln die Anzahl der Züge sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr weiter erhöhen wird. Um den Engpass aufzulösen, ist geplant, die S-Bahn-Stammstrecke Köln Messe/Deutz – Köln Hauptbahnhof – Köln Hansaring auszubauen und mit moderner Leit- und Sicherungstechnik auszurüsten. Damit sollen dichtere Zugfolgen möglich sein.

In Köln Hauptbahnhof sowie in Köln Messe/Deutz ist dazu der Neubau je eines zusätzlichen Mittelbahnsteiges geplant. In jede Richtung kann dann an zwei Bahnsteigkanten im Wechsel gehalten werden, wodurch die nächste S-Bahn schneller folgen kann. Des Weiteren ist vorgesehen, die Strecke der S 11 zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach zweigleisig auszubauen, inklusive des Neubaus je einer zweiten Bahnsteigkante in Bergisch Gladbach und Duckterath.

Die Hohenzollernbrücke bleibt durch diesen Ausbau unberührt. Ein Ausbau für eine Erweiterung im S-Bahnverkehr ist laut eines Gutachtens aus dem Jahr 2012 nicht nötig.

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